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VATM-Abend Kultparty der CeBIT-Flüchtlinge

Die Zahl der CeBIT-Aussteller ist auf den Stand von 1990 abgesackt. Und auch der Besucherandrang ist längst nicht so groß wie in den Vorjahren. Doch an einem Ort war davon wenig zu spüren: In der Bodega-Bar Acanto in Hannover.

Leere Flächen auf der CeBIT Quelle: dpa

Hier haben sich gestern abend – auf Einladung des Verbandes der Telekommunikations- und Mehrwertdienstanbieter (VATM) – all die Unternehmen getroffen, die es sich nicht mehr oder noch nie leisten konnten, mit einem Stand auf der CeBIT vertreten zu sein. 400 Gäste, darunter viele Vorstände, kamen zu der Party der CeBIT-Flüchtlinge, die inzwischen Kultstatus genießt. Die Mobilfunker E-Plus und O2 sowie Festnetzanbieter wie British Telecom und Freenet waren bis vor kurzem Stammgäste auf der CeBIT.

Doch die Zeiten sind vorbei. Vor allem der Verkauf von schnellen DSL-Anschlüssen stockt bei den Telekom-Konkurrenten. Die Deutsche Telekom konnte erstmals mehr Kunden zurückgewinnen als sie an die alternativen Netzbetreiber verlor und damit ihren Marktanteil im Neukundengeschäft auf knapp 50 Prozent steigern. Doch auch die TV-Kabelnetzbetreiber sind aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und gewinnen mit ihren deutlich schnelleren Internetanschlüssen inzwischen fast jeden dritten Neukunden.

Für Telekom-Herausforderer wie Vodafone/Arcor oder Telefónica/O2 bleiben zu wenig Kunden übrig, um die ehrgeizigen Wachstumsziele zu erfüllen. Mit Rhythmen aus den 1980er Jahren versuchten die Telekom-Konkurrenten ihre Probleme für ein paar Stunden zu verdrängen, und das gelang bis zum frühen Morgen auch. Einige unkten bereits. Die Cebit ist irgendwann verschwunden, doch die VATM-Party am ersten Dienstagabend im März findet dann immer noch statt – mit noch mehr Gästen.

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