Lebensmittelverschwendung EU-Staaten wollen Haltbarkeitsdatum für Nudeln abschaffen

Nudeln, Reis, Kaffee und andere lange haltbare Nahrungsmittel sollen künftig kein Mindesthaltbarkeitsdatum mehr bekommen. Das planen mehrere EU-Staaten

Deutschlands größte Lebensmittelhändler
Gute Zeiten für LebensmittelhändlerDie Lebensmittelhändler können größtenteils auf ein gutes Jahr zurückblicken. Bis auf wenige Ausnahmen verbuchten alle Unternehmen ein Umsatzwachstum - manche sogar im zweistelligen Bereich. Der Gesamtumsatz der zehn umsatzstärksten Händler in Deutschland lag bei rund 210 Milliarden Euro. Wobei ein Viertel davon allein auf den ersten Platz entfällt. Quelle: TradeDimensions, Lebensmittelhandel Deutschland 2014 Quelle: dpa
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Mehrere EU-Staaten wollen laut einem Zeitungsbericht im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung das Mindesthaltbarkeitsdatum für Nudeln, Reis, Kaffee und andere lange haltbare Nahrungsmittel abschaffen. Die Niederlande und Schweden hätten vorgeschlagen, die Liste der Lebensmittel auszuweiten, für die nach EU-Recht kein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben werden muss, Deutschland unterstütze den Vorstoß. Das berichtet die „Bild“-Zeitung (Samstag) unter Berufung auf ein Papier des EU-Rates für die Sitzung der EU-Landwirtschaftsminister an diesem Montag (19.5.) Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace fordern solche Maßnahmen seit längerem.

Nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland (HDE) könnte der Verpackungsaufdruck „Mindestens haltbar bis“ demnach künftig für Tee, Kaffee, Reis, trockene Pasta und Hartkäse entfallen. Bereits heute ist er für einige Lebensmittel wie Zucker, Salz oder Essig nicht erforderlich.

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„Das ist ein sinnvoller Schritt, um Lebensmittelabfälle zu verringern“, sagte HDE-Geschäftsführer Kai Falk der Zeitung. „Oft werden Lebensmittel einfach aus Unsicherheit weggeworfen. Viele Verbraucher verwechseln das Mindesthaltbarkeitsdatum mit dem Verfallsdatum.“ Allein in der EU werden dem Bericht zufolge jährlich 89 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen.

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