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Wechselangebote für Bestandskunden iPhone 3G künftig schon für einen Euro

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Neuer Onlinie-Service "mobileme"

In San Francisco präsentierte iPhone-Softwarechef Scott Forestall die ersten Anwendungen – darunter typische Handyspiele, aber auch Anwendungen zur Ausbildung von Ärzten und Präsentieren von Röntgenbildern. Die Nachrichtenagentur AP zeigte ein mit Videos und Bildern aufgepepptes Informationsangebot.

In der Beta-Phase beschränkte Apple die Entwickler aus Kapazitätsgründen auf rund 4000 – darunter nur ein paar aus Deutschland. Ab 11. Juli, so iPhone-Marketingchef Greg Joswiak, wird das Programm allen Entwicklern offen stehen. Der iPhone-Store ist auch für Unternehmen interessant, die darüber ihre Geräte verwalten können. So lassen sich Anwendungen schreiben, die sich gezielt auf ganz bestimmte Geräte verteilen lassen, nur dort funktionieren und bei Bedarf – wenn das Handy gestohlen wird oder sich der Aufgabenbereich des Nutzers ändert – einfach abschalten lassen.

Neu ist auch ein Online-Service namens "mobileme". Über den Webdienst lassen sich Fotos, E-Mails, Kontakte und Termine verwalten und mit dem iPhone und Computer abgleichen. Wird ein Termin am Computer geändert, geschieht das automatisch via Funk auch am iPhone – umgekehrt genauso. Der Dienst, der den bestehenden Online-Service .mac ablöst, wird 99 Dollar im Jahr kosten.

Unter den Argusaugen von Apple-Managern durften ausgewählte Journalisten das neue iPhone kurz begutachten. Die paar Minuten reichten nur für einen ersten Eindruck. Rein äußerlich hat sich an dem Handy kaum etwas verändert. Die Gehäuseschale ist nicht mehr aus Aluminium, sondern Plastik. Was billig klingt, aber nicht so wirkt. Das Handy liegt gut in der Hand. Die Oberfläche fühlt sich gut an, ist rutschfest. Die Gehäuserückwand ist wahlweise schwarz oder weiß, wobei es letzteres nur in der Premiumversion von 299 Dollar gibt – damit die Leute mit etwas mehr Geld das auch zeigen können. Der UMTS-Modus lässt sich stromsparend per Fingerdruck ausschalten – ebenso wie der GPS-Empfänger.

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    Apple hat von seinen Fehlern gelernt und die neueste Generation mit einem Anschluß ausgerüstet, der mit allen modernen Kopfhörern zurecht kommt. Für die Premiere-Version brauchte man einen hässlichen Adapter oder musste an seinen Kopfhörern herumbasteln.

    Interessant ist auch, was nicht verändert wurde – die Kamera ist das gleiche Zwei-Megapixel-Modell. Video oder Blitz – Fehlanzeige. Und das bei einem Handy, das sich wie kein anderes zum Betrachten von Bildern und Video eignet.

    Stur bleibt Apple auch beim Ausschneiden und Kopieren von Informationen, was beispielsweise für das Archivieren von Textpassagen aus E-Mails oder Webseiten hilfreich wäre. Die „copy und paste“ Funktion sucht man in der neuesten Softwareversion vergebens. Laut iPhone-Marketingchef Joswiak wurde die Funktion nicht stark genug nachgefragt: "Sie stand nicht auf der Top Ten Liste unserer Prioritäten."

    Der ultimative digitale Begleiter

    Außerdem - auch das ist unverändert geblieben - können Programme nicht im Hintergrund laufen. Apple hat aber nach eigenen Angaben eine Technik entwickelt, mit der verschiedene Programme untereinander kommunizieren können. Dennoch: Wenn der stolze iPhone-Besitzer mit seinem Instant Messenger ständig online sein will, kann er kein anderes Programm zeitgleich starten.

    Auch ins iPhone eingegebene Notizen können weiterhin nicht mit dem Computer abgeglichen werden – jedenfalls nicht auf einfachen Weg. Sie lassen sich in Apple neuen kostenpflichtigen Online-Service "mobileme" hochladen.

    Bei aller Kritik – das neue iPhone setzt Standards. Das Apple-Handy ist der ultimative digitale Begleiter – iPod, Videoabspielgerät, E-Mail, Web, Ortung und Telefon in einem.

    Die Konkurrenz wird sich strecken müssen, vor allem bei dem neuen Preis. Und Apple wird wohl oder übel auch bei seinen iPods im Preis nachgeben müssen. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum die Börse Apple-Chef Jobs erstmal die kalte Schulter zeigte – während seiner Rede fiel die Apple-Aktie um rund fünf Prozent, um sich dann etwas zu erholen. Den Tag, an dem Jobs das iPhone 2.0 der Weltöffentlichkeit präsentierte, beendete sie trotzdem im Minus.

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