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Energiewende Diese zehn Gründer revolutionieren die Energiebranche

Wärme aus dem Auto, Strom aus der Wasserleitung: Kreative Gründer revolutionieren die Energiebranche. Die spannendsten Ideen im Überblick.

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Wer bei der Nachhaltigkeit punktet
Gelsenkirchen Quelle: obs
Oberhausen Quelle: dpa/dpaweb
Krefeld Quelle: AP
Herne Quelle: dpa/dpaweb
Hamm Quelle: dapd
Mönchengladbach Quelle: dpa/dpaweb
Essen Quelle: AP

Eine heimtückische Nordsee, die das unter dem Meeresspiegel liegende Land zu fluten droht? Kein Problem für die Niederländer: Hohe Deiche und mächtige Sperrwerke schützen Städte und Dörfer. Knappes Ackerland? Dann eben hocheffizienter Anbau von Tomaten und Paprika in Gewächshäusern. Weg von der fossilen Energie? Soll sich doch jede Kommune selbst mit sauberem Strom versorgen.

Aus diesen Gründen schwitzt die Erde

Unsere Nachbarn im Westen haben immer auf ihren Erfindergeist vertraut, um ihre Heimat zu schützen und ihren Wohlstand zu mehren. Jetzt planen sie auch noch die Energierevolution. Forscher der Technischen Universität (TU) Delft wollen Windräder, Solarmodule und Brennstoffzellenautos wie den Toyota Mirai oder den Hyundai ix35 so geschickt miteinander verknüpfen, dass Parkhäuser zu Kraftwerken werden. Die Idee der Pioniere um Ad van Wijk, Professor für künftige Energiesysteme: Die Fahrzeuge wandeln Wasserstoff in Strom um, der ihre Elektromotoren antreibt. Stehen sie ungenutzt auf einem Parkplatz, versorgen sie Anwohner und Betriebe mit Elektrizität und der gleichzeitig anfallenden Wärme – gegen Entgelt für die Autobesitzer. Den nötigen Wasserstoff erzeugt überschüssiger Grünstrom, der Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff spaltet. Van Wijk hat auch schon ausgerechnet, wie viel Häuser jedes Auto mit Strom beliefern kann: rund 100.

Das Green-Village-Projekt, das die Delfter gerade auf ihrem Campus realisieren, zeigt vor allem eines: Die Energiewelt ist in Aufruhr wie nie seit Beginn der Nutzung elektrischer Energie Mitte des 19. Jahrhunderts. Und sie wandelt sich in rasendem Tempo. Was gestern noch als Utopie erschien, wie Parkhäuser in Kraftwerke umzuwandeln, wird auf einmal möglich.



Wie das Green-Village-Projekt der TU Delft sauber Energie erzeugen will



Der Ausstieg aus der Kernenergie, der Abschied von den fossilen Energieträgern und der Aufschwung der Erneuerbaren sorgen für einen Wandel mit rasender Geschwindigkeit. Etablierte Energieriesen wie Vattenfall, E.On und RWE müssen sich neu aufstellen und neue Geschäftsmodelle für sich entwickeln. Oder mit Start-ups zusammenzuarbeiten, die mit ihren Idee die Energiewelt von morgen prägen werden. Wie die aussehen kann, davon vermitteln diese zehn Beispiele eine Vorstellung:

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    1. Enerbyte
    Das spanische Start-up Enerbyte hat ein ausgeklügeltes Elektrizitätsportal für Barcelona entwickelt: Sensoren und intelligente Stromzähler erfassen detailliert, wie lange die Spanier unter anderem das Licht brennen lassen und wie viel Strom Waschmaschine, Computer und Fernseher verbrauchen. Die Daten werden an den Energieversorger Electra Caldense weitergeleitet, der dem Kunden dann konkrete Einsparmaßnahmen vorschlägt. Droht das Sparziel zu scheitern, wird der Kunde automatisch gewarnt.

    Wasserstrom, Bio-Wärme und Fenster, die die Wohnung heizen

    2. Energiency
    An welchen Stellen können Unternehmen Energie sparen? Um diese Frage zu beantworten, hat das französische Start-up Energiency ein Analyseprogramm entwickelt. Mit Hilfe des Programmes lasse sich mindestens 20 Prozent Energie sparen, verspricht CEO Arnaud Legrand.

    3. iBuildGreen
    Das niederländische Start-up iBuildGreen hat eine 3-D-Simulation entwickelt, mit deren Hilfe Planer und Eigentümer von Gebäuden ermitteln können, mit welchen Maßnahmen sie den Verbrauch von Strom, Wärme und Kühlenergie klein halten können. Dabei zeigt das Programm auch an, welche Maßnahmen besonders effizient sind.

    4. Gradis
    Optimierte Straßenbeleuchtung. Mit der Software des polnischen Start-ups Gradis können Städte ihre Straßenbeleuchtung anpassen. Laut Gradis-Gründer Leszek Kotulski kann eine Stadt mit dem Programm die Ausgaben für Energie um 20 Prozent senken.

    5. Clean Streams Energy
    Vom Potenzial der Wasserkraft ist das schwedische Start-up Clean Streams Energy überzeugt: Angeboten werden günstige Kleinstkraftwerke mit Leistungen von bis zu 250 Kilowatt. Die Anlagen passen in fast jeden Bach und sollen Strom für zwei Cent pro Kilowattstunde erzeugen.

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      Zahlen zur Erderwärmung

      6. Corpower Ocean
      Billiger Wasserstrom dank oranger Bojen. Das ist die Vision des schwedische Start-ups Corpower Ocean. Die Bojen sind am Seeboden verankert und drehen mit dem Wellengang Federn. Ein Generator wandelt diese mechanische Energie in elektrische um.

      7. Tecnoturbines
      Wasserleitungen als Kraftwerk hat die spanische Tecnoturbines entdeckt: In den Leitungen platzieren die Ingenieure kleine Turbinengeneratoren, die vom beständigen Wasserfluss angetrieben werden.

      8. Agronergy
      Unkraut, Pflanzenreste und Getreidehülsen. Das französische Start-up Agronergy setzt auf organisches Material, das zu Pellets gepresst wird. Daraus gewinnt die Firma in speziellen Boilern kostengünstig Wärme.

      9. NTS-Nanotechnologysolar

      Umwelt




      Spezielle Nanoantennen wandeln ein breites Spektrum des Sonnenlichts in Elektrizität um. Das ist die Idee von NTS-Nanotechnologysolar aus Karlsruhe. Die winzigen Lichtfänger sollen den Wirkungsgrad einer Solarzelle um rund zehn Prozent erhöhen. Bereits bestehende Produktionsanlagen lassen sich mit der Nanotechnik nachrüsten.

      10. Vestaxx
      Mit den nanobeschichteten Fenstern von Vestaxx aus Berlin können Hausbesitzer ihre Räume heizen. Die Fenster strahlen Wärme ab, sobald Elektrizität durch die Oberfläche fließt.

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