1. Startseite
  2. Technologie
  3. Umwelt
  4. Nachhaltig Wohnen: Autark unterwegs im Bio-Caravan

Nachhaltig WohnenAutark unterwegs im Bio-Caravan

Wer gern Zeit im Grünen verbringt, will nicht auf Chemieklo und knatternde Notstromaggregate angewiesen sein. Jetzt entdecken Konstrukteure von Wohnwagen den Trend zum nachhaltigen Bauen - mit ganz viel High Tech.Robert Habi 02.07.2015 - 06:00 Uhr

Futuristisch anzusehen: Die Ecocapsule. Das kleine Wohn-Ei ermöglicht über einen gewissen Zeitraum autarkes Leben.

Foto: WirtschaftsWoche

Die Kapsel stammt vom slowakischen Architekturbüro Nice Architects.

Foto: WirtschaftsWoche

Auf acht Quadratmetern kann man unabhängig wohnen. Möglich machen das Solarzellen auf dem Dach, ein eigenes Windrad sowie ein Wassertank, der Regen auffängt.

Foto: Presse

Im Innern findet sich alles, was man zum Leben braucht: Bett, Arbeitsplatz, Toilette, Dusche und Küche sind an Bord.

Foto: Presse

Der Wohnwagon des gleichnamigen österreichischen Handwerks-Start-ups bietet ein nachhaltiges Reiseerlebnis.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von wohnwagen.at

Foto: Presse

Von Innen bietet der energieautarke Wohnwagon charmanten Landhaus-Stil. Filter auf dem Dach sorgen für frisches Trinkwasser.

Foto: Presse

Im Wohnwagon lässt es sich auf 25 Quadratmetern grün leben: Es wurde konsequent auf giftige Lacke und dergleichen verzichtet, gearbeitet wurde stattdessen mit viel Holz und recycelten Rohstoffen.

Foto: Presse

Bio-Toilette, Wasseraufbereitung und Sonnenstrom ermöglichen unabhängiges Wohnen in einem geschlossenen Kreislauf.

Foto: Presse

Die Preise liegen zwischen 35.000 und 70.000 Euro - je nach gewünschter Ausstattung.

Foto: Presse

Der Camper ist sechs Meter lang und bis zu einer Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometern zugelassen.

Hier geht es zur zugehörigen Berichterstattung.

Foto: Presse

Eine Photovoltaikanlage liefert Strom, die Pflanzenkläranlage auf dem Dach reinigt Abwasser, Lehmputz an den Zimmerwänden sorgt für gesundes Wohnklima. Wer bei dieser Beschreibung an ein Ökohaus denkt, liegt richtig – und irrt doch. Denn der Wohnwagon der Wiener Unternehmer Theresa Steininger und Christian Frantal ist zwar eine Behausung, aber eine, die rollen kann.

Mit ihrem Start-up gleichen Namens haben die beiden Gründer das Konzept des nachhaltigen Wohnens erstmals konsequent auf einen Caravan übertragen.

Wer gern seine Wochenenden im Grünen verbringt, möchte nicht auf Chemieklo und knatternde Notstromaggregate angewiesen sein, war die Idee der beiden Gründer. Und ist am liebsten völlig autark. Ihr 25-Quadratmeter-Heim beweist, dass das funktioniert: Die Pflanzen auf dem Dach plus Zusatzfilter machen aus Regenwasser Trinkbares. Die Solarpanels laden Batterien im Wagenboden, deren Energie für vier Tage reicht. Und selbst das WC kompostiert seinen Inhalt selbstständig.

Fogo Island Inn

Das US-Magazin National Geographic hat weltweit 24 Hotels zusammengetragen, die ihren Gästen Luxus bieten und dennoch nachhaltig wirtschaften. Zu diesen 24 „Unique Lodges oft he World“ gehört auch das Fogo Island Inn in Neufundland, Kanada. Das Hotel mit seinen 29 Gästezimmern, Saunas, einem Kino und einer Bibliothek wurde vom lokalen Architekten Todd Saunders entworfen. Die Möbel und Einrichtungsgegenstände stammen von Handwerkern und Künstlern aus der Region. Die Idee hinter der Kombination aus moderner Architektur und traditionellem Interieur war es, die ländliche Kultur Kanadas zu bewahren und zu präsentieren.

Das Fogo Island Inn wurde von der kanadischen Wohltätigkeitsorganisation "Shorefast Foundation" ins Leben gerufen und wird als gemeinnützige Organisation geführt: Gewinne fließen der Gemeinde zu.

Foto: WirtschaftsWoche

Kapari Natural Resort

Auf dem griechischen Archipel Santorin befindet sich das Kapari Natural Resort, das von Rena and Takis Adamidis gegründet wurde. Das Paar renovierte die gut 300 Jahre alten Höhlenwohnungen, die in den Berg hineingeschlagen sind. Neben der Verwendung traditioneller Materialien sorgt das Kaspari durch smarte Technologien für Nachhaltigkeit: jedes der 14 Gästezimmer ist mit entsprechender Energiespartechnik ausgestattet, das Wasser für die Badezimmer wird mit einer geothermisch betriebenen Wärmepumpenheizung erwärmt.

Foto: WirtschaftsWoche

Kasbah du Toubkal

Das Kasbah du Toubkal liegt im Atlasgebirge Marokkos und wurde 1989 von zwei Briten gegründet. Das Hotel liegt im Herzen des Nationalparks von Toubkal, die Balkone und Terrassen der 14 Zimmer ragen über die Hochebenen, Plantagen, Felsen, Wasserfälle, und Schluchten hinaus. Im Kasbah von Toubkal arbeiten ausschließlich Menschen aus der Region, fünf Prozent der Gewinne des Hotels fließen in Einrichtungen und Projekte, die sich für die lokale Bevölkerung und den Schutz der Umwelt engagieren.

Foto: WirtschaftsWoche

Longitude 131˚

Das Longitude 131˚ in der Roten Wüste Australiens besteht aus 15 luxuriösen Segeltuchpavillons inklusive privaten Balkon mit Blick auf das Weltkulturerbe Uluru-Kata-Tjuta-Nationalpark. Die komplette Lodge ist in eine Sanddüne eingebettet.

Foto: WirtschaftsWoche

Nimmo Bay Wilderness Resort

Das Nimmo Bay Wilderness Resort im kanadischen British Columbia ist ebenfalls in seine Umgebung eingebettet und liegt direkt am Great-Bear-Regenwald. Erreichbar ist das Ressort per Helikopter oder über den Seeweg. Das 1980 eröffnete Ressort war eine der ersten Eco-Lodges der Welt und wird bis heute von ein und derselben Familie betrieben.

Ihre Energie bezieht die Lodge von einer Wasserturbine, die Angestellten stammen aus der Region, wie auch die Produkte, die in Nimmo Bay verarbeitet werden.

Foto: WirtschaftsWoche

Southern Ocean Lodge

Die Southern Ocean Lodge auf Kangaroo Island in Südaustralien liegt an einem zerklüfteten Teil der Küste des Südlichen Ozeans und bietet 21 luxuriöse Suiten sowie ein Restaurant mit Blick auf das Meer, Spa und Pools. Die Energie für die Lodge stammt von 225 Solar Panels auf dem Dach der Anlage.

Foto: WirtschaftsWoche

Three Camel Lodge

Die Three Camel Lodge liegt in der Wüste Gobi, vor den Toren Ulan Bators. Die Lodge, die aus 40 authentischen Jurten besteht, wird von mongolischen Nomadenfamilien geführt, die Touristen das Wüstenleben nahe bringen. Alle Lebensmittel werden in der Umgebung produziert, für Strom sorgen Solarzellen und Windräder. Die Abwässer werden für die Aufforstung genutzt.

Foto: WirtschaftsWoche

Tierra Atacama Hotel & Spa

Das Tierra Atacama Hotel & Spa liegt mitten in der Atacamawüste im Norden Chiles. Errichtet wurde die Lodge überwiegend mit Materialien aus der Gegend, auch die Designer und Handwerker kamen aus der Region. Die Anlage bietet 32 Gästezimmer mit Terrassen sowie ein Spa. Rund die Hälfte des Energiebedarfs der Anlage wird durch Solar Panels gespeist, Abwässer werden dazu verwendet, die hauseigenen Gärten zu bewässern.

Foto: WirtschaftsWoche

Tierra Patagonia Hotel & Spa

Ebenfalls in Chile, nämlich am Lake Sarmiento, liegt das Tierra Patagonia Hotel & Spa. Auch hier kamen Materialien und Handwerker aus der Region bei der Einrichtung des Hotels zum Einsatz. Das verwendete Lengaholz sowie das Design der Anlage sorgen für einen geringen Energiebedarf und einen geringen Wärmeverlust.

Die Lodge mit ihren 40 Luxuszimmern unterstützt außerdem eine Wiederaufforstungskampagne, die in Patagonien mindestens eine Million Bäume pflanzen will.

Foto: WirtschaftsWoche

Zhiwa Ling Hotel

Das Hotel Zhiwa Ling liegt etwas außerhalb von Paro und verbindet bhutanischen Stil mit modernsten Technologie. Das Hotel hat 45 Zimmer - Juniorsuiten, One-Bedroom-Suiten und die Royal-Raven-Suite - die aufwendig gestaltet und verziert sind. Das Hotel ist überall mit Fußbodenheizung ausgestattet. Design und Inneneinrichtung des Fünf-Sterne-Hauses sollen die Kultur Bhutans wiederspiegeln.

Gleichzeitig verfügt das Hotel über ein System zur Kompostierung der Küchenabfälle, ein Recyclingprogramm und ein System zur Wiederaufbereitung von Abwasser.

Foto: WirtschaftsWoche

Der Käufer des Biozirkuswagens entscheidet selbst, wie weit er die Unabhängigkeit von der Zivilisation treibt, wie viel edles Holz und Stoffe aus regionaler Herkunft er sich im Wohnraum wünscht – und wie viel er ausgeben will. 40.000 bis 90.000 Euro kostet das umweltfreundliche Mobilheim.

Zurück zur Natur: Mit warmer Dusche

Noch sind konsequent nachhaltige, autarke Mobilheime eine Nische im Caravan-Markt. Doch die Wiener sind nicht mehr allein. Das zeigt die Ecocapsule des slowakischen Architekturbüros Nice Architects. Das Ökoei aus Bratislava ermöglicht seinem Nutzer, ebenfalls über einen längeren Zeitraum autark zu leben. Wenn auch auf der nochmals komprimierten Fläche von nur acht Quadratmetern.

Flexible Möbel in den Wänden und Stauräume an der Außenwand lassen Platz zum radikal reduzierten Wohnen – inklusive Dusche und WC, Etagenbett und Kochnische. Das Windrad am Heck und die Solarzellen auf dem Dach liefern Energie. Auch für die Heizung im Wassertank, der Regen auffängt und filtert, sobald der an der stromlinienförmigen Außenhülle herabläuft.

Ab Jahresende wollen die Slowaken ihre autarke Kapsel zu Preisen von 25.000 bis 50.000 Euro vermarkten. Die erste Version kommt zum Transport noch auf einen Anhänger, doch eine rollfähige Version ist in Planung. Dann schafft das Ökoheim den Weg zurück zur Natur auf eigenen Rädern.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick