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Wechselangebote für Bestandskunden iPhone 3G künftig schon für einen Euro

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Das iPhone 3G - ab 11. Juli Quelle: AP

Gestern hatte der wie üblich in blaue Jeans und schwarzes T-Shirt gewandete Apple-Chef Steve Jobs die Katze aus dem Sack gelassen: das iPhone 3G kommt. Es war die größte Konzentration von Apple-iPhone-Besitzern auf dem Planeten. Ungeduldig mussten die 5200 Besucher von Apples weltweiter Entwicklerkonferenz gestern Mittag (Ortszeit) im Moscone Konferenzzentrum in San Franciscos Innenstadt ausharren. 90 Minuten war die Eröffnungsrede alt.

Vom 11. Juli an wird die nächste Generation des iPhone verkauft. Und zwar nicht wie zur Premiere am 29. Juni 2007 exklusiv in den USA, sondern in 22 Ländern – darunter auch Deutschland. Die eigentliche Überraschung aber ist der Preis: Das Handy wird 199 Dollar kosten. Jobs versprach, darauf Einfluß zu nehmen, dass der Preis weltweit sich in ähnlichem Rahmen wie in den USA bewegen wird. Der größte Kritikpunkt von iPhone-Interessenten sei der zu hohe Preis gewesen.

Es wird gleich zum Start zwei Varianten geben: Das iPhone mit acht Gigabyte Speicher für 199 Dollar sowie eine Variante mit doppelter Speicherkapazität für 299 Dollar. Die neueste Generation des Apple-Handys unterstützt nicht nur den Mobilfunkturbo UMTS, sondern verfügt auch über einen integrierten GPS-Chip, der das Handy zu einem simplen Navigationsgerät macht. Beim aktuellen iPhone ist die Standortbestimmung nur ungenau über das Mobilfunknetz selbst möglich.

Mit der neuesten Generation macht Surfen am Handy viel mehr Spaß. Eine mit Grafiken gespickte Seite baut sich achtmal schneller auf. Jobs gab damit öffentlich zu, was Kritiker seit langem bemängeln – das Surfen mit dem gegenwärtigen iPhone ist einfach zu langsam. Aber nur jemand wie der Apple-Chef bringt es fertig, diese Schwäche unter johlenden Beifall vieler Besitzer zu demonstrieren. Apple-Fans sind bekanntlich schmerztolerant – auch was den Preisverfall angeht. Zur Premiere am 29. Juni 2007 mußten noch bis zu 599 Dollar für das Kultgerät berappt werden.

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    Jobs entschuldigt die Surfschwäche der ersten Generation damit, dass der Akku sonst zu schnell schlapp gemacht hätte. Für die neueste Version werden immerhin fünf Stunden Gesprächszeit im 3G-Mode versprochen. Bei der Konkurrenz ist es im Schnitt eine Stunde weniger. Wer unterwegs Strom sparen will, kann zudem den UMTS-Modus ausschalten.

    Kampfansage an Nokia und Co.

    Keine Frage, der Preis ist eine Kampfansage an die etablierten Handy-Hersteller, allen voran Nokia, Motorola, Samsung und Blackberry-Produzent Research In Motion. Zugleich hat Apple sein Handy hoffähig für Unternehmen gemacht. Mit dem Start der neuesten Generation kommt parallel die iPhone Software 2.0 auf den Markt, mit denen sich alle iPhones gratis sowie der iPod Touch (dieser für 9,95 Dollar) upgraden lassen.

    Die neueste Softwareversion erleichtert das sichere Einbinden der Apple Handys in Unternehmensnetzwerke. Via Microsoft Exchange lassen sich E-Mails, Dokumente und Termine mit dem iPhone abgleichen – bislang vor allem eine Domäne von Blackberry und Nokia.  Besser unterstützt wird auch Microsoft Office. Neu ist eine Suchfunktion im Telefonbuch. Mehrere E-Mails lassen sich nun auf einen Schlag löschen. Eltern können den Gebrauch des iPhone via Software einschränken – beispielsweise das Herunterladen von Programmen blockieren oder das Betrachten von Videos auf YouTube. Diese Herrschaftswerkzeuge stehen natürlich auch den Systemadministratoren von Firmen-iPhones zur Verfügung.

    Jobs macht keinen Hehl, dass er das iPhone als die nächste große Computerplattform sieht. Im März öffnete er deshalb das iPhone für externe Entwickler, die ab 11. Juli ihre Anwendungen über einen von Apple betriebenen Online-Store offerieren können. Ist die Anwendung gratis, kostet die Entwickler das nichts, ansonsten behält Apple 30 Prozent vom Preis der Applikation ein.

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