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Wie Hersteller Spartechniken ausreizen Neue Brummis vermeiden Kostenkeule Diesel

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Revolution der LKW's

Rundungen im Wind - Prototypen wie der Concept S von MAN sparen Treibstoff durch ihre deutlich aerodynamischere Form Quelle: Presse

Mindestens ebenso viel Sparpotenzial verspricht eine verbesserte Aerodynamik. Denn noch immer haben die Lastwagen mit ihren großen senkrechten Stirnflächen den Luftwiderstand einer Schrankwand. Während der neue VW Golf VII auf einen sogenannten cw-Wert von nur noch 0,27 kommt, schaffen Lkws heute gerade 0,5.

Neue Prototypen zeigen, dass Lkws in ein paar Jahren ganz anders aussehen könnten. MAN hat sich bei seinem Concept S an der strömungsgünstigen Form eines Delfins orientiert. Das bringt einen cw-Wert von 0,3. Konzernchef Pachta-Reyhofen rechnet mit einer Treibstoffersparnis von bis zu 15 Prozent je nach Streckenprofil und Geschwindigkeit. Volvo folgt mit dem Zukunftsmodell Concept 2020, Iveco mit dem Glider und die Daimler-Tochter Freightliner mit dem Revolution der neuen Formenlehre.

Und nicht nur vorn, auch hinten können Lkws Sprit sparen. Daimler hat einen Boat Tail entwickelt, eine Art Klappe, die rund um den Auflieger angebracht ist. Die Vorrichtung verhindert Luftwirbel und soll den Verbrauch um fünf Prozent senken.

Allerdings haben die aerodynamischen Verbesserungen einen Nachteil. Durch sie wird die gesetzlich zulässige Sattelzuglänge überschritten. Schon bei den simplen Boat Tails von Daimler würde der Lastwagen um 40 Zentimeter länger. Um dadurch keine Ladefläche zu verlieren, will Daimler-Nutzfahrzeugchef Andreas Renschler Lastwagen europaweit um ein paar Zentimeter länger bauen dürfen.

Teure Energiespeicher

Strom aus dem Asphalt
Laden bei 160 Stundenkilometern Quelle: Pressebild
Bombadier Quelle: Pressebild
Elektrische Fahrgemeinschaft Quelle: Pressebild
Antreten zum Batteriewechsel Quelle: Pressebild
Transporter am Kabel Quelle: Pressebild
Stromschlag an der Haltestelle Quelle: Pressebild
Batterie zum Wiederauffüllen Quelle: Pressebild

Auch bei den Nutzfahrzeugen führt an der Elektrifizierung auf lange Sicht kein Weg vorbei. Kaum jemand in der Branche hegt Zweifel, dass über kurz oder lang große Metropolen ihren lärm- und abgasgeplagten Innenstädten den Null-Emissions-Lieferverkehr verordnen.

MAN bietet bereits einen erdgasgetriebenen Hybridstadtbus namens Lions City Hybrid an, der seinen Elektromotor auch mit Strom aus Superkondensatoren und nicht aus teuren Lithium-Ionen-Batterien bezieht. Die Superkondensatoren speichern Bremsenergie und geben sie beim Beschleunigen ab. Treibstoffersparnis: bis zu 30 Prozent. Allerdings müssen laut MAN-Chef Pachta-Reyhofen die Preise für die Energiespeicher weiter sinken, bevor Hybrid-Lkws wettbewerbsfähig werden.

In Arbeit
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Und wie die Trucker zum spritsparenden Fahren motivieren? „Ganz einfach“, verrät ein Volvo-Mitarbeiter in Göteborg, der einst für eine Spedition in Berlin arbeitete. „Die besten und sparsamsten Fahrer kriegen die neuesten, größten und schönsten Lastwagen aus dem Fuhrpark.“

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