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Valley Talk Apple knausert bei der Forschung

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Samsung investiert weit mehr als Apple

Bei Apple muss die Balance zwischen Jobs' Vermächtnis und den Herausforderungen der Zukunft gefunden werden. Quelle: REUTERS

Nachdem es mit den Forschungs- und Entwicklungsbudgets im US-Finanzkrisenjahr 2009 erstmals seit über zehn Jahren bergab gegangen war, legten sie 2010 um rund 9,3 Prozent zu.

Die höheren Ausgaben sind erfreulich. Doch scheinbar kein Garant für Innovation. Denn ausgerechnet Innovationsspitzenreiter Apple ist in puncto Forschungsausgaben vor allem eins: knausrig.

Gerade einmal 2,7 Prozent seines Umsatzes wendete der Unterhaltungselektronikkonzern im vergangenen Jahr dafür auf. Dagegen wirken die Konkurrenten Google (Rang 2 beim Image) und Microsoft (Rang 5) wie die puren Verschwender. Google steckte 12,8 Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung, Microsoft sogar 14 Prozent.

Deutsche Firmen investieren am meisten in Forschung
Ein Schild mit dem Infineon-Logo Quelle: dpa
Merck Quelle: AP
 In einer Spritzkabine werden die Pflanzen auf rotierenden Tellern durch die Anlage transportiert und mit Wirkstoff besprüht. Quelle: obs
Fahnen mit dem Continental-Logo Quelle: dapd
Das Logo des Softwareherstellers SAP Quelle: dapd
Eine Mitarbeiterin der Bayer Bitterfeld GmbH posiert in Bitterfeld mit einer Aspirintablette des Unternehmens in der Hand Quelle: dapd
Ein Arbeiter montiert im BMW-Werk in Muenchen das BMW-Logo auf eine Motorhaube einer 3er BMW-Karosserie Quelle: dapd

Die Booz-Berater erklären die Diskrepanz unter anderem damit, dass Apple es eben besonders gut verstehe, sich effektiv auf die Wünsche seiner Kunden zu fokussieren.

Tatsächlich profitierte Apple in der Vergangenheit auch davon, dass es besonders stark auf die Innovationskraft seiner Zulieferer setzen konnte. Ironischerweise besonders auf seinen Wettbewerber Samsung, mit dem man sich gerade eine heiße Fehde vor Gericht liefert.

Samsung wendet 5,9 Prozent seines Umsatzes für Forschung und Entwicklung auf – satte 7,8 Milliarden Dollar statt der 1,8 Milliarden Dollar von Apple.

Vor allem weil Zulieferer wie Samsung stärker mit eigenen Produkten Konkurrenz machen, wird Cook nicht umhin kommen, künftig selbst mehr Geld für Forschung und Entwicklung auszugeben, wenn er die Bestsellerserie von Jobs fortsetzen und sich weiter vom Rest abheben will.

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