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Von Nullen und Einsen

Die Qual der Smartphone-Wahl

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Android: Viel Auswahl und Verwirrung

Motorola-Smartphone Quelle: AP

Googles Android-Handy-Betriebssystem ist der derzeit erfolgreichste Apple-Konkurrent. Die Technik hat sich in enormer Rasanz verbreitet, zahllose Markenhersteller von Sony über HTC bis Samsung nutzen Android als Oberfläche. In Sachen Apps gibt es im Android Market die zweitgrößte Auswahl. Allerdings hat man bei den Geräten die Qual der Wahl: Ständig kommen neue Android-Smartphones auf den Markt, die sich mit Funktionen überbieten.

Auch auf Software-Seite herrscht Verwirrung. Momentan werden Geräte mit drei oder vier Android-Versionen parallel produziert. Nur die jeweils neueste bietet auch alle von Google vorgesehenen Funktionen. Hinzu kommt, dass Google im Gegensatz zu Apple den Netzbetreibern freie Hand lässt. Die können dann beispielsweise irgendwelche unnützen Werbeanwendungen aufspielen, die sich nachher nicht mehr entfernen lassen. Auch wird niemand zu Android greifen, der Google nicht vertraut: Der Internetriese sammelt hier nämlich (auch) Daten.

Nokia: Stockender Marktführer

Noch immer sind die Finnen beim Gesamtmarktanteil der Smartphones vorne. Das Problem: Die Software, mittlerweile Symbian^3 genannt, kann mit Android und iPhone noch immer nicht konkurrieren. Das äußerst sich dann darin, dass das Gerät Denkpausen einlegt oder die Oberfläche eigentlich nicht für die Touchscreen-Bedienung, wie sie alle modernen Handys haben, optimiert ist. Trotzdem gibt es auch für Symbian mittlerweile viele Apps.

Es ist noch nicht abzusehen, wann Nokia seine Probleme überwindet. Zwischenzeitlich gab es Gerüchte, die Finnen könnten auf Windows Phone 7 oder Android umsteigen. Eine echte konsistente Smartphone-Strategie ist jedoch nicht zu erkennen. Bis der neue Chef Stephen Elop daran etwas ändert, braucht es noch. Die Geräte sind zudem sehr unterschiedlich.

Blackberry: Bewährtes Business, etwas staubig

Auch Blackberry-Hersteller RIM wurde von Apple überrollt. Seither versuchen die Kanadier, ihr Betriebssystem Touchscreen-fähig zu machen und insgesamt zu modernisieren. Das gelingt teilweise, teilweise nicht. Das Problem: Zwischen neuen Multimedia-Funktionen, bunten Spiele-Apps und den Business-zentrierten E-Mail-Funktionen weiß man bei den RIM-Geräten nie ganz, wo sie eigentlich hinwollen. Trotzdem bleiben die Geräte bewährte Helfer im Geschäftsleben.

Sie haben Fragen zu Gadgets und Computertechnik, zu Produktauswahl und neuen Internet-Angeboten? wiwo.de-Technik-Kolumnist Ben Schwan antwortet gerne hier, wenn Ihr Anliegen auch andere Nutzer interessieren könnte. Schreiben Sie uns.

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