Solarstrom-Akku So finden Sie den passenden Speicher

Wer sicher gehen will, dass die Batterie für den Strom aus der Fotovoltaikanlage sich am Ende wirklich rechnet, darf nicht allein auf den Preis starren. Die Leistungsfähigkeit des Gesamtsystems muss stimmen, betonen die Experten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Nur dann lässt es sich wirtschaftlich betreiben. Hier die wichtigsten Punkte, auf die Sie beim Kauf achten sollten.

Solar- und Windstrom Quelle: dpa

Zuverlässigkeit: Damit ein Solarstromspeicher sich bei den gegenwärtigen Preisen amortisiert, muss er sich bis zum Ende seiner Lebensdauer mindestens 3000 Mal laden und entladen lassen. Die Hersteller versprechen zwar durchweg Vollzyklen von 3500 bis 10 000 – je nach Batterietyp. Doch Vorsicht!, warnen die KIT-Fachleute, die in ihren Labors praktisch alle gängigen Marktmodelle auf Herz und Nieren prüfen. Käufer sollten sich vorher gründlich informieren, ob die Akkus die Versprechen wirklich erfüllen. Nicht wenige Zellen verloren schon nach 1000 Vollzyklen 30 Prozent ihrer Speicherkapazität. Das macht sie unwirtschaftlich, kritisiert  KIT-Experte Andreas Gutsch. „Es werden Systeme verkauft, die ihr Geld in punkto Leistung nicht wert sind. Im Vergleich zu Fotovoltaikmodulen ist die Performancespanne extrem groß.“

Die besten Techniken zum Verwenden und Speichern von Solarstrom

Alterung: Schlechte Batterien verlieren früh an Leistung, weil sie sich schon bald nach der Installation  zunehmend erwärmen, wenn sie Strom laden oder abgeben. Dabei geht elektrische Energie verloren. Überspitzt ausgedrückt: Der Akku heizt seine Umgebung auf, statt Strom zu liefern. Das Phänomen tritt auf, wenn der innere Widerstand der Zellen steigt. Gutschs Rat: „Käufer sollten den Hersteller fragen, wie gut das Temperaturmanagement der Batterie entgegen wirkt, wenn der Wärmeeffekt mit der Alterung des Akkus einsetzt.“   Eine gute Steuerung kann den Leistungsverlust begrenzen.  

Steuerung: Ohne einen cleveren digitalen Energiemanager, ist selbst der beste Speicher nur die Hälfte wert. Die Software sollte sich einfach auf die Gewohnheiten der Hausbewohner einstellen lassen; sehr gute Programme lernen den Tagesablauf mit der Zeit und optimieren sich selbstständig. Sind Bewohner zum Beispiel um die Mittagszeit zuhause und stellen Spül-, Waschmaschine und Trockner an, ist es sinnvoll, die Watt aus der Solaranlage direkt zu nutzen. Kehrt die Familie erst gegen Abend zurück, fließt der Strom besser in die Batterie.

Zusammenspiel: Ganz entscheidend ist, das die einzelnen Komponenten: Solaranlage, Wechselrichter, Speicher, Steuerungssoftware und Verkabelung, präzise aufeinander abgestimmt sind. Egal ob der Handwerker das System neu installiert oder eine bestehende Fotovoltaikanlage mit einem Akku nachrüstet. Passt es nur an einer Stelle nicht, saust die Effizienz des Systems sofort in den Keller, warnt KIT-Experte Gutsch. „Mit einer schlechten Verbindungstechnik zum Beispiel wird aus einem guten schnell ein mieser Speicher.“

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Für alle, die es noch genauer wissen wollen, haben die Karlsruher Forscher eine Checkliste herausgebracht. Sie bezieht sich auf den am stärksten nachgefragten Batterietyp – Lithium-Ionen  – und ist zu finden unter: http://www.competence-e.kit.edu/downloads/Flyer_Intersolar_4-seitig_Dt_final(1).pdf 

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