Flugverbot Schweres Erdbeben erschüttert isländischen Vulkan

Ein Beben der Stärke 5,3 hat den isländischen Vulkan Bárdarbunga erschüttert. In der umliegenden Region gilt ein Flugverbot, Behörden riefen die Warnstufe Rot aus. Die Folgen könnten gravierend sein.

Ein Erdbeben hat den isländischen Vulkan Bárdarbunga erschüttert. Quelle: dapd

Ein schweres Erdbeben hat den isländischen Vulkan Bárdarbunga erschüttert. Das Beben erreichte die Stärke 5,3, wie der Geophysiker Gunnar Gudmundsson vom Isländischen Meteorologischen Institut der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag sagte. Der Vulkan hatte am Samstag bei einer kleinen Eruption Lava ausgestoßen. Bereits seit Tagen waren Erschütterungen in dem Gebiet registriert worden.

Die Behörden riefen die Warnstufe Rot aus und verhängten in einem großen Radius um den Vulkan ein Flugverbot. Nach Angaben der Wetterbehörde bedeutet dies, dass ein Ausbruch bereits im Gange ist oder unmittelbar bevorsteht. Experten zufolge kann Vulkanasche in Flugzeugtriebwerken großen Schaden anrichten und sogar zum Ausfall der Turbinen führen.

Bereits 2010 hatte ein Ausbruch des isländischen Gletschervulkans Eyjafjallajökull den Flugverkehr in weiten Teilen Europas lahmgelegt. Damals wurden weite Teile des europäischen Luftraums für sechs Tage gesperrt. Mehr als zehn Millionen Flugpassagiere waren betroffen. Der Schaden betrug 1,7 Milliarden Dollar.

Vulkan Kilauea bedroht Häuser auf Hawaii
Lava vom Vulkan Kilauea bedroht zunehmend Häuser in einer entlegenen Ortschaft auf Hawaii. Der Feuerberg liegt auf Big Island im Vulkan-Nationalpark. Nach Angaben der Hawaiian Volcano Observatory vom Sonntag (Ortszeit) fließt über 1000 Grad heiße Lava in drei Strömen langsam in Richtung des Ortes Pahoa. Die Behörden gaben eine Evakuierungswarnung heraus, wie der Sender Hawaii Public Radio berichtete. Bewohner wurden aufgefordert, sich bereit zu halten, ihre Häuser in den kommenden Tagen zu verlassen. Der Kilauea im 50. US-Bundesstaat ist einer der aktivsten Vulkane der Erde. Die Inselkette im Pazifik ist vulkanischen Ursprungs. Quelle: dpa
Nach dem Vulkanausbruch in Japan werden zahlreiche Todesopfer befürchtet. Rettungskräfte hätten in der Nähe des Gipfels des Ontake mehr als 30 leblose Menschen mit Herzstillstand gefunden, teilte die Polizei am Sonntag mit. In Japan ist es üblich, Menschen erst nach einer Untersuchung für tot zu erklären. Die Katastrophenschutzbehörde sprach zuvor von 45 Vermissten, nach denen mehr als 500 Soldaten und Polizisten suchten. Mehr als 40 Menschen seien verletzt worden. Zuvor hatte sich ein Bericht über ein Todesopfer nicht bestätigt. Der 3067 Meter hohe Vulkan etwa 200 Kilometer westlich von Tokio war am Samstagmittag plötzlich ausgebrochen und hatte dabei eine dichte Aschewolke ausgestoßen, die sich über mehr als drei Kilometer erstreckte. Hunderte Wanderer und Bergsteiger wurden davon überrascht, unter ihnen waren auch Kinder. Sie versuchten bei schlechter Sicht abzusteigen oder suchten Zuflucht in einer Schutzhütte. Quelle: AP
Bei einem Ausbruch des Vulkans Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra sind mindestens 14 Menschen getötet worden. „Wahrscheinlich finden wir noch weitere Opfer“, sagte am Samstag ein örtlicher Priester, der mit einer Hilfsorganisation zusammenarbeitet. Der 2460 Meter hohe Berg habe Lava und Gas ausgestoßen, hieß es weiter. Einen Tag vor der Eruption hatte der Katastrophenschutz wegen nachlassender Aktivität des Vulkans die Rückkehr von Einwohnern erlaubt, die mehr als fünf Kilometer von dem Berg entfernt leben. Der Sinabung hatte mehr als 400 Jahre geruht, bevor er im August 2010 wieder ausbrach. Seit September vergangenen Jahres sind rund 30 000 Menschen aus der Umgebung geflohen. Die Einwohner bauen an den fruchtbaren Hängen des Berges seit Jahrhunderten Kaffee, Kakao und Orangen an. In Indonesien gibt es 130 aktive Vulkane. Quelle: AP
Der Kilauea auf Hawaii ist einer der weltweit aktivsten Vulkan. Die Besonderheit: Die Lavaströme fließen direkt in den Pazifischen Ozean und erkalten sofort, wenn sie auf das Wasser treffen. Quelle: REUTERS
Der Vulkan Chaparrastique ist einer von sechs aktiven Vulkanen im zentralamerikanischen Land El Salvador. Der Chaparrastique liegt südlich von San Miquel und soll seit 1530 insgesamt acht Mal Lava gespuckt haben. Derzeit tritt bisher nur Gas und Asche aus. Quelle: REUTERS
Der Vulkan Ätna auf Sizilien spuckt Asche und legt damit den Flugverkehr von und nach Catania lahm. An seinem Süd-Ost-Krater stieß der Vulkan am Sonntag zum wiederholten Male in diesem Jahr Lavamassen aus, die sich auf einer Länge von mehr als einem Kilometer in das unbewohnte Tal Valle del Bove ergossen. Der Flughafen der nahegelegenen Stadt Catania blieb am Montag geschlossen, Dutzende Flüge wurden storniert oder nach Palermo umgeleitet, wie italienische Medien berichteten. Der Ätna ist mit 3350 Metern der höchste noch aktive Vulkan Europas. Leichtere Eruptionen mit weithin sichtbaren Aschefontänen kommen häufiger vor, mehr als ein Dutzend waren es allein in diesem Jahr. Den letzten größeren Ausbruch des Ätnas gab es im Jahr 1992. Quelle: dpa
Vesuv (Italien) Der Vesuv gilt heute als gefährlichster Berg der Welt. Diese zweifelhafte Ehre verdankt er unter anderem der Tatsache, dass bis zu drei Millionen Menschen in gefährlicher Nähe zu dem Vulkan leben. Aktuell gibt es wieder Grund zur Sorge. In der Gegend um Neapel hebt und senkt sich der Boden. Ursache ist eine riesige Magmakammer. Forscher befürchten einen Ausbruch. Welche Zerstörungskraft der Vesuv besitzt, wurde in einem der berühmtesten Vulkanausbrüche der Geschichte deutlich: Am 24. August des Jahres 79 überschüttete eine verheerende Eruption die Orte Pompeji, Herculaneum, Stabiae und Oplontis mit Asche und heißem Gestein und tötete tausende Menschen. Seither hat der Vesuv immer wieder seine Gefährlichkeit unter Beweis gestellt, so im Jahr 1631, als beim schwersten Ausbruch seit dem Jahr 79 etwa 4000 Menschen den Tod fanden. In größerem Umfang aktiv war der Vesuv zuletzt im Jahr 1944, seither herrscht trügerische Ruhe am Golf von Neapel. Eine Ruhe, die immer mehr Menschen in die gefährdete

"Es gab eine intensive Erdbebenaktivität in dem Vulkan", sagte auch die Behördenvertreterin Kristin Jonsdottir. "Wir können nicht ausschließen, dass dies ein großer Ausbruch sein könnte." Wegen der erhöhten seismischen Aktivität ist die Region um den Vulkan bereits evakuiert worden.

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Die europäische Flugsicherung Eurocontrol teilte mit, sobald es zu einem Ausbruch komme, werde das Beratungszentrum für Vulkanasche in London Vorhersagen über die Aschekonzentration in der Atmosphäre machen. Daraufhin dürften die Behörden für die zivile Luftfahrt Hinweise herausgeben. Eine Änderung von Flugplänen und -routen läge Eurocontrol zufolge aber in der Verantwortung der Fluggesellschaften.

Auf der Spitze des Vulkans Bárdarbunga befindet sich der Vatnajökull-Gletscher. Die Region ist wegen dieses Gletschers - des größten auf Island - bei Touristen sehr beliebt.

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