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Lebensmittelskandal Pferdefleisch-Lasagne auch in Deutschland im Handel

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Pferdefleisch ist nicht gefährlich

Wie gesund ist Fleischverzicht?
EiweißmangelIn Fleisch ist jede Menge Eiweiß enthalten. Um beim Fleischverzicht trotzdem genug Eiweiß zu sich zu nehmen, müssen Vegetarier neben pflanzlichen Lebensmitteln auch jede Menge Eier und Milchprodukte verzehren. Auch Getreide und Hülsenfrüchte enthalten viel Eiweiß, allerdings können diese die tierischen Produkte wie Milch und Eier nicht ersetzen. Wer Vegan lebt, und auch darauf verzichtet, muss quasi zum Ernährungsexperten werden und die pflanzlichen Proteinquellen geschickt miteinander kombinieren, damit dem Körper genügend Eiweiß für Zellen, Muskeln, Organe und Knochen zur Verfügung steht. Quelle: dpa
CalciummangelStrahlend weiße und gesunde Zähne brauchen vor allem eins: Calcium. Auch für den Knochenbau, bei der Muskel- und Nerventätigkeit und der Blutgerinnung macht sich das Element bemerkbar. Vegetarier müssen zwar sehr auf ihr Ernährung achten, doch Calciummangel ist nur in den seltensten Fällen ein Problem. Gerade Milchprodukte wie Käse, Joghurt und Buttermilch sind reich an Calcium. Auch rein pflanzliche Lebensmittel, wie Broccoli, Kohl, weiße Bohnen, Samen oder Lauch enthalten das Element - wenn auch in deutlich geringerer Menge als Milchprodukte. Entsprechend schwierig ist es für Veganer eine ausreichenden Menge zu sich zu nehmen. Quelle: ZBSP
Jod-MangelEin paar Bio-Doraden könnten helfen: Immer wurde in der Vergangenheit bei Vegetariern Jodmangel festgestellt, und gerade in Fisch ist viel Jod enthalten. Allerdings wird der Jodmangel bei Vegetariern inzwischen deutlich seltener beobachtet. Grund könnte die verstärkte Verwendung von Jodsalz in deutschen Haushalten sein. Ein anderer der stärkere Verzehr von Tiefkühlprodukten. Durch die Tiefkühlkost gelangen immer mehr pflanzliche Lebensmittel aus Gegenden mit mehr Jod in jodarme Gegenden wie Deutschland. Die Weltgesundheitsorganisation beziffert den Minimalbedarf an Jod für Erwachsene mit 60 bis 120 Mikrogramm pro Tag. Einige Lebensmittel enthalten Substanzen, die die Jodaufnahme hemmen und dadurch den Jodbedarf erhöhen können. Hierzu gehören unter anderem Blumenkohl und Rettich. Aber auch Nitrat, Rauchen oder bestimmte Arzneimittel haben einen hemmenden Einfluss. Die wichtigste Folgeerkrankung des resultierenden chronischen Jodmangels ist der Kropf, eine Schilddrüsenvergrößerung. Quelle: dpa
EisenmangelBekommt der Körper zu wenig Eisen treten Symptome wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder Konzentrationsproblemen auf. In Fleisch steckt jede Menge Eisen. Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln wird vom menschlichen Körper deutlich schlechter aufgenommen. Entsprechend müssen Vegetarier besser auf ihre Ernährung achten. Zu Lebensmitteln, in denen viel Eisen enthalten ist, gehören Vollkornbrot aus Roggen oder Weizen, Haferflocken, Hülsenfrüchte wie Linsen und weiße Bohnen, Blattgemüse (Spinat), Nüsse, Samen, Hirse, Pfifferlinge, Amarant oder Quinoa. Besonders gut wird Eisen in Kombination mit Vitamin C aufgenommen. Das Vitamin steckt in Orangen, Paprika, Rosenkohl oder Sauerkraut. Quelle: AP
Vitamin-B12-MangelDas Vitamin-B12 übernimmt im Körper wichtige Funktionen beim Fettstoffwechsel und ist unentbehrlich für den Aufbau der roten Blutkörperchen. Vegetarier haben in der Regel weniger ein Problem mit Vitamin-B12-Mangel, sofern sie auch tierische Produkte wie Milch und Eier zu sich nehmen. Schwieriger ist es bei Veganern. Denn das Vitamin kann nicht von Pflanzen gebildet werden. Zwei Ausnahmen: Geringe Mengen finden sich in vergorenem Gemüse wie Sauerkraut und teilweise in Algen wieder. Quelle: dpa
FleischkonsumWer glaubt, dass regelmäßiger Fleischkonsum die einzig wahre Ernährung ist, liegt falsch. Auch Fleischesser müssen darauf achten, wie viel Fleisch sie essen. Denn der Konsum von zu viel tierischem Fett schadet der Gesundheit, da diese Fette Entzündungen auslösen können. Dadurch werden Krankheiten wie Arthrose, Arthritis und Reuma begünstigt. Massiver Konsum von tierischen Fetten kann sogar zu Magen- oder Darmkrebs führen. Experten empfehlen daher nicht mehr als 300 bis 450 Gramm fettarmes Fleisch pro Woche zu sich zu nehmen. Rotes Fleisch wie Rind, Schwein und Lamm sollten eher selten gegessen werden. Sie interessieren sich für Ernährungsmythen? Klicken Sie hier. Quelle: dpa

„Die Lieferungen betreffen nicht nur Discounter und Lebensmittelketten, sondern auch andere Lebensmittelunternehmen, die mit Tiefkühlprodukten handeln“, sagte Remmel in Düsseldorf. Ob es in Deutschland wie in Großbritannien tatsächlich falsch etikettierte Mogelpackungen mit Pferdefleisch gibt, könne aber erst anhand von DNA-Analysen geklärt werden, sobald die Ware gefunden sei. Der Minister warf den betroffenen Unternehmen vor, die Behörden nicht informiert zu haben, obwohl der Verdacht von Verstößen gegen die Kennzeichnungspflicht seit Wochen bestehe.

Aigner versuchte, die Verbraucher zu beruhigen: „Nach jetzigen Erkenntnissen ist Pferdefleisch nicht gefährlich.“ Auch in Deutschland gebe es ganz regulär Pferdefleisch zu kaufen. „Das muss ganz klar deklariert sein, dass es Pferde sind, die zur Schlachtung zugelassen sind.“

Britische Behörden versprachen nach dem Fund von Pferdefleisch bei zwei Verarbeitungsbetrieben in England und Wales eine restlose Aufklärung. Die Lebensmittelaufsicht FSA werde ermitteln, „bis es nichts mehr zu finden gibt“, sagte der Leiter der Ermittlungen bei der Behörde, Andrew Rhodes, am Mittwoch dem Sender BBC. Die FSA hatte die beiden Betriebe sofort geschlossen.

Die häufigsten Erreger in Lebensmitteln

Premierminister David Cameron sagte im Parlament in London, die Praxis der Falschauszeichnung von Lebensmitteln sei „vollkommen unakzeptabel“. Die Ergebnisse der vorgenommenen Tests würden komplett veröffentlicht. Kein Hersteller, Erzeuger oder Verarbeiter solle geschont werden.

Forderungen nach DNA-Tests bei Endprodukten

Großbritannien und Irland drangen bei einem Krisentreffen in Brüssel auf Genproben an Lebensmitteln. „Ich würde gerne so schnell wie möglich DNA-Tests [...] bei der Verarbeitung und bei den Endprodukten sehen“, sagte der britische Agrarminister Owen Paterson vor der Sitzung mit mehreren europäischen Kollegen am Mittwochabend. Auch der irische Landwirtschaftsminister Simon Coveney hoffte auf europäische Regeln für Gentests am Fleisch: „Wir haben jetzt die Technologie um Lebensmittel zu testen und genau herauszufinden, was drin ist.“

Umwelt



Nach Ansicht von EU-Verbraucherkommissar Tonio Borg geht der Pferdefleisch-Skandal nicht auf Lücken in der EU-Gesetzgebung zurück. „Bisher ist es eine Sache der Deklarierung“, sagte Borg am Mittwoch in Brüssel. „Das heißt nicht, dass es nicht ernst ist. (...) Jemand entlang der Lieferkette hat versucht, die europäischen Verbraucher zu täuschen.“

Die Grünen forderten Konsequenzen aus dem Skandal. Lange internationale Produktionsketten, die auf niedrige Preis ausgerichtet sind, seien ein Einfallstor für Betrug und Täuschung, sagte die verbraucherpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Nicole Maisch, am Mittwoch. Die Verbraucherorganisation Foodwatch forderte mehr Klarheit. Alle Testergebnisse sollten sofort veröffentlicht werden, ebenso die Namen aller Produkte des französischen Pferdefleisch-Verarbeiters Comigel, die im deutschen Einzelhandel verkauft würden.

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