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Solarflieger Piccard Ohne Treibstoff um die Welt

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Popstar der Greentech-Szene

Die Weltreise der PlanetSolar
PlanetSolar Monaco Quelle: Pressebild
PlanetSolar Crew Quelle: Pressebild
PlanetSolar Quelle: Pressebild
PlanetSolar Quelle: Pressebild
PlanetSolar
PlanetSolar Abu Dhabi Quelle: Pressebild
Singapur PlanetSolar Quelle: Pressebild

Wie sich sein Traum von der Weltumrundung entwickelt bleibt abzuwarten, doch Piccard ist längst so etwas wie ein Popstar der Greentech-Szene. Und schon einmal hat er das scheinbar Unmögliche geschafft: 1999 umrundete der Schweizer als erster Mensch in einem Heißluftballon die Erde. Danach schrieben Reporter, er habe das letzte Abenteuer der Menschheit bezwungen. Sein Ballon bekam einen Ehrenplatz in der Galerie der Pioniertaten im Washingtoner Luft- und Raumfahrtmuseum – nicht weit vom Flugzeug der Gebrüder Wright und der Apollo-11-Kapsel.

Schon während er 1999 den Heißluftballon Breitling Orbiter 3 in der ägyptischen Wüste landet, ist ihm klar, dass er die Welt wieder umrunden wird – ohne Treibstoff, nur mit Solarenergie. Elf Jahre sind seitdem vergangen; Jahre, in denen ihm Luftfahrtexperten bescheinigten, seine Idee werde nie funktionieren. Das war ihm egal. Piccard will mit dem Flieger nicht die Luftfahrtindustrie neu erfinden. Zu genau weiß er, dass es Jahre dauern wird, bis solarbetriebene Maschinen 200 Passagiere transportieren können – wenn überhaupt.

Pionier der Tiefseeforschung

Piccards Vater Jacques gehörte zu den Pionieren der Tiefseeforschung. Er tauchte mit dem U-Boot Trieste als erster Mensch 11.000 Meter tief in den Pazifik. Sein Großvater Auguste war ein weltbekannter Physikprofessor. Er stieg 1931 als erster Mensch mit einem Ballon in die Stratosphäre auf. Auguste verkörperte das Bild des Forschers so sehr, dass er Vorbild für Professor Bienlein in den Tim-und-Struppi-Comics wurde.
Über seine Eltern lernt er einige der wichtigsten Raumfahrtpioniere kennen. Mit großer Ernsthaftigkeit beschäftigen sie sich mit den Fragen des Jungen. Fragt sich nur, welchen Beruf einer wählt, der so aufgewachsen ist? Piccard wird Arzt, spezialisiert sich auf Psychotherapie und Hypnose. Denn ihn interessierte immer auch die spirituelle Seite des Lebens. Seine Geschichte ist auch die eines Grüblers, eines Philosophen. Und seine Praxis hat er immer noch.

Umwelt



Auch bei seinen Abenteuern ist der Beruf nützlich: Bei ihrem Flug um die Welt wollen sich Piccard und ein Ko-Pilot abwechseln. Doch während der eine im normalen Jet weiterreist, darf der andere im Solarflieger fünf Tage lang nie mehr als zehn Minuten dösen. Ihnen ist klar, dass Menschen ohne Schlaf durchdrehen können. Sie wollen die kritische Zeit daher mit Selbsthypnose und Meditation in einer Art Wachschlaf überbrücken.
Im Notfall soll eine vibrierende Flugjacke die Piloten wecken. Sie wird aktiv, sobald sich der Flieger gefährlich stark neigt. Ein Indiz dafür, dass der Pilot eingeschlafen ist und damit das Abenteuer zum Himmelfahrtskommando wird.

Ein Abenteuer ist für Piccard nichts, was man einfach tut. Abenteuer ist, wenn es keinen Weg zurück gibt. „Es ist eine Geisteshaltung gegenüber dem Unbekannten“, sagt er. Seine Maxime: Man sollte das Leben nicht in Sicherheit verschlafen, sondern Erfahrungen machen, suchen und erforschen – auch sich selbst.

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