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Piloten schlagen Alarm Ozon sorgt für dicke Luft im Flugzeug

Schützen deutsche Fluglinien Besatzungen und Fluggäste auf Kurz- und Mittelstrecken nicht ausreichend vor dem schädlichen Gas Ozon? Die Pilotenvereinigung Cockpit wirft vielen Airlines vor, die Gesundheit der Reisenden zu gefährden, um Geld zu sparen.

Die weltbesten Fluglinien
Die First Class in einem A340 von Emirates Quelle: AP
Ein Flugzeug der Turkisch Airlines Quelle: REUTERS
Eine Frau beim Check in bei Qantas Quelle: Presse
Zwei Flugzeuge der Air New Zealand Quelle: AP
Ein Flugzeug von Etihad Airways Quelle: AP
Flugzeuge von Thai Airways Quelle: REUTERS
Ein Paar in der First Class der Cathay Pacific Airways Quelle: Presse

Die Pilotenvereinigung Cockpit (VC) warnt vor der Ozonbelastung in der Atemluft vieler Flugzeuge. Große Teile der deutschen Kurz- und Mittelstreckenflotten nahezu aller großen Fluggesellschaften seien von dem Problem betroffen, zitiert die „Welt am Sonntag“ aus einer internen VC-Mitteilung, die auch NDR Info und der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Das Gas Ozon kann Lungen und Atemwege reizen und etwa Kopfschmerzen oder Entzündungen verursachen. Zudem besteht der Verdacht, dass es krebserregend ist.

Die Airlines hätten bereits vor fünf Jahren zugesichert, ihre Maschinen kurzfristig mit sogenannten Ozon-Konvertern nachzurüsten und neue Maschinen damit ausstatten zu lassen. Dies sei aber nicht der Fall, heißt es in dem Schreiben. „Teilweise komplette Flotten“ besäßen keine Ozon-Konverter. Auf nahezu allen Langstreckenflügen bestehe das Problem nicht, weil der Einflug in den Luftraum der USA ohne die Ozon-Umwandler nicht gestattet sei.

Die größten Flughäfen der Welt
Hongkong International Airport Chek Lap Kok (HKG) Quelle: REUTERS
Frankfurt Rhein-Main (FRA) Quelle: dpa
Airport Dallas/Fort Worth Quelle: AP
Paris-Charles-de-Gaulle Quelle: dpa
Los Angeles International Airport (LAX) Quelle: AP
Airport Tokio-Haneda (HND) Quelle: dpa
Airport Chicago O'Hare (ORD) Quelle: AP


Die Konverter würden laut Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg offenbar nicht eingebaut, weil sie gesetzlich nicht vorgeschrieben seien. Er wirft den Fluggesellschaften vor, Geld sparen zu wollen, wie die Zeitung weiter schreibt.
Eine Lufthansa-Sprecherin sagte am Sonntag auf Anfrage, alle neuen Airbus-Maschinen der Lufthansa vom Typ A320 seien von Werk aus mit Ozonfiltern ausgestattet, die bereits eingesetzten würden nachgerüstet. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft teilte auf Anfrage mit, Ozon trete in höherer Konzentration vor allem in größerer Höhe auf. Deshalb seien die auf Langstrecken eingesetzten Maschinen aller deutschen Fluggesellschaften mit Ozon-Konvertern ausgestattet. „Die deutschen Fluggesellschaften halten sich grundsätzlich an alle Betriebsvorschriften“, betonte der Verband in einer Mitteilung.

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Brigitte Zypries, Mitglied im Kompetenzteam von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, forderte Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) zum Handeln auf. „Es darf nicht sein, dass Passagiere und Besatzungen in deutschen Flugzeugen mit potenziell krebserregendem Ozon belastet werden, nur weil die Airlines Geld sparen wollen. Die Bundesregierung muss endlich aktiv werden und eine gesetzliche Regelung auf den Weg bringen.“
Probleme mit der Kabinenluft waren in der Vergangenheit immer wieder Thema, jedoch ging es dabei meist um in die Kabine gelangte Dämpfe von Öl oder Enteisungsmitteln.

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