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Urbanisierung Der Reichtum der Städte

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Abbruch niedriger Häuser

Für ein gesundes Umweltbewusstsein heisst es zukünftig, stärker verdichtete Formen des Lebens zu fördern - das Eigenheim im Grünen bleibt da außen vor. Quelle: dpa

Ein gesundes Umweltbewusstsein drückt sich darin aus, dass die Stadtoberen bauen, wo Bauten den geringsten ökologischen Schaden anrichten. Eine umweltbewusste Haltung erfordert eine höhere Bereitschaft zum Abbruch niedriger Häuser in den Stadtzentren und zum Bau neuer Hochbauten sowie eine härtere Gangart gegenüber Aktivisten, die sich einem emissionsmindernden Städtewachstum entgegenstellen.

Es ist an der Zeit, dass die Regierungen ihre Strategie ändern: Nicht die protzigen, grünlandfressenden Fertigvillen in den Vorstädten gilt es zu fördern, sondern stärker verdichtete Formen des Wohnens in mittelgroßen, städtischen Gebieten. Wenn wir unsere Städte verstehen und klare Entwicklungsperspektiven schaffen wollen, müssen wir uns diese Wahrheiten vor Augen führen und schädliche Mythen über Bord werfen.

Schmutziges Wachstum
Brasilien Quelle: dpa
Platz 12: ChinaVeränderung CO2-Ausstoß (zum Vorjahr): +10,4% Zuwachs Bruttoinlandsprodukt: +10,3% Quelle: dpa
Platz 11: IndienVeränderung CO2-Ausstoß (zum Vorjahr): +9,1% Zuwachs Bruttoinlandsprodukt: +9,7% Quelle: dapd
Südkorea Quelle: AP
Japan Quelle: AP
Russland
USA Quelle: Reuters

Urbanes Denken fördern

Im Grünen leben und dafür kämpfen, dass die Städte in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleiben, hat nichts mit echtem Umweltbewusstsein zu tun. Wir müssen aufhören, das Eigenheim im Grünen und das dörfliche Leben zu idealisieren. Damit leistet man dem Bau von Vorstadtsiedlungen Vorschub und versäumt es, die Vorzüge des urbanen Lebens und verdichteter Wohnformen zu erkennen.

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Standort erkennen

    Wir sollten endlich Abschied nehmen von der simplizistischen Auffassung, man könne mit der Verbesserung der Kommunikationsmedien das Bedürfnis nach physischer Nähe reduzieren oder diese Nähe gar überflüssig machen. Vor allem aber müssen wir uns klar werden, dass die Stadt nicht aus Beton besteht und es nicht die Gebäude sind, die eine Stadt ausmachen. Städte sind aus Fleisch und Blut gemacht, und sie pulsieren und gedeihen dank der dort lebenden Menschen.

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