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Klimawandel Klimakonferenz will Treibhausgase reduzieren

Die Staatengemeinschaft hat sich bei einer Konferenz in Ruanda auf ein Folgeabkommen zum Verbot klimaschädlicher Treibhausgase geeinigt. Der Kompromiss sei der größte Erfolg seit dem Ende des Pariser Klimagipfels.

Staatengemeinschaft vereinbart Folgeabkommen zu Treibhausgasen Quelle: dpa

Vertreter von mehr als 150 Staaten haben sich bei einer Konferenz in Ruanda auf die Reduzierung des weltweiten Gebrauchs der klimaschädlichen Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) geeinigt. Dies teilte der ruandische Rohstoff-Minister Vincent Biruta am Samstag in der Hauptstadt Kigali mit. Die FKW-Gase, die insbesondere in Kühlschränken und Klimaanlagen zum Einsatz kommen, gelten als besonders klimaschädlich.

85 Prozent weniger FKW bis 2036

Ziel ist die schrittweise Abschaffung der in Kühlschränken und Klimaanlagen verwendeten Fluorkohlenwasserstoffe (FKW). In der Vereinbarung verpflichten sich die entwickelten Länder, darunter die USA und die meisten europäischen Staaten, den Einsatz von FKW-Gasen bis 2019 um zehn und bis 2036 um 85 Prozent zu verringern. Entwicklungsländern wird mehr Zeit eingeräumt. Das Abkommen gilt als ein Meilenstein bei der Bekämpfung des Klimawandels.

Big Player beim Klima-Poker in Paris

Der Kompromiss sei der größte Erfolg seit dem Ende des Pariser Klimagipfels von Ende 2015. Schon zuvor hatten sich zahlreiche Staaten dafür eingesetzt, den Einsatz der für das Klima hochschädlichen Fluorkohlenwasserstoffe (FKW) zu verringern. Ende Juli hatten Vertreter aus 25 Ländern in Wien in einer gemeinsamen Erklärung eine entsprechende Nachbesserung des Montrealer Protokolls verlangt. FKW seien als Treibhausgase 100- bis 1000fach schlimmer als Kohlendioxid.

Folgen des Klimawandels in Deutschland

Zum Schutz der Ozonschicht hatten sich fast 200 Staaten 1987 im Montrealer Protokoll auf ein Verbot der massenhaft als Treibgase, Kühlmittel oder für Schaumstoffe verwendeten FCKW geeinigt. Seit einigen Jahren zeichnet sich ab, dass die FKW als Ersatzstoffe zwar die Ozonschicht nicht angreifen, aber massiv zur Klimaerwärmung beitragen.

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