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Robert Laughlin "Klimaschutz ist eine Sache für die Ewigkeit"

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Keine Chance für Elektroautos

Elektroautos, die zu haben sind
VW e-Up! Quelle: Volkswagen
Porsche Panamera S E Hybrid Quelle: Porsche
Renault FluenceMarke: Renault Modell: Fluence Preis: ca. 25.950 Euro plus Batteriemiete von 79 €/Monat Reichweite (in km): 185 km Leistung (kw/PS): 70kW/95 PS Quelle: Presse
Mercedes SLS ed Quelle: Daimler
Renault TwizyMit futuristischem Design und ohne echte Türen kommt der Twizy daher. Der Zweisitzer ist besonders klein und wendig und für den Stadtverkehr konzipiert. Er kann an jeder Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Marke: Renault Modell: Twizy Urban Grundpreis (inkl. MwSt): ab 6990 Euro, zusätzlich fallen mindestens 50 Euro Batteriemiete pro Monat an Reichweite (in km): 100 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 80 Stromverbrauch (kWh/100km): 6,3 Quelle: dapd
Smart ed Quelle: Daimler
Kangoo RapidDer Elektro-Kangoo soll den städtischen Lieferverkehr sauberer und leiser machen. Er bietet mit bis zu 3,5 Kubikmetern Laderaum soviel Platz wie sein konventioneller Dieselbruder. Das ist möglich, weil die Batterien im doppelten Ladeboden verschwinden. Mit 60 PS ist der Elektro-Kangoo ausreichend schnell.   Marke: Renault Modell: Kangoo Rapid Z.E. Grundpreis (inkl. MwSt): 15.100 (+ 86 Euro monatlich fürs Batterie-Leasing) Reichweite (in km): 160 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 130 Stromverbrauch (kWh/100km): nicht bekannt Quelle: Presse

Sie bevorzugen Treibstoffe auf Basis von Pflanzen und Algen und halten wenig von Wasserstoff. Warum?

Weil Kraftstoff auf Kohlenstoffbasis der beste Weg ist, um auf verhältnismäßig kleinem Raum und mit wenig Gewicht eine große Menge an Energie zu speichern – deren Abgabe wir zudem gut kontrollieren können. Und das ohne die ständige Gefahr, dass uns die Sache um die Ohren fliegt. Wasserstoff ist zwar leicht, aber wegen der Explosionsgefahr problematisch. Ich werde mich jedenfalls nicht in ein mit Wasserstoff angetriebenes Flugzeug setzen. Wasserstoffautos sind außerdem zu kompliziert.

Und was ist mit Elektroautos?

Die werden sich nicht durchsetzen. Und zwar aus Umweltschutzgründen. Batterien enthalten giftige Metalle. Je mehr wir davon haben, umso größer wird das Entsorgungsproblem. Es wird sich eine riesige Debatte um die Umweltgefahren von Batterien entzünden. Die wird meiner Meinung nach das Ende der elektrischen Fahrzeugindustrie einläuten.

In Ihrem Buch argumentieren Sie, dass alternative Energiequellen keine Chance im Wettbewerb haben, solange sie mit fossilen Brennstoffen konkurrieren müssen.

Jeder, der sich mit Wirtschaft beschäftigt, ist sich darüber im Klaren: Kohle, Öl und Gas sind derzeit die günstigsten Energiequellen. Niemand will zu viel bezahlen, und jeder versucht, seine Kosten zu reduzieren, um im Wettbewerb bestehen zu können.

Der Staat könnte wie in Deutschland den Vorrang für Erneuerbare vorschreiben.

Gesetze, die das Kostenprinzip umkehren wollen, sind problematisch. Sie machen uns alle ärmer. Wenn man Gesetze schreibt, die Dinge verteuern, wird am Ende doch nur geschummelt. Entweder ganz offensichtlich oder durch großzügige Ausnahmeregelungen. Warum ist denn das Klimaschutzabkommen von Kyoto gescheitert? Doch nicht, weil die Regierungen gegen eine saubere Erde wären. Nein, das Abkommen hätte das Wirtschaftswachstum eingeschränkt. Das aber können oder wollen viele Länder nicht akzeptieren.

Regierungen können fossile Brennstoffe wie in Deutschland hoch besteuern und damit künstlich verteuern.

Dann muss der deutsche Autofahrer tiefer in die Tasche greifen. Aber bei der deutschen Lufthansa geht das nicht. Denn Unternehmen, die international agieren, können nicht einfach doppelt so viel für Energie zahlen wie ihre Konkurrenten. Und tatsächlich gibt es jede Menge Ausnahmen bei den Energiesteuern, zum Beispiel beim Flugzeugbenzin. Für jede Industrie im internationalen Wettbewerb lassen sich Ausnahmen finden. Das bekräftigt die Erkenntnis, dass man ökonomische Prinzipien nicht durch Gesetze umkehren kann.

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