Infografik Uran: Es wird knapp

Quelle: Konstantin Megas für WirtschaftsWoche

Kasachstan ist der weltweit wichtigste Produzent von Uran. Lieferprobleme aufgrund der Unruhen in dem zentralasiatischen Land verteuerten im Januar den Brennstoff für den Betrieb von Atomkraftwerken.

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Weltweit sind 438 Atomreaktoren in Betrieb. Sie brauchen pro Jahr gut 62.000 Tonnen des Brennstoffs Uran. Die weltweite Minenproduktion des radioaktiven Metalls deckt aber nur 75 Prozent dieses Bedarfs. Seit Jahren muss eine Angebotslücke geschlossen werden. Uran kommt aus strategischen Lagerbeständen von Versorgern und Regierungen sowie aus sekundären Quellen, etwa ausrangierten Atomsprengköpfen.

Über die genaue Höhe der überirdischen Uranbestände gibt es keine verlässlichen Daten. Sicher ist nur, dass diese seit Jahren schrumpfen. Entsprechend könnten Lieferunterbrechungen des weltweit wichtigsten Produzenten Kasachstan den Preis für kurzfristige Uranlieferungen kräftig nach oben treiben. Ein dann auch für langfristige Verträge zwischen Minen und Kraftwerksbetreibern absehbar höherer Preis machte es für Uranförderer wieder lukrativer, in den Ausbau der Produktion zu investieren. Nur so lässt sich das Angebotsdefizit langfristig wieder schließen.

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