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ThemenWoche Nachhaltigkeit - sperrig aber wichtig!

Unsere Rohstoffe sind endlich. Unsere Energie am Arbeitsplatz auch. Wir leben in einer Welt, in der wir unsere Reserven im Blick behalten müssen. Warum der Blick auf die Nachhaltigkeit lohnt.

Wie grün sind die Dax-Konzerne?
WeGreen Ranking Quelle: dpa
InfineonDen letzten Platz im Nachhaltigkeits-Vergleich der DAX-Konzerne belegt der Halbleiterhersteller Infineon. Grund dafür ist vor allem, dass das Unternehmen auf die Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsberichts verzichtet. Unter anderem wegen der mangelnden Transparenz gibt es deshalb nur die Note 4,7. "Schlecht" heißt damit das Ergebnis. Der Tipp der Studienleiter: Eine verbesserte Nachhaltigkeitskommunikation wäre ratsam, um so offen und transparent mit den eigenen Herausforderungen und Problemen umzugehen. Quelle: dpa
ThyssenKrupp Quelle: dapd
Deutsche Bank Quelle: dapd
Fresenius Medical Care und Fresenius SE & Co. KgaA Quelle: dpa
RWE Quelle: dpa
Commerzbank Quelle: dpa

Nachhaltigkeit – was heute allzu oft wie ein Modewort wohlwollender Unternehmer daher kommt, hat eine jahrhundertelange Geschichte. Hans Carl von Carlowitz prägte den Begriff zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Sein Werk „Haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur wilden Baum-Zucht“ (1713) ist die erste geschlossene Abhandlung zur Forstwirtschaft – und verfolgt vor allem ein Anliegen: den deutschen Wald vor dem Aussterben zu bewahren.

Von Carlowitz fasste das wenige Wissen über die Waldzucht zusammen, das den 30-Jährigen Krieg überstanden hatte. Es war in einer Zeit der Energiekrise. Die Erzgruben und Schmelzhütten des Erzgebirges mussten als Montanreviere Europas mit viel Holz versorgt werden. Hinzu kam ein starkes Bevölkerungswachstum, das die Holznot nur noch mehr vorantrieb. Gesetze für die Rodung der Wälder gab es nicht – geschweige denn Ökostandards.

In dieser Zeit formulierte von Carlowitz auf 432 Seiten den Gedanken, „pfleglich“ mit der Natur und ihren Rohstoffen umzugehen. Er kritisierte den auf kurzfristigen Gewinn ausgelegten Raubbau der Wälder. Nur einmal kam in seiner Abhandlung kam der Begriff „nachhaltend“ vor. Dennoch geht alles, worüber wir heute sprechen, auf seine Interpretation des Begriffs zurück.

Erstaunlich scheint es, dass wir Menschen über die Jahrhunderte die weisen Überlegungen des Oberberghauptmanns vergessen haben. Zwar hat sich die Forstwirtschaft gewandelt. Aber was machen wir, wenn das Öl eines Tage verbraucht oder für uns nicht mehr zugänglich ist? Was passiert, wenn wir weiter so verschwenderisch mit unserem Trinkwasser umgehen? Wie lässt sich nachhaltig Energie erzeugen? Wie könnte die Mobilität der Zukunft aussehen? Wie können Unternehmen langfristiger wirtschaften? Und wie werden wir zukünftig leben?

In Arbeit
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Über all diese Fragen lohnt es sich nachzudenken. Im Rahmen unserer ThemenWoche bieten wir Ihnen jeden Tag ein Thema an. Ein Thema, dass Sie zum Nachdenken und Diskutieren anregen soll. Wir werden spannende Startups vorstellen, uns den Begrifflichkeiten nähern, und beispielsweise auch schauen, welche Rolle Nachhaltigkeit bei der Geldanlage spielen kann. Lassen Sie sich überraschen!

Aber diese Themen sind nicht in Stein gemeißelt. Fehlt Ihnen etwas? Gibt es ein Thema, dem sich die WirtschaftsWoche einmal annehmen sollte? Eine Erfolgsgeschichte, ein Skandal? Dann melden Sie sich bei uns!

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