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Robert Laughlin "Klimaschutz ist eine Sache für die Ewigkeit"

Krieg und Frieden: Physik-Nobelpreisträger Robert Laughlin erläutert die Probleme der Energiewende - und fürchtet nukleare Terroranschläge.

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Nobelpreisträger Robert Laughlin Quelle: Jeffrey Braverman für WirtschaftsWoche

WirtschaftsWoche: Professor Laughlin, Deutschland steigt aus der Atomkraft aus und will sich bis 2050 weitgehend aus regenerativen Quellen mit Strom versorgen. Sind die Deutschen damit ein Vorbild?

Robert Laughlin: Wer Kernkraftwerke stilllegt, braucht eine Alternative. Denn irgendwo müssen die Joule ja herkommen. Deutschland kann den Wegfall des Atomstroms zwar durch den Import russischen Gases ausgleichen. Es macht sich so allerdings abhängig, und die Frage ist: Was geschieht, wenn die Russen nicht mehr liefern können, weil die Vorräte zur Neige gehen?

Diese Risiken erscheinen im Vergleich zu den Gefahren eines Reaktorunfalls wie im japanischen Fukushima eher gering.

Ich sehe das so: Momentan stimmen die Wähler gegen die Nuklearenergie, weil sie den Verzicht darauf noch nicht in ihren Brieftaschen spüren. Wenn jedoch die Preise massiv steigen, wird man plötzlich alle möglichen Gründe bemühen, warum Nuklearenergie eigentlich gar nicht so schlecht war. Die Chancen sind aus meiner Sicht hoch, dass die Deutschen wieder zur Kernkraft zurückkehren.

Viel lieber schrauben sie sich derzeit Solarmodule auf die Dächer.

Aber was bringt das? Im Winter, wenn der meiste Strom gebraucht wird, ist es auch in Deutschland zumeist dunkel, der Ertrag also gering. Ich schätze, dass Ihre Energieversorger Elektrizität aus Wind und Sonne wegen ihrer Unzuverlässigkeit genauso hassen wie unsere.

Laughlins Thesen zur Energiezukunft

Werden wir, wenn Kohle, Gas und Erdöl eines Tages restlos verbraucht sind, weiter Auto fahren und fliegen können?

Das werden wir. Und Kraftstoff tanken. Nur, dass dieser dann wegen der höheren Produktions- und Transportkosten zwei bis drei Mal teurer sein wird. Statt aus Erdöl wird er künstlich hergestellt werden, vor allem aus Pflanzen und Algen.

Was macht Sie so sicher?

Die Gesetze der Physik und das Verhalten der Menschen. Auch in 200 Jahren wird noch immer die Schwerkraft gelten. Das schließt Dinge wie beispielsweise batteriegetriebene Passagier- und Transportflugzeuge aus. Entweder ist die Batterie zu schwer und groß. Oder aber die Energie reicht zum Abheben nicht aus.

Und warum brauchen wir weiter Autos?

Weil die Menschen Autos haben wollen. So einfach ist das. Meist wollen doch die Leute das Auto abschaffen, die es sich finanziell leisten können. Man versteht seinen wahren Wert eben erst, wenn der Besitz nicht selbstverständlich ist. Wie in den armen Ländern, wo die Menschen sich seit Jahrzehnten nach einem eigenen Fortbewegungsmittel sehnen. Wer die Wirtschaft zurückdrehen will, ist nie arm gewesen.

Keine Chance für Elektroautos

Elektroautos, die zu haben sind
VW e-Up! Quelle: Volkswagen
Porsche Panamera S E Hybrid Quelle: Porsche
Renault FluenceMarke: Renault Modell: Fluence Preis: ca. 25.950 Euro plus Batteriemiete von 79 €/Monat Reichweite (in km): 185 km Leistung (kw/PS): 70kW/95 PS Quelle: Presse
Mercedes SLS ed Quelle: Daimler
Renault TwizyMit futuristischem Design und ohne echte Türen kommt der Twizy daher. Der Zweisitzer ist besonders klein und wendig und für den Stadtverkehr konzipiert. Er kann an jeder Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Marke: Renault Modell: Twizy Urban Grundpreis (inkl. MwSt): ab 6990 Euro, zusätzlich fallen mindestens 50 Euro Batteriemiete pro Monat an Reichweite (in km): 100 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 80 Stromverbrauch (kWh/100km): 6,3 Quelle: dapd
Smart ed Quelle: Daimler
Kangoo RapidDer Elektro-Kangoo soll den städtischen Lieferverkehr sauberer und leiser machen. Er bietet mit bis zu 3,5 Kubikmetern Laderaum soviel Platz wie sein konventioneller Dieselbruder. Das ist möglich, weil die Batterien im doppelten Ladeboden verschwinden. Mit 60 PS ist der Elektro-Kangoo ausreichend schnell.   Marke: Renault Modell: Kangoo Rapid Z.E. Grundpreis (inkl. MwSt): 15.100 (+ 86 Euro monatlich fürs Batterie-Leasing) Reichweite (in km): 160 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 130 Stromverbrauch (kWh/100km): nicht bekannt Quelle: Presse

Sie bevorzugen Treibstoffe auf Basis von Pflanzen und Algen und halten wenig von Wasserstoff. Warum?

Weil Kraftstoff auf Kohlenstoffbasis der beste Weg ist, um auf verhältnismäßig kleinem Raum und mit wenig Gewicht eine große Menge an Energie zu speichern – deren Abgabe wir zudem gut kontrollieren können. Und das ohne die ständige Gefahr, dass uns die Sache um die Ohren fliegt. Wasserstoff ist zwar leicht, aber wegen der Explosionsgefahr problematisch. Ich werde mich jedenfalls nicht in ein mit Wasserstoff angetriebenes Flugzeug setzen. Wasserstoffautos sind außerdem zu kompliziert.

Und was ist mit Elektroautos?

Die werden sich nicht durchsetzen. Und zwar aus Umweltschutzgründen. Batterien enthalten giftige Metalle. Je mehr wir davon haben, umso größer wird das Entsorgungsproblem. Es wird sich eine riesige Debatte um die Umweltgefahren von Batterien entzünden. Die wird meiner Meinung nach das Ende der elektrischen Fahrzeugindustrie einläuten.

In Ihrem Buch argumentieren Sie, dass alternative Energiequellen keine Chance im Wettbewerb haben, solange sie mit fossilen Brennstoffen konkurrieren müssen.

Jeder, der sich mit Wirtschaft beschäftigt, ist sich darüber im Klaren: Kohle, Öl und Gas sind derzeit die günstigsten Energiequellen. Niemand will zu viel bezahlen, und jeder versucht, seine Kosten zu reduzieren, um im Wettbewerb bestehen zu können.

Der Staat könnte wie in Deutschland den Vorrang für Erneuerbare vorschreiben.

Gesetze, die das Kostenprinzip umkehren wollen, sind problematisch. Sie machen uns alle ärmer. Wenn man Gesetze schreibt, die Dinge verteuern, wird am Ende doch nur geschummelt. Entweder ganz offensichtlich oder durch großzügige Ausnahmeregelungen. Warum ist denn das Klimaschutzabkommen von Kyoto gescheitert? Doch nicht, weil die Regierungen gegen eine saubere Erde wären. Nein, das Abkommen hätte das Wirtschaftswachstum eingeschränkt. Das aber können oder wollen viele Länder nicht akzeptieren.

Regierungen können fossile Brennstoffe wie in Deutschland hoch besteuern und damit künstlich verteuern.

Dann muss der deutsche Autofahrer tiefer in die Tasche greifen. Aber bei der deutschen Lufthansa geht das nicht. Denn Unternehmen, die international agieren, können nicht einfach doppelt so viel für Energie zahlen wie ihre Konkurrenten. Und tatsächlich gibt es jede Menge Ausnahmen bei den Energiesteuern, zum Beispiel beim Flugzeugbenzin. Für jede Industrie im internationalen Wettbewerb lassen sich Ausnahmen finden. Das bekräftigt die Erkenntnis, dass man ökonomische Prinzipien nicht durch Gesetze umkehren kann.

Strom wird nicht teurer sein

Lenkdrachen soll Energie gewinnen
Sie sehen aus wie übliche Lenkdrachen, doch sollen sie zukünftig der Gewinnung von Windenergie dienen. Die Technische Universität Delft in den Niederlanden, deren Drache hier zu sehen ist, forscht seit Jahren im Kite Power Projekt an dieser Technologie und hat schon mehrere Prototypen getestet. 2015 könnten laut der Brandenburger Firma Enerkite die fliegenden Kraftwerke auch in Deutschland für Energie sorgen. Die Drachen fliegen dafür in 300 bis 600 Metern Höhe und zapfen dort die konstanten Windströme für die Stromgewinnung ab. Über ein Seil ist der Drache mit einer mobilen Bodenstation gekoppelt. Die Flugsteuerung sowie der Generator laufen per Autopilot. Im Gegensatz zu großen Windanlagen sind die „Energiedrachen“ flexibel einsetzbar, leise und auch noch günstiger. Quelle: Twitter
Die USA setzt ebenfalls auf Fluggeräte zur Energiegewinnung, doch diese ähneln eher einem Flugzeug. Windturbinen aus Glasfasern und Karbon machen dabei die Stromgewinnung in der Luft möglich. Die Forschung des kalifornischen Unternehmens Makani Power an der Airborne Wind Turbine wird unter anderem von Google bezuschusst. Die Turbine, die bis zu 600 Meter hoch fliegt, wird von einem Hauptseil gehalten, während die Luftenergie über ein anderes Seil zum Boden gelangt. Dabei fliegt die Windturbine kreisförmig und quer zum Wind, wodurch sie sehr hohe Geschwindigkeiten erreicht. Der Prototyp kann sogar teilweise selbstständig den Flugmodus wechseln. Das Unternehmen plant die Windturbinen auch auf der See einzusetzen. Quelle: Twitter
Zumindest auf den Plänen der Konstrukteure bringen diese Windgeneratoren mehr Leistung als konventionelle Windmühlen. Der vertikale "Aerogenerator" wird auf hoher See installiert. Die Stromausbeute liegt bei 10 Megawatt, rund drei Megawatt mehr als die bisher größte Windanlage produziert. Die Spannweite kann nach Angaben des britischen Herstellers Windpower bis zu 230 Meter betragen. Dagegen sehen die bisher üblichen Windmühlen eher schlapp aus - die neuesten Anlagen der konventionellen Bauart sollen nämlich einen Rotorendurchmesser von "nur" 180 Meter haben. Texte: Miguel Zamorano Recherche: Andreas Menn Quelle: PR
Schaut wie eine Steinschleuder aus, ist aber ein Lenkdrache. Die Idee: der Kite-Segel der italienischen Firma Kite Gen ist an einem bewegbaren Arm an zwei Seilen befestig und wird dann auf eine Höhe von 800 bis 1000 Metern gebracht. Dort dreht der Winddrachen konstante Achten und treibt so die Turbine an. Der Vorteil: in mehr als 1000 Meter Höhe bläst der Wind konstanter als in Bodennähe. Bei einer Windgeschwindigkeit von 25 km/h läge die Energieausbeute laut Hersteller bei drei Megawatt. 300 Drachen brächten so die Leistung eines Atomkraftwerks - und da der Wind in der Höhe nahezu durchgehend bläst, gäbe es keine großen Ausfallzeiten. Der Haken: Flugzeuge müssten das Gebiet umfliegen. Das scheint bei der hohen Verkehrsdichte am europäischen Himmel und der Größe der Lenkdrachen-Parks nicht praktikabel. Das Modell ist derzeit noch in der Erprobungsphase. Quelle: PR
Bläst der Wind, dreht sich der Ballon um die eigene Sache und treibt den Rotor an Quelle: PR
Die Windhelix eignet sich für große Eigenheime Quelle: PR
Diese Modell soll sich unauffällig in die Landschaft fügen- Quelle: PR

Sollen wir einfach abwarten, bis die fossilen Vorräte zur Neige gehen, damit andere Energiequellen eine Chance haben?

Die Politiker müssen entscheiden, ob sie in Energiequellen investieren wollen, deren Nutzung sich vielleicht erst in 60 Jahren auszahlt. Das Vorgehen wird länderspezifisch sein. Die USA etwa haben sehr große Vorräte an fossilen Brennstoffen. Japan oder Südkorea keine. Klar ist, dass wir eines Tages Ersatz für die fossilen Brennstoffe brauchen. Wann sie erschöpft sind, darüber wird heftig debattiert. Ich gehe von 100 Jahren bei Öl aus und 200 Jahren bei Kohle.

Wir können uns also Zeit lassen beim Umstieg?

Nicht sehr viel. Je näher das Datum rückt, umso drängender wird das Problem. Aus der Geschichte wissen wir, was passiert, wenn Menschen nicht genug von einer Sache haben. Sie nehmen es anderen weg. Dann gibt es Krieg. Und die Verlierer können ihre Volkswirtschaften schließen und fischen gehen.

Welches werden die neuen Energiequellen sein?

Verschiedene. Aber selbst die regenerativen werden nicht sonderlich umweltfreundlich sein. Windräder verschandeln die Landschaft und töten Vögel. Solaranlagen beanspruchen viel Land. Selbst in Wüsten sind sie nicht gerade eine Augenweide. Pumpspeicherwerke greifen ebenfalls in die Natur ein. Ganz zu schweigen von Dämmen für Wasserkraftwerke. Welche Energiequelle sich durchsetzt, wird der Wettbewerb unter den Anbietern entscheiden. Allerdings wird Strom nicht viel teurer sein als heute.

Wie kommen Sie darauf?

Weil Nuklearenergie die Preise in Schach halten wird. Ihre bloße Existenz sorgt dafür. Sie ist die Messlatte für den Wettbewerb, so wie heute die fossilen Brennstoffe. Die Verbraucher werden keine überteuerten Energiepreise tolerieren. Höhere Energiepreise konnten nicht mal die Sowjets durchsetzen. Die Leute gehen auf die Barrikaden, wenn sie das Zehnfache für Strom zahlen sollen, obwohl das durch den Einsatz von Nuklearenergie nicht nötig wäre.

Die will wegen ihrer Risiken doch kaum noch jemand haben.

Es ist ja wahr: Nuklearenergie ist umweltschädlich und voller Probleme, angefangen vom Restmüll bis hin zur Gefahr von Terroranschlägen und dem Bau von Nuklearwaffen.

Deshalb debattiert auch Japan jetzt über einen Ausstieg aus der Atomkraft.

Das ist schwer vorstellbar. Japan hat keine fossilen Energieressourcen. In den Siebzigerjahren hat man deshalb die Entscheidung getroffen, in eine eigene Atombranche zu investieren. Ein Ausstieg macht die japanische Wirtschaft zu abhängig von Energieimporten. Nur eine kleine Blockade auf den engen Seefahrtswegen bei Singapur würde schon reichen, um Japan in Schwierigkeiten zu bringen.

Lassen sich die Gefahren der Nukleartechnik unter Kontrolle bringen?

In der Theorie schon. In der Praxis vermutlich nicht. Wenn ich Studenten frage, wie hoch die Chance ist, dass es in den nächsten 100 Jahren keinen nuklearen Terroranschlag geben wird, bei dem eine größere Stadt ausgelöscht wird, werden alle sehr still und sagen schließlich: null.

Und haben sie recht?

Vielleicht ist das zu pessimistisch. Aber wenn wir Nuklearenergie haben wollen, dann wird es sehr viel davon geben. Einfach, weil dann jedes Land von der günstigen Energie profitieren will. Was die Gefahr erhöht, dass das Material in falsche Hände gerät. Wenn es diese sogenannte Plutonium-Wirtschaft geben sollte, dann müssen die Menschen mit der Wahrscheinlichkeit leben, eine größere Stadt zu verlieren. Das ist leider so.

Zwischenlager für elektrische Energie

Die Sonne geht hinter einer Windkraftanlage in der Nähe von Kiel auf. Quelle: dpa

Wären bei solch einer verheerenden Aussicht nicht doch Wind und Sonne die bessere Alternative?

Momentan stehen Solar- und Windenergie vor zwei Hürden. Die eine ist der höhere Preis gegenüber konventionellen Energiequellen. Die andere das Speicherproblem. Beides hängt miteinander zusammen. Die Versorger müssen ja auch Energie liefern, wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht. Momentan springen dann vorrangig Gasturbinen an. Die meiste Zeit stehen sie wegen des Vorrangs für Solar und Wind jedoch still. Die Energieversorger hassen das. Ohne Eingriff der Regierung hätten Solar- und Windenergie keine Chance, weil sie mit verstromten Erdgas nicht konkurrieren könnten.

Das wird sich ändern, wenn die Vorräte an fossilen Brennstoffen zu Ende gehen.

Der Wettbewerb wird dann zwischen der Nuklear- und der Solarenergie stattfinden. Entweder kriegt die Solarbranche die Kosten runter, oder sie wird vor der Nuklearenergie kapitulieren.

Könnte die Solarindustrie Nuklearstrom preislich schlagen?

Wir reden über eine Zeit, in der die Ressourcen knapp sind. Das macht die Kalkulation kompliziert. Es müssen Transportkosten einkalkuliert werden, Verzögerungen beim Bau von Nuklearkraftwerken, Kosten für Versicherung und Entsorgung der Brennstäbe. Wenn man diese Kosten mit einbezieht, könnten Solar und Wind gewinnen.

Sie haben das Speicherproblem bei Wind- und Solarenergie erwähnt. Lässt sich das in den Griff bekommen?

Theoretisch ließe sich der Energiebedarf einer Stadt wie Los Angeles auf sehr kleinem Raum speichern. Aber dann hätte man quasi eine Nuklearwaffe. Ich würde allerdings nicht so gern in der Nähe einer solchen Anlage leben wollen. Eine Alternative wäre, aus Strom Treibstoff herzustellen. Aber das ist teuer, und die Maschinen sind wartungsanfällig. Die beste Methode sind noch immer Pumpspeicherwerke, bei der die elektrische Energie durch hochgepumptes Wasser zwischengelagert wird.

Riskieren wir nicht eine unkalkulierbare Erderwärmung, wenn wir die Kohle, Öl und Gas, wie von Ihnen propagiert, munter weiterverbrennen?

Als Wissenschaftler glaube ich nicht, sondern studiere die wissenschaftlichen Erkenntnisse. Es gibt gute Experimente, die die Zunahme von Kohlendioxid in den vergangenen Jahrzehnten in der Atmosphäre nachweisen. Das macht die Erde wärmer. Aber ich kann nicht genau feststellen, ob viel oder wenig, weil es sehr schwierig ist, die Temperaturveränderungen der Erde zu messen. Die Experimente sind mangelhaft.

Verändert der Mensch nun das Klima oder nicht?

Wenn die Mehrheit davon überzeugt ist, dann wird Klimaerwärmung eben nachgewiesen. So ist das bei politischen Fragen. In den aktuellen Wetterbeobachtungen ist wenig von dieser Erwärmung zu finden. Die bislang vom Menschen verursachten Klimaänderungen sind klein im Vergleich zu denen, die sich in der Vergangenheit auf natürliche Weise abgespielt haben.

In Arbeit
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Verstehen wir Sie richtig: Sie warnen vor Panikmache?

Um nicht missverstanden zu werden: Umweltschutz ist wichtig. Ich selber fahre bei jeder Gelegenheit Fahrrad und pflanze im Garten meiner Ferienhütte Bäume. Mich ärgert nur, wie zwei verschiedene Probleme nahezu fahrlässig miteinander verknüpft werden. Der Klimaschutz ist eine Herausforderung, die noch Tausende von Generationen beschäftigen wird. Es ist eine Sache für die Ewigkeit. Dass unsere derzeit wichtigste Energiequelle – die fossilen Brennstoffe – zur Neige geht, ist ein viel drängenderes Problem. Es kann Kriege auslösen – und zwar schon in der dritten oder vierten Generation nach uns.

Hätte die angestrebte CO2-Reduktion um 20 Prozent einen spürbaren Einfluss auf das Klima?

Nein. Jedenfalls nicht kurzfristig. Allenfalls in Tausenden oder sogar Millionen von Jahren.

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