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Nachhaltigkeit 33 Tipps, wie Sie die Welt verbessern können

In unserer modernen Welt ist es nicht immer leicht darauf zu achten, etwas für das Klima oder eine nachhaltigere Welt zu tun. Dabei kann jeder Mensch im Alltag Kleinigkeiten tun, die einen großen Unterschied machen. Suchen Sie sich zehn aus, Sie werden sich besser fühlen.

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Welche Fische auf den Teller dürfen
Fische Quelle: dpa
Greenpeace Fisch-Einkaufsratgeber Quelle: dpa
Greenpeace Fisch-Einkaufsratgeber Quelle: dpa
Fischzucht Forellen und Störe Quelle: dpa/dpaweb
lachs Quelle: AP
Karpfen Quelle: AP
Dorade Quelle: dpa

In Deutschland – so scheint es – schert sich in seinem Alltag kaum einer so richtig um die steigenden CO2-Werte, die abschmelzenden Polkappen oder das drastische austrocknen ganze Landstriche in Afrika. Dramatische Bilder schockieren für einen Moment, dann lockt das neue Smartphone, die neue Klamotte oder der edle Käse von der Theke – auch wenn schon drei andere Sorten im Kühlschrank liegen.

Sich in dieser konsumgetrieben Welt machtlos zu fühlen, ist ganz normal. Niemand wird sich von vorne bis hinten der Umwelt zu Liebe umkrempeln. Doch ein paar Kleinigkeiten, die zum Teil sogar Geld sparen, kann jeder ändern. 33 Beispiele, wie Sie die Welt verbessern können.

Ernährung

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    1. Nachhaltig Fleisch essen

    85 Prozent der Deutschen essen nahezu jeden Tag Fleisch. Im Schnitt sind das pro Person vier Rinder, vier Schafe, zwölf Gänse, 37 Enten, 46 Schweine, 46 Puten und 945 Hühner über das ganze Leben verteilt. Vor allem der Transport von Futtermittel sorgt für gewaltige CO2-Ausstöße. Denn gerade preiswerte Futtermittel stammen oft aus Soja-Monokulturen, wie sie auf riesigen Feldern in Lateinamerika angebaut werden. Von hier werden Mastbetriebe auf der ganzen Welt versorgt – auch Bio-Höfe. Die Landwirte, die ihr Bio-Fleisch mit einem EG-Siegel ausstatten, dürfen bis zu 50 Prozent der Futtermittel aus ökologischer Erzeugung hinzukaufen. Biopark und Naturland verbieten den Einsatz von Soja als Futtermittel. Der Verband Neuland fordert keine ökologischen Futtermittel, jedoch müssen die Mittel zu 100 Prozent aus heimischer Produktion bezogen werden.

    2. Regional einkaufen

    Nicht nur beim Futtermittel lohnt sich der Blick auf die Transportwege. Auch Obst, Gemüse und Fisch legen oft hunderte Kilometer zurück, ehe die Waren im Supermarktregal landen. Statt Bananen und Ananas aus Ecuador greift der echte Weltenretter lieber zu Äpfeln aus dem Alten Land bei Hamburg. Aber Vorsicht: Der direkte Vergleich stimmt nur dann, wenn auch die Produktionsbedingungen berücksichtigt wurden, belegte das Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg im Zuge einer Studie. Die Forscher verglichen die Klimabilanzen von Salaten aus Deutschland und Spanien – bei der Produktion im Winter. Zur kalten Jahreszeit waren die beheizten deutschen Gewächshäuser deutlich ineffizienter als die spanischen Häuser. Und das so sehr, dass der Kohlendioxidausstoß durch die Fahrtstrecke ausgeglichen wurde.

    3. Auf die richtigen Siegel schauen

    Etliche Siegel auf Lebensmittelpackungen suggerieren dem Kunden, dass sie nachhaltige Produkte kaufen. Wirklich Verlass ist aber nur auf wenige. Ein Überblick:

    Aldi führt Vegetarier-Siegel ein
    Der Discounter Aldi Süd führt das vom Deutschen Vegetarierbund vergebene V-Label zur Kennzeichnung fleischloser Produkte ein. In einem ersten Schritt würden Produkte vom vegetarischen Würstchen über fleischlosen Aufschnitt bis zum gelatinefreien Fruchtgummi mit dem Label angeboten. Weitere Produkte würden in den kommenden Monaten folgen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Das V-Label solle Vegetariern und Veganern den Einkauf erleichtern, hieß es. Die Produkte würden dabei entsprechend ihrer Zutaten in vier Gruppen eingeteilt: vegetarisch, ohne Milch, ohne Ei und vegan, also ohne jegliche tierische Zutaten. Aldi ist nicht der einzige Discounter, der die Vegetarier als Kundengruppe entdeckt. Konkurrent Penny testet seit Mitte April mit der Marke „Vegafit“ erstmals Produkte für Vegetarier. Und auch andere Branchen sind auf den Label-Zug aufgesprungen... Quelle: obs
    Im April 2014 hatte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) angekündigt, in den kommenden Wochen einen Runden Tisch der deutschen Textilwirtschaft einzuberufen: "Wir bereiten gerade ein Textilsiegel vor, das für nachhaltig produzierte Kleidung stehen und noch in diesem Jahr eingeführt werden soll", sagte er der „Welt am Sonntag“. Deutschland wolle damit in Europa Vorreiter sein. Seine Kollegen in Frankreich und den Niederlanden hätten schon signalisiert, dass sie mitmachen wollten. Der Minister verlangt eine Selbstverpflichtung der Branche: „Wir brauchen soziale Standards, was Arbeitsschutz und Mindestlöhne betrifft. Aber auch ökologische Standards, etwa für Gerbereien, die mit aggressiven Chemikalien arbeiten.“ Er erwarte von der Textilbranche, dass sie für die gesamte Produktionskette vom Baumwollfeld bis zum Bügel die vereinbarten Standards garantiere. „Wenn das nicht auf freiwilliger Basis funktioniert, werden wir einen gesetzlichen Rahmen vorgeben“, sagte er. Allerdings halten nicht alle Siegel, was sie versprechen. Wofür die verschiedenen Biosiegel stehen. Quelle: dpa
    EU-Bio-Siegel und Deutsches Bio-SiegelMehr als 60.000 Produkte sind mit dem deutschen Biosiegel gekennzeichnet. Damit ist es nicht nur weit verbreitet, sondern auch sehr bekannt. Etwa 90 Prozent der Verbraucher kennen das Siegel, das 2001 eingeführt wurde. Für dieses sowie das EU-Bio-Siegel gelten die gleichen Richtlinien. Die EU-Richtlinien sind "Kann-Vorgaben", an die sich in der Regel allerdings auch gehalten wird. So dürfen nur fünf Prozent der Zutaten in den ausgezeichneten Produkten aus konventionellem Anbau stammen. Gentechnisch veränderte Organismen sind verboten, allerdings dürfen Zusatzstoffe, die entsprechend hergestellt wurden, weiter verwendet werden. Pestizide sind verboten, chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger allerdings erlaubt. Das Tierfutter in Mast- und Milchbetrieben sollte ökologisch erzeugt sein, allerdings dürfen die Betriebe Futtermittelzukaufen - sofern sie es dokumentieren. Die Tiere müssen so oft wie möglich Auslauf im Freien haben. Außerdem werden die Landwirte aufgefordert, kranke Tiere "bevorzugt" mit pflanzlichen oder homöopathischen Arzneimitteln zu behandeln. Eine nachhaltige Erzeugung - wie etwa darauf zu achten möglichst wenig Wasser zu verbrauchen - wird mit dem Siegel nicht kontrolliert. Die Überwachung des Systems funktioniert weitestgehend. Produkte mit dem Bio-Siegel entsprechen einem Bio-Mindeststandard. Quelle: Presse
    AlnaturaDie Eigenmarke vertreibt Produkte aus kontrolliert ökologischem Anbau im Einzelhandel sowie eigenen Bio-Supermärkten. Das Label baut ebenfalls auf der EU-Öko-Verordnung auf, geht allerdings zum Teil sogar noch darüber hinaus. So müssen zum Beispiel alle Zutaten aus ökologischem Anbau stammen. Außerdem lässt Alnatura seine Produkte zusätzlich auf Rückstände von Pestiziden und Schwermetallen untersuchen. Zusätzlich hat das Unternehmen eine Milchpreis-Initiative gestartet. Damit garantiert Alnatura seinen Bio-Landwirten einen festen Milchpreis von fast zehn Cent mehr pro Liter als konventionelle Milchbauern bekommen. Quelle: Presse
    Bioland1971 gegründet, ist Bioland mit mehr als 5400 Bauern der größte Anbauverband Deutschlands. Das Konzept basiert auf organisch-biologischer Landwirtschaft ohne Kunstdünger und Pestizide. Biosaatgut und die naturheilkundliche Behandlung von kranken Tieren sind vorgeschrieben. Insgesamt sind die Verbandsrichtlinien deutlich strenger als die der EU, da diese nicht auf weichen "Kann-Regelungen" beruhen. So dürfen die Bioland-Betriebe beispielsweise nicht parallel konventionellen Anbau betreiben. Außerdem schreibt der Verband für jede Tierart spezifische Haltungsbedingungen mit einer garantierten Auslaufzeit im Freien vor. Quelle: Presse
    DemeterDie Demeter-Landwirte beziehen sich auf das von Rudolf Steiner entwickelte „biologisch-dynamische Prinzip“ und sehen ihren Hof als ganzheitlichen Organismus. Nur streng kontrollierte Vertragspartner dürfen ihre Produkte mit dem Siegel kennzeichnen. Verzichtet wird auf synthetische Dünger, chemischen Pflanzenschutz und künstliche Zusatzstoffe in der Weiterverarbeitung. Demeter-Betriebe müssen komplett auf biologisch-dynamische Wirtschaftsweise umgestellt sein. Quelle: Presse
    NaturlandMit mehr als 55 000 Bauern ist Naturland global ausgerichtet. In Deutschland sind 2200 Bauern Mitglied. Der Verband vergibt sein Siegel auch für Ökoaquakulturen, Textilien, Imkerprodukte und Brauerzeugnisse. Die Kontrollen werden durch externe, staatlich zugelassene Stellen durchgeführt wie das Institut für Marktökologie (Imo) mit Sitz in der Schweiz und Niederlassungen in mehr als 70 Ländern. Quelle: Presse

    4. Weniger Lebensmittel wegschmeißen

    Am nachhaltigsten ist das bewusste Einkaufen. Immer noch werfen die Deutschen jedes achte Lebensmittel aus ihrem Kühlschrank weg. Das hat eine Studie der Universität Stuttgart ergeben. Anders gerechnet sind das pro Jahr 82 Kilogramm Lebensmittel pro Person. Auf die ganze Bundesrepublik hochgerechnet, ergibt das einen Berg von 6,7 Millionen Tonnen. Wer Lebensmittelabfälle reduziert, schont nicht nur die Umwelt, sondern kann auch richtig Geld sparen. Auf das gesamte Jahr gesehen, wandern pro Person Lebensmittel im Wert von rund 235  Euro in die Tonne. Verhindern lässt sich das, indem Verbraucher das Mindesthaltbarkeitsdatum wörtlich nimmt: „Mindestens haltbar bis“.

    Reisen, aber wie?

    So machen die Deutschen am liebsten Urlaub
    UrlaubskasseIhre Erholung ist den Deutschen einiges wert. So gab die Hälfte der Befragten in einer aktuellen Studie an, 2012 für ihren Urlaub bis zu 2000 Euro ausgegeben zu haben. Gut acht Prozent ließen es richtig krachen und gaben 5000 Euro und mehr aus. Quelle: Repräsentative Befragung des Onlineshopping-Portals mit Bonusprogramm "Webmiles" unter 1141 Nutzern Quelle: Fotolia
    UrlaubsartDie beliebteste Reiseart ist nach wie vor der Individualurlaub. Den wählten 60 Prozent der Befragten. Pauschalreisen nutzen ein gutes Drittel. Wellnessurlaub liegt mit knapp 18 Prozent der Nennungen auf Platz drei – übrigens auch bei den Männern. Quelle: dpa
    UrlaubsplanungGute Planung ist die halbe Erholung: 90 Prozent der Befragten wollen dieses Jahr Urlaub machen. Über 60 Prozent buchen den ein- bis zweiwöchigen Trip schon drei bis sechs Monate vorher. Männer nehmen sich übrigens häufiger als Frauen eine Auszeit von über drei Wochen. Quelle: dpa
    UnterkünfteZelt, Wohnwagen und Wohnmobil waren nur für knapp 4 Prozent der Befragten die bevorzugte Unterkunft, knapp ein Drittel bucht am liebsten kleine bis mittlere Hotels, fast ein Fünftel mag große Hotelanlagen. Ferienwohnung stehen mit fast 24 Prozent noch höher im Kurs. Quelle: Fotolia
    InformationssucheDie schönsten Strände, die coolsten Bars, die leckersten Restaurants: Vor der Reise nutzen 89 Prozent der Befragten das Internet, um sich über den nächsten Urlaub zu informieren. Frauen nutzen am liebsten Bewertungsportale wie z.B. Holiday Check oder Tripadvisor, bei Männern fällt die Wahl weniger klar aus, sie nutzen Suchmaschinen und Websites von Reiseanbietern in etwa demselben Umfang. Quelle: dpa
    Reiseplanung über das Internet Über 80 Prozent haben bereits eine Reise oder einen Reisebestandteil wie Mietwagen oder Hotel übers Internet gebucht. Dabei stellen sich Damen ihre An-, Abreise und Hotels lieber individuell zusammen, Männer bevorzugen Pauschalreisen. Quelle: obs
    BezahlungDie Kreditkarte ist mit über 55 % das beliebteste Zahlungsmittel bei Online-Buchungen. 30 Prozent nutzen aber auch noch die gute alte Überweisung. Quelle: dpa

    5. Nie alleine Auto fahren

    Etwa 12.000 Kilometer legt durchschnittlich jeder Deutsche im Jahr mit dem Auto zurück. Vor allem wer sein Fahrzeug alleine nutzt, senkt seine eigene Klimabilanz. Das Umweltbundesamt hat es im vergangenen Jahr vorgerechnet und dargelegt, welches Verkehrsmittel zur Personenbeförderung welche Abgase nach sich zieht. Platz eins belegte dabei der Reisebus, was vor allem auf die gute Auslastung der Sitzplätze von durchschnittlich 60 Prozent zurückzuführen ist. Beim Auto ist die Auslastung nicht im Ansatz so hoch, entsprechend schlecht ist die Klimabilanz. Also: Mitfahrer organisieren. Über Plattformen wie Mitfahrgelegenheit.de oder blablacar.de ist das ganz einfach möglich.   

    6. Bahn fahren

    Um auf die gleichen CO2-Emissionen wie ein Nahverkehrszug zu kommen, müsste ein Pkw mit mindestens drei Personen besetzt sein. Gerade wer viel unterwegs ist, hat vermutlich nicht viel Freude daran, sich für die Klimabilanz stetig neue Mitfahrer zu suchen. Hier lohnt das Bahnfahren. Insbesondere auf Langstrecken ist der Kohlendioxid-Ausstoß deutlich geringer als beim Autofahren oder gar beim Fliegen.

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      7. Auf Fernreisen verzichten

      Es gibt Fälle, da lässt sich der Flieger nicht vermeiden: bei beruflichen Reisen nach Übersee zum Beispiel. Aber muss auch privat jedes Jahr eine Fernreise sein? Wer darauf verzichtet, spart umgerechnet 4000 Kilogramm CO2 im Jahr, heißt es seitens des Instituts für Energie- und Umweltforschung. Und die Ostseeküste oder die Alpen sind doch auch mal schön.

      8. Einen Kurztrip streichen

      Ähnliches gilt für den Kurztrip. Billigfluglinien haben das Geschäft kräftig angekurbelt. Wer auf eine Reise von beispielsweise Köln nach Mallorca verzichtet, spart 720 Kilogramm CO2 ein.

      Stromverbrauch

      9. Auf einen Ökostromtarif umsteigen

      Die großen Stromkonzerne sowie kleinere Energieunternehmen bieten in ihrem Portfolio Ökostrom an. Während Ökostrom zum größten Teil aus Wind-, Wasser- oder Sonnenenergie besteht, werben nun auch viele Anbieter mit Ökogastarifen, die eine CO2-neutrale Lieferung von Erdgas garantieren. Doch Vorsicht bei der Auswahl! Die Kunden sollten darauf achten, dass der jeweilige Anbieter auch wirklich in den Ausbau der Ökostromanlagen investiert. Am besten lässt sich das über die Ökostrom-Zertifizierung des jeweiligen Tarifs prüfen. Ökogas-Anbieter sollten über Emissionszertifikate verfügen. Diese stellen sicher, dass die Unternehmen das CO2 ausgleichen sollen, das bei der Verbrennung von Erdgas entsteht. Gleichzeitig lohnt sich der Preisvergleich. Denn in vielen Fällen ist Ökostrom sogar noch günstiger als Atomstrom.

      10. Standby vermeiden

      Am sparsamsten ist, wer Strom nur verbraucht, wenn er auch wirklich gebraucht wird. Elektrogeräte nicht sinnlos im Standby-Modus laufen zu lassen, ist ein alter Trick. Denn jedes unnötige Watt Stand-by-Leistung kostet derzeit jährlich etwa 2,10 Euro (angenommener Strompreis von 26 Cent pro Kilowattstunde). Dabei helfen Mehrfachsteckdosen mit einem Schalter, der auf Knopfdruck alle angeschlossenen Geräte vom Stromnetz nimmt. Eine andere Lösung sind Vorschaltgeräte, die die Elektronik nach einer bestimmten Zeit automatisch vom Netz nehmen.

      Strom sparen, heißt Geld sparen

      11. Sparsam die Wäsche trocknen

      Die Wäscheklammer bleibt die sparsamste Lösung, wenn es ums Wäschetrocknen geht. Elektronische Wäschetrockner brauchen etwa sechs Mal so viel Energie wie ein Waschgang bei 30 Grad Celsius. Vor allem die Wasserverdunstung kostet sehr viel Strom. Doch nicht jeder liebt den Anblick eines Wäscheständers in der Wohnung. Etwa eine Millionen Wäschetrockner werden jährlich in Deutschland verkauft. Eine Alternative zum gängigen Kondenstrockner ist ein Wärmepumpentrockner. Die Programmlaufzeiten sind je nach Gerät etwa zehn bis 20 Minuten länger, doch die Anschlussleistung ist mit 1200 bis 1500 Watt nur halb so hoch. Das entlastet den Stromkreis, erlaubt es aber dennoch nicht, Waschmaschine und Trockner zeitgleich an einem Stromkreis zu betreiben. Durch die Technik kann lassen sich – je nach Modell – zum Teil mehr als 50 Prozent Strom sparen, im Vergleich zum Einsatz guter Geräten mit herkömmlicher Technologie. Nachteile des Wärmepumpentrockners: Sie sind lauter als normale Trockner und deutlich teurer. Die Geräte sind ab etwa 750 Euro erhältlich. Kondenstrockner bekommen Kunden bereits ab etwa 350 Euro.

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        12. Energiesparlampen nutzen

        Licht ist ein großer Stromfresser. Bis zu 40 Euro kostet die unnötige Beleuchtung von Räumen pro Jahr. Oft hilft es schon, beim Verlassen eines Raumes auch das Licht auszumachen. Wenn das Licht brennt, sollte auf Energiesparlampen setzen. Denn vor allem herkömmliche Glühbirnen fressen viel Energie. Der Grund: 90 Prozent der Energie wird von diesen Leuchten nicht in Licht sondern in Wärme umgewandelt. Anders sieht es bei Energiesparlampen aus. Sie verbrauchen etwa 15 Prozent weniger Strom. Am sparsamsten sind LED-Lampen, die besonders viel Licht aus wenig Strom erzeugen. Welche neuen Leuchtmittel es gibt:

        Das sind die neuen Super-Lampen
        Philips: HueDie Niederländer machen Licht zum Lifestyle-Produkt: Ihre LED-Lampen sind funkvernetzt und lassen sich zu Hause oder aus dem Netz per Handy in Farbe und Helligkeit steuern. Freie Entwickler bieten online Zusatz-Apps an, mit denen die Lampen zur Lichtorgel oder zum Wecker mutieren. Preis: Set 200, einzeln 60 Euro Quelle: Presse
        Toshiba: E-Core LED FloodlightModerne Halogenmetalldampflampen für die Außenbeleuchtung sind zwar ähnlich effizient wie LED-Strahler. Dafür liefern Modelle wie dieses von Toshiba sofort nach dem Einschalten volle Helligkeit, und sie haben eine bis zu doppelt so lange Lebensdauer. Preis: noch offen Quelle: Presse
        Samsung: LED-BirneTrotz nur gut elf Watt Leistungsaufnahme liefern diese Leuchten eine Lichtausbeute, die der herkömmlicher 60-Watt-Glühbirnen entspricht – bei etwa 40-facher Lebensdauer. Mit dem etablierten E27-Sockel passen diese „Retrofit“ genannten Lampen in herkömmliche Schraubgewinde. Preis: rund 20 Euro Quelle: Presse
        Lumixon: Alu Line LEDObwohl in Bauform und Helligkeit einer 50-Watt-Halogen-Hochvolt-Lampe vergleichbar, hat der LED-Strahler mit E14-Gewinde nur eine Leistungsaufnahme von knapp vier Watt. Das stark fokussierte LED-Licht wird durch eine Milchglasscheibe gestreut. Preis: rund 13 Euro Quelle: Presse
        Osram: SpotlightOptimales Kunstlicht für die Kunst im Münchner Lenbachhaus – mit dieser Vorgabe hat Osram diesen dimmbaren Deckenstrahler entwickelt, der rund 100 Lichtfarben zwischen Warm- und Kaltweiß erzeugt und so Kunstwerke im Tagesverlauf optimal beleuchtet. Preis: Projektgeschäft Quelle: Presse
        LG: LED-RöhreLED-Retrofits gibt es nicht nur für Schraubgewinde, sondern auch für Leuchtstoffröhen. Und obwohl schon die wesentlich effzienter sind als Glühlampen, arbeiten die mit warm- oder kaltweißem Licht erhältlichen Licht-Chips nochmals um bis zu 50 Prozent sparsamer. Preis: 70–80 Euro, nach Stärke Quelle: Presse

        13. Energiesparkühlschrank (A++) kaufen

        Die sogenannte Energieeffizienzklasse ist beim Kauf eines Kühlschranks ein wichtiges Thema. Moderne Energiesparkühlschränke können für eine Stromkosten-Ersparnis von über 100 Euro im Jahr sorgen. Seit 2010 zeigt ein Label der EU die erweiterten Effizienzklassen A+, A++ und A+++ an. Die Klasse A+++ hat den mit Abstand niedrigsten Stromverbrauch. Vom Kauf eines Gerätes, das nicht mindestens die Klasse A hat, raten Experten ab. Bereits nach wenigen Jahren hat sich die Investition in das sparsamere Gerät amortisiert.

        14. Klimaanlage täglich auch mal ausschalten

        Klimaanlagen sind wahre Stromfresser. Ein durchschnittlich großes Raumklimagerät verursacht etwa 46 Euro Stromkosten im Monat – also etwa soviel wie eine Kühl-Gefrier-Kombination. Daher ist es sinnvoll, das Gerät nicht den ganzen Tag laufen zu lassen. Lieber das Schlafzimmer vor dem Schlafengehen vorkühlen und dann die Klimaanlage ausschalten. Nachts einfach die Fenster geöffnet lassen. Außerdem sollten gerade im Sommer die Jalousien tagsüber geschlossen bleiben, damit sich die Räume nicht so stark aufheizen.

        15. E-Herd gegen Gasherd austauschen

        Hobbyköche befürworten ja sowieso den Gasherd, weil er die Pfannen und Töpfe schneller erhitzt. Doch es gibt noch einen Grund vom Elektroherd auf Gas umzusteigen. Laut Berechnungen des Instituts für Energie- und Umweltforschung kann so der Ausstoß von durchschnittlich 250 Kilogramm Kohlendioxid im Jahr vermieden werden.

        Beim Heizen geizen

        Tipps zum Sparen von Heizkosten
        Heiztemperatur richtig wählen Quelle: dpa
        Temperaturabsenkung bei Abwesenheit Quelle: dpa
        Türen, Fenster und Rolllädenkasten abdichten Quelle: dapd
        Heizkörper entlüften Quelle: Ewald Fröch - Fotolia.com
        Gerade der Brenner von Heizungsanlagen – gemeinhin Heizkessel genannt – muss regelmäßig eingestellt werden, Quelle: Kadmy - Fotolia.com
        Heizkörper frei lassen, zur Wand isolieren Quelle: dpa
        Thermostat digitale Temperaturregelung Quelle: sugar0607 - Fotolia.com

        16. Wand hinter den Heizkörpern isolieren

        Heizungen, die an der Wand angebracht sind, erwärmen diese stark mit. Handelt es sich um eine Außenwand oder die Wand zu einem Raum, der gar nicht beheizt werden soll, geht viel Energie verloren. Vor allem gilt dies für ungedämmte Häuser. Ein Teil - etwa fünf bis zehn Prozent - der Energie lässt sich ganz einfach sparen. Im Handel sind Isolierfolien erhältlich, mit denen sich die Wand hinter den Heizkörpern dämmen lässt. Bei dem Material handelt es sich meist um einen Millimeter dicken Dämmstoff, der mir einer Aluminiumfolie beschichtet ist. Laut Berechnungen des Instituts für Energie- und Umweltforschung können dabei bis zu 430 Kilogramm CO2 im Jahr eingespart werden.

        17. Kellerdecke und Dach dämmen

        Um die Heizkosten im Eigenheim zu senken, lohnt sich eine gute Isolierung. Vor allem das Dach und auch die Kellerdecke sollten gut gedämmt werden. Wird zum Beispiel ein Haus aus dem Jahr 1955 mit einer Kellerdeckenfläche von 100 Quadratmetern mit einer Mineraldämmplatte bestückt, spart der Eigentümer etwa 320 Euro im Jahr. Kritischer zu sehen sind großflächige Fassadendämmungen. Lesen Sie hier warum.

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          18. Türen und Fenster besser abdichten

          An Fenster und Türrahmen kann sehr viel Wärme entweichen – Experten gehen von bis zu 27 Prozent der zum Heizen verbrauchten Energie aus. Damit das nicht passiert, sollten Fenster und Türrahmen stets gut abgedichtet sein. Um zu testen, wie es im eigenen Haushalt bestellt ist, gibt es einen einfach Trick: einfach eine Kerze an den Rahmen halten. Flackert das Licht, ist der Rahmen undicht und kalte Luft von außen kann eindringen. Für die Dichtung müssen nicht in jedem Fall gleich neue Rahmen her. Im Baumarkt sind Dichtungsstreifen erhältlich, die Abhilfe schaffen.

          19. Räume herunterkühlen

          Nicht immer ist sofort aufwändiges Dämmen nötig. An eine niedrigere Raumtemperatur kann man sich auch ganz einfach gewöhnen. Einfach den Thermostat ein wenig herunter drehen, in der Woche darauf noch ein bisschen. So wird kaum bemerkt, dass sich die Temperatur im Zimmer verändert. Der Vorteil: Jedes Grad niedrigere Raumtemperatur spart sechs Prozent Heizenergie, und damit umgerechnet etwa sechs Prozent Kohlendioxid. Aber Vorsicht: Zu kalt sollte die Wohnung auch nicht werden, damit sich kein Schimmel an den Wänden bildet. 18 bis 21 Grad Celsius ist laut Gebäudeexperten die perfekte Raumtemperatur, im Schlafzimmer darf es auch gerne etwas kälter sein.

          20. Thermostat für Heizanlage einbauen

          Thermostate für die Heizanlagen einzubauen, ist ein Energiespartipp seit den 50er Jahren. So alt sind auch immernoch einige Drehköpfe an den Heizungen. Das Portal CO2online geht davon aus, dass etwa 150 Millionen Thermostate in Deutschland 20 Jahre oder älter sind. Diese Auszutauschen macht Sinn. Nach Angaben der Stiftung Warentest lassen sich mit neuen, nicht programmierbaren Thermostaten etwa zehn Prozent der Heizkosten einsparen. Bundesweit könnten durch einen Austausch also etwa Mehrkosten für Mieter und Hausbesitzer von einer Milliarde Euro eingespart werden.

          21. Neue Heizungsanlage einbauen

          Kaum eine Investition lohnt sich so wie der Einbau einer neuen Heizungsanlage. Um bis zu 35 Prozent fallen die Heizkosten dank der neuen Brennwertheizungen, die durch Wärmerückgewinnung der Verbrennung von Öl oder Gas effizienter arbeiten.

          Im Büro und im Auto

          Apps und Dienste für ein papierloses Arbeiten
          Logo von Evernote Quelle: Presse
          DropboxDropbox installiert Ordner auf unterschiedlichen Rechnern und hält sie über das Internet synchron. ( iOS, Android) Quelle: Presse
          Google DocsGoogle Docs ist das für den Privatgebrauch kostenlose Bürosoftwarepaket von Google. Die Dokumente liegen im Netz und können daher vom Computer, Smartphone oder Tablet bearbeitet werden – bei Bedarf auch von mehreren Anwendern gleichzeitig. Microsoft bietet mit Skydrive eine ähnliche Lösung. Quelle: Screenshot
          PenultimatePenultimate ist eine Notizbuch-App fürs Tablet, die sämtliche digitalen Mitschriften bei Evernote hinterlegt. (Kostenlos, iOS). Ähnliche Funktionen bietet Bamboo. ( iOS, Android, kostenlos) Quelle: Screenshot
          NotabilityNotability ist eine Notizbuch-App, die zugleich Gespräche aufzeichnet. Später können Nutzer per Klick auf Textstellen hören, was zu der fraglichen Zeit im Gespräch gesagt wurde. (1,79 Euro, iOS) Quelle: Screenshot
          PDFpenPDFpen ermöglicht es, auf dem iPad handschriftliche Anmerkungen in PDF-Dokumenten zu machen und Verträge zu unterzeichnen. (14,99 Euro, iOS). Ähnliches für Android-Geräte bietet ezPDF Reader ( Android, iOS, 3,20 Euro). Wer nur eine App zum Unterschreiben von Dokumenten sucht, sollte das kostenlose Adobe- Programm EchoSign ( iOS) ausprobieren. Quelle: Presse
          SketchBookSketchBook ist ein gutes Zeichenprogramm. ( iOS, Android, 4,49 Euro) Quelle: Screenshot

          22. Papierberge im Büro vermeiden

          Viel zu schnell drucken wir Tagespläne, E-Mails oder Todo-Listen aus. Der Papierverbrauch in Deutschland ist mit 244 Kilogramm im Jahr pro Person so hoch wie nirgendwo sonst auf der Welt. Dabei gibt es heutzutage dank Tablets und Smartphones jede Menge Alternativen. Lesen Sie dazu den Selbstversuch der WirtschaftsWoche mit vielen hilfreichen Tipps:

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            23. Plastik-Flaschen und Pappbecher vermeiden

            Schnell ist der Kaffee auf die Hand im Pappbecher oder die Plastikflasche mit Mineralwasser gekauft. Dabei sind viele Coffee-Shops durchaus bereit, den Milchkaffee direkt in den mitgebrachten Becher zu füllen. Und auch die Plastikflasche mit Mineralwasser ist nicht nötig. In Deutschland ist das Wasser aus der Leitung überall trinkbar. So erfüllt auch eine Karaffe am Platz ihren Zweck.

            Im Auto

            Wie viel Sprit Ihr Auto wirklich schluckt
            Erschütterndes TestergebnisVon den 91 geprüften Fahrzeugen lag der im Unterschied zu den Herstellerangaben festgestellte Mehrverbrauch bei 55 Wagen teils deutlich über der Marke von zehn Prozent. Diese Grenze muss laut herrschender Rechtsprechung überschritten werden, wenn der Autokaufvertrag erfolgreich angefochten werden soll. Voraussetzung dafür ist in aller Regel auch das Gutachten eines anerkannten Sachverständigen, der die besagte Verbrauchsdifferenz bestätigen muss. Die Bildergalerie zeigt die Testergebnisse ausgewählter Fahrzeuge: Die erste Ziffer gibt immer den Spritverbrauch laut Hersteller an. Die zweite den tatsächlichen Verbrauch im Rahmen des ACE-Tests. Quelle: dapd
            Ford FocusFocus 1.6 Ti-VCT: Werksangabe: 6,6 Liter Super - ACE-Test: 7,9 Liter Focus 1.6 TDCi TREND: Werksangabe: 5,1 Liter Diesel - ACE-Test: 5,2 Liter Focus 2.0 TDCi: Werksangabe 4,9 Liter Diesel - ACE-Test 5,1 Liter Quelle: obs
            Opel CorsaCorsa 1.7 CDTI Cosmo: Werksangabe: 4,8 Liter Diesel - ACE-Test: 5 Liter Quelle: obs
            Audi Q3Q3 2.0 TDI Quattro S tronic: Werksverbrauch: 5,9 Liter Diesel - ACE-Test: 7,9 Liter Quelle: obs
            Audi A4 A4 1.8 TFSI: Werksangabe: 7,1 Liter Super - ACE-Test: 8,1 Liter A4 2.7 TDI Avant Multitronic: 6,4 Liter Diesel - ACE-Test; 6,5 Liter Quelle: obs
            Audi A6 AvantA6 Avant 2.0 TDI: Werksangabe: 5,8 Liter Diesel - ACE-Test: 6,7 Liter A6 Avant 3.0 TDI quattro: Werksangabe: 5,8 Liter Diesel - ACE-Test: 6,9 Liter Quelle: obs
            Škoda RapidRapid 1.9 TDI: Werksangabe: 4,4 Liter Diesel - ACE-Test: 4,6 Liter Quelle: dpa

            24. Langsamer Fahren

            Vor allem der Gasfuß kostet jede Menge Treibstoff. Ein einfacher Weg Ressourcen zu sparen: einfach öfter mal auf Sonntags-Fahrer-Modus umzuschalten.

            25. Reifendruck kontrollieren

            Die Bedeutung des Reifen-Luftdrucks wird immer noch von vielen Autofahrern unterschätzt, heißt es seitens des ADAC. Ist zu wenig Luft im Reifen, steigt der Verschleiß und auch der Bremsweg erhöht sich. Vor allem aber wirkt sich der zu geringe Druck auf den Kraftstoffverbrauch aus. Ist der Reifendruck zum 0,2 bar zu niedrig, macht sich das sofort mit einem Mehrverbrauch von einem Prozent bemerkbar.

            26. Vorausschauend Auto fahren, früh schalten

            Wer vorausschauend Auto fährt, kann jede Menge Sprit sparen. Ein Beispiel: Vor einer roten Ampel frühzeitig vom Gas gehen und die Bremswirkung des Motors ausnutzen, in dem nicht ausgekuppelt wird. Moderne Fahrzeuge sind sogar mit einer sogenannten Schubabschaltung ausgerüstet. Die Technik unterbricht die Treibstoffzufuhr, so dass tatsächlich nicht ein Tropfen Kraftstoff verbraucht wird. Auch das konsequente Schalten in einen früheren Gang bei etwa 2000 Umdrehungen spart Sprit, da der Motor so mit seinem besten Wirkungsgrad arbeitet. Außerdem lohnt es sich schon bei kürzesten Wartezeiten – zum Beispiel an der Ampel – den Motor auszuschalten. Zehn bis zwanzig Sekunden reichen schon aus.

            Wasser, Auto, Kleidung und Elektroschrott

            Das sollten Sie über Wasser wissen
            2010 erklärten die Vereinten Nationen sauberes Trinkwasser zu einem Menschenrecht. Quelle: dpa
            Der Mensch besteht aus WasserJe nach Alter, Geschlecht und Kondition besteht der Mensch zu etwa 60 Prozent aus Wasser. Ohne zu trinken, überlebt er nur wenige Tage. Quelle: imago images
            Knapp drei Viertel der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Experten warnen, dass der Klimawandel den Meeresspiegel steigen lässt. Quelle: dpa
            „Rokko No Mizu“ heißt das teuerste Mineralwasser, das weltweit verkauft wird. Quelle: dpa/dpaweb
            Mehr als die Hälfte der weltweit verwendbaren Süßwasservorkommen finden sich laut der Umweltorganisation WWF in gerade einmal neun Ländern Quelle: AP
            Indien hat die meisten Menschen ohne Zugang zu sauberem Wasser Quelle: dpa
            Krankheitserreger im Trinkwasser verursachen jährlich den Tod von mehr als 1,5 Millionen Kindern. Quelle: dpa

            27. Richtig waschen

            Allzu schnell ist die Waschmaschine nur halbvoll mit Kleidung beladen – eine Verschwendung für Wasser und Strom. Im Normalwaschgang kann die Trommel voll beladen werden. Bei den Waschgängen "Pflegeleicht" und "Feinwäsche" sollte die Maschine mindestens halbvoll sein.

            28. Wasser sparen am Wasserhahn

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              Ein Klassiker der Verschwendung ist es, den Wasserhahn unnötig laufen zu lassen – beim Zähneputzen zum Beispiel. Doch selbst beim Waschen unter dem Hahn laufen etwa zehn bis 15 Liter in der Minute zum Großteil ungenutzt in den Abfluss. Wer die Menge reduzieren möchte, sollte dafür sorgen, dass das Wasser nicht so schnell aus dem Hahn fließt. Durch den Einbau von Wassersparern kann der Durchfluss bei Handwaschbecken auf sechs Liter

              29. Duschen statt Baden

              Wer ein Vollbad in einer Wanne nimmt, verbraucht etwa 140 Liter Wasser. Beim Duschen fließen etwa 20 Liter Wasser pro Minute durch die Leitung. Der BUND hat vorgerechnet, dass bei dem Verzicht aufs Bad ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt über 300 Euro im Jahr an Energie- und Wasserkosten sparen kann.

              30. Nachhaltige Kleidung kaufen

              Sehr schnell wird zum billig-produzierten Pullover gegriffen. Dabei gibt es inzwischen jede Menge Alternativen. Marken wie unter anderem Continental Clothing, Bleed, Manomama und Natural World bieten fair produzierte Kleidung an. Weitere Shops hat das Portal fair-trade-kleidung.com aufgelistet. Hohe Qualitätsstandards bietet auch die Fairwair-Foundation, dessen Logo sich aber noch nicht über all in den Textilgeschäften durchgesetzt hat. Grundsätzlich gilt: Schauen Sie genau hin, welcher Hersteller wo und wie produzieren lässt.

              31. Weniger shoppen, Kleidung länger tragen

              Wegwerfen und Neukaufen ist an der Tagesordnung: Der durchschnittliche Europäer verbraucht im Jahr 20 Kilogramm Textilien, der Amerikaner sogar 35, schreibt Textil-Experte Andreas Engelhardt in seinem Buch Schwarzbuch Baumwolle. Allzu oft landet durchaus noch tragbare Kleidung einfach im Müll. Wer gewisse Kleidungsstücke aus modischen Gründen nicht mehr tragen mag, sollte sie dennoch nicht einfach wegwerfen. Alternativen sind die Altkleidersammelstellen, der Kleidermarkt und die Oxfam-Shops. Bei den Altkleidersammelstellen ist allerdings Vorsicht geboten: Nach Informationen der Bild-Zeitung stellen immer häufiger Betrüger illegale Container auf. Angeblich sind fast 40 Prozent der Container in Deutschland nicht legal aufgestellt.

              Umwelt



              32. Elektroschrott richtig entsorgen

              Ausgediente Elektrogeräte gehören grundsätzlich nicht in den Hausmüll. Seit Anfang 2013 gilt aufgrund eines EU-Beschlusses: Kleine Geräte – wie MP3-Player, Rasierer oder Handys – müssen von den Großhändlern zurück genommen und selbst ins Recycling gegeben werden. Auf diesem Weg können die in den Geräten wertvollen Edelmetalle effektiver wiederverwertet werden. Große Elektrogeräte müssen die Verbraucher selbständig zum Recyclinghof bringen.

              33. Spenden, aber richtig

              Der Spendenmarkt ist unübersichtlich. Allein in Deutschland gibt es etwa 640.000 Vereine, 50.000 Selbsthilfegruppen und 15.000 Stiftungen. Woher soll der willige Spender wissen, wo das Geld richtig aufgehoben ist? Eine Orientierung kann das Siegel des DZI angesehen werden, der meist an große internationale Organisationen vergeben wird. Doch auch kleine Organisationen ohne „Spenden-TÜV“ leisten oft gute Arbeit – direkt, vor Ort, von Mensch zu Mensch. Ein genauer Blick lohnt sich also. (Das rät der Deutsche Spendenrat).

              Jetzt sind wir gespannt! Was tun Sie für eine bessere Umwelt? Welche Maßnahmen halten Sie für sinnvoll und welche für überflüssig? Schreiben Sie uns unter diesem Text oder auf Facebook. Oder machen Sie bei unserer großen Aktion "Weltenretter" mit. Wir suchen die besten Beispiele, wie im Kleinen nachhaltig gelebt oder gewirtschaftet. Sie erzeugen Ihren eigenen Strom? Verpflegen sich komplett selbst? Dann schreiben Sie uns! Gerne auch mit Foto! Die spannendsten Weltenretter-Projekte veröffentlichen wir hier auf WirtschaftsWoche Online.

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              Das aktuelle Heft "WiWo Green Economy" ist hier erhältlich.

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