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Software Deutscher macht Rechenzentren effizient wie nie

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Effizienz kann enorm gesteigert werden

Um zu erklären, was Mesos genau ist, vergleicht Leibert es mit einem Betriebssystem. Windows etwa sagt dem PC, welche Rechenoperationen die Prozessoren erledigen müssen. Genauso organisiert Mesos riesige Big-Data-Analysen. „Es lässt das Rechenzentrum wie einen Riesencomputer aussehen“, so Leibert. „Das ist wie ein Betriebssystem für Datencenter und die Cloud.“

Heute braucht jede IT-Firma Experten, die für Datencenter individuell Rechenprozesse oder komplexe Big-Data-Abfragen konfigurieren. Mesos soll das enorm vereinfachen. Auch in Notfällen sind weniger Spezialisten notwendig. Streiken etwa Teile eines Rechenzentrums, verteilt Mesos die dort geplanten Aufgaben automatisch neu. Vor allem aber kann die Effizienz enorm gesteigert werden. „Die meisten Rechenzentren laufen heute mit einer Auslastung zwischen 8 und 15 Prozent“, sagt Leibert. Mesos könne man den Wert auf 25 bis 30 Prozent steigern.

Die Vorteile erkennen immer mehr Unternehmen. So setzen neben Twitter auch Ebay, PayPal und die Videoplattform Vimeo auf Mesos. In Deutschland hat Leibert Gespräche mit ersten Interessenten geführt. Um den hiesigen Markt zu erobern, hat das Unternehmen im Mai ein Büro in Hamburg eröffnet.

Wie viel das System bringen kann, zeigt das Softwareunternehmen HubSpot: Dank Mesos konnte der Marketingspezialist die Zahl der bei Amazon angemieteten Server deutlich reduzieren, die Kosten sanken um bis zu 50 Prozent.

Gute Geschäfte trotz Open-Source

Am stärksten setzt derzeit Airbnb auf das Mesos. Die Online-Zimmervermittlung hat ihre komplette Infrastruktur auf das System umgestellt. Verantwortlich dafür: Leibert und sein Freund Knaup.

In Arbeit
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Ihre Firma Mesosphere steht noch ganz am Anfang, doch Leibert hofft auf gute Geschäfte. Dabei ist das Programm kostenlos, denn es ist eine Open-Source-Anwendung wie das Betriebssystem Linux. „Man muss aber ein relativ hohes technisches Verständnis haben, um Mesos aufzusetzen“, sagt Leibert. Sein Start-up agiert daher bisher als Dienstleister. Bis Anfang kommenden Jahres will er zudem ein Softwarepaket entwickeln, das auch kostenpflichtige Teile beinhaltet. Das Geschäftsmodell von Mesosphere sei mit der US-Firma Red Hat vergleichbar: Der größte Linux-Anbieter erzielte im Vorjahr einen Umsatz von 1,3 Milliarden Dollar.

Nur Google wird Leibert wahrscheinlich nicht als Kunden gewinnen: Der Konzern arbeitet an einem eigenen Nachfolgesystem für Borg. Der Projektname dafür lautet Omega – die Technik soll Mesos noch stärker ähneln als das derzeitige System.

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