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Greenpeace Schädliche Chemikalien in Kinderkleidung nachgewiesen

Billig oder teuer spielt keine Rolle: Bei der Untersuchung von 82 Kleidungsstücken für Kinder hat die Umweltschutzorganisation Greenpeace zahlreiche schädliche Chemikalien nachgewiesen.

So giftig sind Ihre Kleider
A woman holds a Zara shopping bag in Madrid Quelle: REUTERS
A security guard stands beside a billboard of luxury goods brand Giorgio Armani where the firms store will open Quelle: dpa
Victoria's Secret Angels (L-R) Candice Swanepoel, Lily Aldridge, Adriana Lima and Miranda Kerr pose during a photo opportunity for the 2012 Holiday sale Quelle: REUTERS
Luciano Benetton inaugurates his new shop in Rome's Piazza Venezia Quelle: AP
Model Sara Nuro kommt am 27.10.2012 anlässlich der Eröffnungsfeier der 500. C&A Filiale in Deutschand zum Potsdamer Platz in Berlin. Quelle: dpa
Calvin Klein jeans Quelle: AP
A shirt made by Esprit Quelle: REUTERS

Kinderkleidung internationaler Modemarken von Burberry über Adidas bis Primark enthält noch immer gefährliche Chemikalien - zu diesem Ergebnis kommt die Umweltschutzorganisation Greenpeace im Rahmen ihrer Detox-Kampagne, in der 82 Kleidungsstücke von zwölf internationalen Modefirmen getestet wurden. Das Ergebnis: Sowohl in Kinderschuhen und Sportkleidung als auch in Edeltextilien bekannter Hersteller wurden demnach Weichmacher (Phthalate) und andere hormonell wirksame Substanzen sowie als krebserregend geltende Stoffe gefunden. Kinderkleidung sei damit genauso belastet wie Erwachsenenmode - Kinder sind davon aber eher betroffen. „Bei allen zwölf Marken haben wir verdreckte Kleidung gefunden“, sagte Greenpeace-Sprecherin Carolin Wahnbaeck am Dienstag. Die Umweltschützer hatten für die Analyse im Mai und Juni 2013 in rund zwei Dutzend Ländern Textilprodukte erworben, sechs davon in Deutschland.

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„Teure Klamotten sind nicht sauberer produziert als billige. Der teure Kinderbadeanzug von Burberry war genauso belastet wie der billige von Primark. Der Badeanzug von Adidas war sogar am stärksten verunreinigt. Wir fordern diese Firmen auf, saubere Kleidung herzustellen und Kinder und Umwelt besser zu schützen,“ sagt Manfred Santen, Chemie-Experte von Greenpeace. Die sogenannten Weichmacher sind vor allem eine Gefahr in den Produktionsländern - verunreinigen dort Flüsse und das Trinkwasser. Die hormonell wirksamen Stoffe können das Immunsystem und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und zu Schilddrüsenerkrankungen führen. Sogenannte

Perfluorcarbone (PFC) sind außerdem extrem langlebig und reichern sich in der Umwelt und im Körper an. Bis 2020 verpflichten sich 18 Textilhersteller im Rahmen der Detox-Kampagne auf eine Produktion ohne Risiko-Chemikalien - die Umsetzung ist bislang allerdings eher schwierig.

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