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Windows Phone 7 Microsoft setzt neue Standards

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Achim Berg ist als Leiter der Quelle: dpa

Insofern sind die Live Tiles weniger Platzhalter für einzelne Programme sondern vielmehr Aggregatoren für Informationen aus mehreren anderen Apps. Während andere Handys beispielsweise getrennte Programme für den Zugriff auf die Facebook App, die Kontaktliste sowie E-Mail- und SMS-Dienste anbieten, laufen diese bei Microsoft in einer Applikation zusammen. Die Kontaktliste umfasst nicht nur die Kontaktdaten der jeweiligen Personen, sondern auch Statusmeldungen von Facebook oder Windows Live. Ähnlich funktionieren auch die anderen Kacheln. Beispielsweise integriert der Bildbetrachter auch Facebook Alben und zeigt dann auch Kommentare zu den Bildern.

Das sieht nicht nur sehr gefällig aus. Es bedient sich auch - nach kurzer - Eingewöhnung sehr flüssig und in weiten Teilen fast selbst erklärend. Zumindest so lange sich der Nutzer nicht allzu sehr in die Tiefen der Gerätesteuerung begiebt, lassen sich  die neuen Smartphones erfreulich stringent managen. Bei ersten Tests, noch mit Vorserienmodellen, bin ich auf keine ernsthaften Mängel gestoßen. Wenn man einmal davon absieht, dass die allererste Softwareversion von Win Phone 7 es aller Voraussicht nach noch nicht erlauben wird, Textelemente, Rufnummern oder Webseiten-Inhalte aus einer Anwendung auszuschneiden und in andere zu kopieren. Die sogenannte "copy and paste" Funktion nämlich hatte Microsoft offenbar zunächst nicht vorgesehen und erst so spät noch ins Lastenheft der Entwickler geschrieben, dass sie wohl erst im ersten Betriebssystemupdate nachgeliefert wird.

Rigide Vorgaben für Hardwarepartner

Gesteuert werden die neuen Win-Phone-7-Handys mehrheitlich über einen berührungsempfindlichen Bildschirm der kapazitativen Sorte, der also auf Veränderungen in der Oberflächenspannung reagiert. Die ältere, preiswertere aber weniger robuste Variante mit resistiven, also druckempfindlichen Displays hat Microsoft den Handyproduzenten untersagt.

So wie der Konzern seinen Hardwarepartnern überhaupt recht rigide Vorgaben bei der Gerätegestaltung gemacht hat. Alle Geräte müssen mindstens eine Fünf-Megapixel-Kamera mit Blitz mitbringen. GPS-Empfänger, Beschleunigungssensor, Kompass und Helligkeitssensor geben ihnen ein Gefühl für ihre Umwelt und das, was der Nutzer mit ihnen anstellen will. Schließlich sollen sich die Telefone über die Integration von Teilen der Xbox-Software-Plattform auch als mobile Spielekonsolen nutzen lassen.

Für die nötige Rechen- und Grafikpower sowie ausreichend Programm- und Datenspeicher sorgen unter anderem ein mindestens 800 Megahertz schneller Prozessor und wenigsten acht Gigabyte Flashspeicher. Dazu kommen drei Standardtasten unterhalb des Touchscreens, um aus und in jeder Anwendung zurück springen, das Startmenü öffnen und die Suche im Telefon aufrufen zu können.

Welche Kreativität Microsofts Handy-Partner trotz dieser Vorgaben noch in ihre neuen Geräte integrieren konnten zeigt sich am Montag, wenn Microsoft-Chef Steve Ballmer in New York und sein Handy-Man Achim Berg in Hamburg auf zwei gleichzeitigen Pressekonferenzen die Neuheiten enthüllen.

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