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Wechselangebote für Bestandskunden iPhone 3G künftig schon für einen Euro

Das neue iPhone 3G wird in Deutschland zwischen 249,95 Euro und 1 Euro kosten - je nach Modell und Tarif. Die T-Mobile-Tarife mit 24 Monaten Laufzeit, die schon bisher mit dem Apple-Mobiltelefon gekoppelt waren, bleiben unverändert, wie die Telekom-Tochter heute in Bonn mitteilte. Damit sinkt der Preis gegenüber dem Vorgängermodell drastisch.

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Auch das iPhone 3G gibt's in Quelle: dpa

Das iPhone 3G kommt am 11. Juli zu den Händlern. Bisherige iPhone-Kunden sollen von T-Mobile ein Angebot für den Kauf des neuen Modells vor Ablauf ihres Vertrags erhalten. Folgende Tarife bietet T-Mobile künftig an (dahinter die Preise des iPhone in der Ausführung mit acht Gigabyte Speicher/16 Gigabyte Speicher):

29 Euro pro Monat: 169,95 Euro/249,95 Euro 49 Euro pro Monat: 59,95 Euro/149,95 Euro 69 Euro pro Monat: 1 Euro/39,95 Euro 89 Euro pro Monat: 1 Euro/19,95 Euro

Alle Tarife haben eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten. Sie unterscheiden sich unter anderem in der Zahl der Telefon-Inklusivminuten, die zwischen 50 und 1000 liegt. Ab 49 Euro gibt es zudem eine Daten-Flatrate per UMTS ebenso wie per WLAN-Hotspot. Allerdings wird nur beim teuersten Tarif die Datenrate nicht nach Erreichen eines bestimmten Monatsvolumens gedrosselt.

Die Preissenkung ist dramatisch. Bisher kostete das kleine iPhone zwischen 99 und 249 Euro, das Top-Modell wurde für einheitlich 499 Euro verkauft.

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    Die Chipkarte - auch das ist neu - kann künftig auch fürs Surfen im Internet mit einem anderen mobilen Endgerät benutzt werden, so steht das inklusive Daten-Freivolumen beispielsweise auch per Datenstick oder PCMCIA-Karte etwa für das Notebook zur Verfügung.

    Apple-Chef Steve Jobs bei der Quelle: AP

    In Deutschland wird das iPhone 3G wieder ausschließlich bei T-Mobile erhältlich sein - dank des Exklusiv-Vertrags, den Telekom-Chef René Obermann mit Apple-Chef Steve Jobs abgeschlossen hat. In rund drei Wochen geht's los. Ob sich dann bereits am Abend vor dem Verkaufsstart ähnlich lange Schlangen vor ausgewählten Telekom-Shops bilden werden wie im November vergangenen Jahres, bleibt abzuwarten. Zumindest warme Decken und Tee dürften diesmal nicht erforderlich sein - eine laue Sommernacht vorausgesetzt.

    Doch auch wer schon jetzt im stolzen Besitz eines Apple-Handys ist, kann hoffen. T-Mobile hat seinen Kunden auch bei der Einführung der 16-Gigabyte-Version des bisherigen Modells ein Upgrade angeboten: Wer die Variante mit der doppelten Speicherkapazität sein eigen nennen wollte, konnte sich aus dem Vertrag "herauskaufen" - für jeden verbleibenden Monat Restlaufzeit waren 10 Euro "Ablöse" zu zahlen. Kein preiswertes Vergnügen also, wenn man bedenkt, dass die ersten iPhone-Verträge frühestens im November vergangenen Jahres abgeschlossen werden konnte - aber dafür verlängerte sich die Laufzeit des Vertrags auch nicht.

    Kostenloses Upgrade im teuersten Tarif

    Ein T-Mobile-Sprecher bestätigte auf Anfrage von wiwo.de, dass es auch für das iPhone 3G eine Upgrade-Möglichkeit geben werde, und zwar ganz einfach und problemlos in den Telekom-Shops (T-Punkt) selbst. Nähere Einzelheiten stehen zwar noch nicht fest, doch ein Blick nach Großbritannien zeigt, wie der Wechsel von alt nach neu auch hierzulande funktionieren könnte. Dort vermarktet der Mobilfunkanbieter O2 UK das iPhone exklusiv. Die Briten waren schneller als ihre deutschen Kollegen und hatten bereits gestern auf ihrer Webseite die neuen Preise angegeben.

    Dabei ist die Strategie denkbar einfach: Je höher das monatliche Grundentgelt beträgt, das der iPhone-Kunde zahlt, umso günstiger wird das heiß begehrte iPhone 3G - im günstigsten Fall gibt es das Handy sogar kostenlos. Sollte sich auch T-Mobile Deutschland mit diesem Modell anfreunden, dürften Kunden, die im Tarif "Complete XL" telefonieren, die besten Karten haben: sie erhalten das iPhone 3G kostenlos. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie die Acht- oder 16-Gigabyte-Version wählen (doch wer würde sich bei diesem Angebot wohl freiwillig für die geringere Speicherkapazität entscheiden?).

    Kunden mit dem Tarif "Complete L" dürften wohl das iPhone 3G mit acht Gigabyte ohne Zuzahlung erhalten, für die Version mit Speicher wäre ein Obolus fällig. Einzig "Complete M"- und "Complete S"-Kunden könnten beim Gratis-Upgrade leer ausgehen. Sie müssen wohl in jedem Fall mit einer Zuzahlung rechnen. Interessant ist die Antwort auf die Frage, ob sich durch ein Upgrade die Laufzeit des Vertrags auf dann wieder 24 Monate verlängert oder nicht. Ob die monatlich zu zahlenden Preise für die Tarife "Complete S" bis "Complete XL" tatsächlich auf dem jetzigen Niveau bleiben werden, ist ebenfalls noch unklar. Ein Blick in die USA lässt nichts Gutes vermuten: AT&T, in den Staaten exklusiver Partner für Apples iPhone, will die Tarife um je 10 Dollar erhöhen.

    Nutzung mit Prepaid-Karte

    Fraglich ist auch, ob es T-Mobile den upgradewilligen Kunden ermöglichen wird, das alte iPhone mit einer zweiten Chip-Karte weiter zu betreiben. Bis zu drei dieser Karten, Multi-SIMs genannt, kann jeder T-Mobile-Kunde schon bisher ordern - nur eine davon ist aber für den Einsatz im iPhone selbst freigeschaltet. Sollte es diese Option nicht geben, bleibt dem Kunden nach dem Upgrade nur, sein altes iPhone entsperren zu lassen und dann eventuell zu verkaufen.

    O2 UK bietet immerhin die Möglichkeit, das alte iPhone mit einer Prepaid-Karte weiter zu nutzen - eine Option, die T-Mobile auch bieten könnte. Möglich wäre auch der Betrieb des alten Geräts mit einer an den Hauptvertrag gekoppelten "CombiCard", für die dann ein zusätzliches monatliches Entgelt in Höhe von 6 Euro anfallen würde.

    Bei aller Spekulation wird T-Mobile sicherlich die iPhone-Käufer der ersten Stunde nicht verärgern wollen und hoffentlich faire Wechselangebote offerieren - sonst würden sich zahlreiche Kunden wohl - im wahrsten Sinne des Wortes - veräppelt fühlen.

    Das iPhone 3G - ab 11. Juli Quelle: AP

    Gestern hatte der wie üblich in blaue Jeans und schwarzes T-Shirt gewandete Apple-Chef Steve Jobs die Katze aus dem Sack gelassen: das iPhone 3G kommt. Es war die größte Konzentration von Apple-iPhone-Besitzern auf dem Planeten. Ungeduldig mussten die 5200 Besucher von Apples weltweiter Entwicklerkonferenz gestern Mittag (Ortszeit) im Moscone Konferenzzentrum in San Franciscos Innenstadt ausharren. 90 Minuten war die Eröffnungsrede alt.

    Vom 11. Juli an wird die nächste Generation des iPhone verkauft. Und zwar nicht wie zur Premiere am 29. Juni 2007 exklusiv in den USA, sondern in 22 Ländern – darunter auch Deutschland. Die eigentliche Überraschung aber ist der Preis: Das Handy wird 199 Dollar kosten. Jobs versprach, darauf Einfluß zu nehmen, dass der Preis weltweit sich in ähnlichem Rahmen wie in den USA bewegen wird. Der größte Kritikpunkt von iPhone-Interessenten sei der zu hohe Preis gewesen.

    Es wird gleich zum Start zwei Varianten geben: Das iPhone mit acht Gigabyte Speicher für 199 Dollar sowie eine Variante mit doppelter Speicherkapazität für 299 Dollar. Die neueste Generation des Apple-Handys unterstützt nicht nur den Mobilfunkturbo UMTS, sondern verfügt auch über einen integrierten GPS-Chip, der das Handy zu einem simplen Navigationsgerät macht. Beim aktuellen iPhone ist die Standortbestimmung nur ungenau über das Mobilfunknetz selbst möglich.

    Mit der neuesten Generation macht Surfen am Handy viel mehr Spaß. Eine mit Grafiken gespickte Seite baut sich achtmal schneller auf. Jobs gab damit öffentlich zu, was Kritiker seit langem bemängeln – das Surfen mit dem gegenwärtigen iPhone ist einfach zu langsam. Aber nur jemand wie der Apple-Chef bringt es fertig, diese Schwäche unter johlenden Beifall vieler Besitzer zu demonstrieren. Apple-Fans sind bekanntlich schmerztolerant – auch was den Preisverfall angeht. Zur Premiere am 29. Juni 2007 mußten noch bis zu 599 Dollar für das Kultgerät berappt werden.

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      Jobs entschuldigt die Surfschwäche der ersten Generation damit, dass der Akku sonst zu schnell schlapp gemacht hätte. Für die neueste Version werden immerhin fünf Stunden Gesprächszeit im 3G-Mode versprochen. Bei der Konkurrenz ist es im Schnitt eine Stunde weniger. Wer unterwegs Strom sparen will, kann zudem den UMTS-Modus ausschalten.

      Kampfansage an Nokia und Co.

      Keine Frage, der Preis ist eine Kampfansage an die etablierten Handy-Hersteller, allen voran Nokia, Motorola, Samsung und Blackberry-Produzent Research In Motion. Zugleich hat Apple sein Handy hoffähig für Unternehmen gemacht. Mit dem Start der neuesten Generation kommt parallel die iPhone Software 2.0 auf den Markt, mit denen sich alle iPhones gratis sowie der iPod Touch (dieser für 9,95 Dollar) upgraden lassen.

      Die neueste Softwareversion erleichtert das sichere Einbinden der Apple Handys in Unternehmensnetzwerke. Via Microsoft Exchange lassen sich E-Mails, Dokumente und Termine mit dem iPhone abgleichen – bislang vor allem eine Domäne von Blackberry und Nokia.  Besser unterstützt wird auch Microsoft Office. Neu ist eine Suchfunktion im Telefonbuch. Mehrere E-Mails lassen sich nun auf einen Schlag löschen. Eltern können den Gebrauch des iPhone via Software einschränken – beispielsweise das Herunterladen von Programmen blockieren oder das Betrachten von Videos auf YouTube. Diese Herrschaftswerkzeuge stehen natürlich auch den Systemadministratoren von Firmen-iPhones zur Verfügung.

      Jobs macht keinen Hehl, dass er das iPhone als die nächste große Computerplattform sieht. Im März öffnete er deshalb das iPhone für externe Entwickler, die ab 11. Juli ihre Anwendungen über einen von Apple betriebenen Online-Store offerieren können. Ist die Anwendung gratis, kostet die Entwickler das nichts, ansonsten behält Apple 30 Prozent vom Preis der Applikation ein.

      Neuer Onlinie-Service "mobileme"

      In San Francisco präsentierte iPhone-Softwarechef Scott Forestall die ersten Anwendungen – darunter typische Handyspiele, aber auch Anwendungen zur Ausbildung von Ärzten und Präsentieren von Röntgenbildern. Die Nachrichtenagentur AP zeigte ein mit Videos und Bildern aufgepepptes Informationsangebot.

      In der Beta-Phase beschränkte Apple die Entwickler aus Kapazitätsgründen auf rund 4000 – darunter nur ein paar aus Deutschland. Ab 11. Juli, so iPhone-Marketingchef Greg Joswiak, wird das Programm allen Entwicklern offen stehen. Der iPhone-Store ist auch für Unternehmen interessant, die darüber ihre Geräte verwalten können. So lassen sich Anwendungen schreiben, die sich gezielt auf ganz bestimmte Geräte verteilen lassen, nur dort funktionieren und bei Bedarf – wenn das Handy gestohlen wird oder sich der Aufgabenbereich des Nutzers ändert – einfach abschalten lassen.

      Neu ist auch ein Online-Service namens "mobileme". Über den Webdienst lassen sich Fotos, E-Mails, Kontakte und Termine verwalten und mit dem iPhone und Computer abgleichen. Wird ein Termin am Computer geändert, geschieht das automatisch via Funk auch am iPhone – umgekehrt genauso. Der Dienst, der den bestehenden Online-Service .mac ablöst, wird 99 Dollar im Jahr kosten.

      Unter den Argusaugen von Apple-Managern durften ausgewählte Journalisten das neue iPhone kurz begutachten. Die paar Minuten reichten nur für einen ersten Eindruck. Rein äußerlich hat sich an dem Handy kaum etwas verändert. Die Gehäuseschale ist nicht mehr aus Aluminium, sondern Plastik. Was billig klingt, aber nicht so wirkt. Das Handy liegt gut in der Hand. Die Oberfläche fühlt sich gut an, ist rutschfest. Die Gehäuserückwand ist wahlweise schwarz oder weiß, wobei es letzteres nur in der Premiumversion von 299 Dollar gibt – damit die Leute mit etwas mehr Geld das auch zeigen können. Der UMTS-Modus lässt sich stromsparend per Fingerdruck ausschalten – ebenso wie der GPS-Empfänger.

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        Apple hat von seinen Fehlern gelernt und die neueste Generation mit einem Anschluß ausgerüstet, der mit allen modernen Kopfhörern zurecht kommt. Für die Premiere-Version brauchte man einen hässlichen Adapter oder musste an seinen Kopfhörern herumbasteln.

        Interessant ist auch, was nicht verändert wurde – die Kamera ist das gleiche Zwei-Megapixel-Modell. Video oder Blitz – Fehlanzeige. Und das bei einem Handy, das sich wie kein anderes zum Betrachten von Bildern und Video eignet.

        Stur bleibt Apple auch beim Ausschneiden und Kopieren von Informationen, was beispielsweise für das Archivieren von Textpassagen aus E-Mails oder Webseiten hilfreich wäre. Die „copy und paste“ Funktion sucht man in der neuesten Softwareversion vergebens. Laut iPhone-Marketingchef Joswiak wurde die Funktion nicht stark genug nachgefragt: "Sie stand nicht auf der Top Ten Liste unserer Prioritäten."

        Der ultimative digitale Begleiter

        Außerdem - auch das ist unverändert geblieben - können Programme nicht im Hintergrund laufen. Apple hat aber nach eigenen Angaben eine Technik entwickelt, mit der verschiedene Programme untereinander kommunizieren können. Dennoch: Wenn der stolze iPhone-Besitzer mit seinem Instant Messenger ständig online sein will, kann er kein anderes Programm zeitgleich starten.

        Auch ins iPhone eingegebene Notizen können weiterhin nicht mit dem Computer abgeglichen werden – jedenfalls nicht auf einfachen Weg. Sie lassen sich in Apple neuen kostenpflichtigen Online-Service "mobileme" hochladen.

        Bei aller Kritik – das neue iPhone setzt Standards. Das Apple-Handy ist der ultimative digitale Begleiter – iPod, Videoabspielgerät, E-Mail, Web, Ortung und Telefon in einem.

        Die Konkurrenz wird sich strecken müssen, vor allem bei dem neuen Preis. Und Apple wird wohl oder übel auch bei seinen iPods im Preis nachgeben müssen. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum die Börse Apple-Chef Jobs erstmal die kalte Schulter zeigte – während seiner Rede fiel die Apple-Aktie um rund fünf Prozent, um sich dann etwas zu erholen. Den Tag, an dem Jobs das iPhone 2.0 der Weltöffentlichkeit präsentierte, beendete sie trotzdem im Minus.

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