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Zukunftsmacher Innovationen, die unser Leben verändern

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Das Cool-Computing-Teilprojekt soll den schier unstillbaren Energiehunger der Mikrochips in den Griff bekommen. „Ziel ist, die Rechenleistung weiter regelmäßig zu verdoppeln, ohne aber den Stromverbrauch zu steigern“, sagt Fettweis. Bis 2013 soll die neue Technik in einem Hochleistungsrechner eingesetzt werden.

Das zweite Teilprojekt, der „Cool Reader“, ist zugleich Forschungsobjekt und Demonstrator der Energiespartechnik. Denn die Cluster-Partner wollen ein Lesegerät für digitale Bücher entwickeln, das über extrem Strom sparende Mobilfunkchips Texte und andere Dokumente empfangen kann. Dabei soll der Strom seiner eingebauten Solarzellen für den Betrieb ausreichen.

Selbst den Flugverkehr wollen die Dresdener Dank energieautarker Spezialchips sicherer machen. Das Teilprojekt „Cool Sensornet“ soll Sensoren liefern, die Kohlefaser-Bauteile neuer Flugzeuggenerationen auf Risse überwachen. Sie werden in Flugzeugteilen einlaminiert. Dort sollen die Sensoren ohne externe Stromversorgung 30 Jahre lang anhand von Schwingungen Bauteile überwachen und vor Schäden warnen. Den für Messung und Funkübertragung zum Zentralrechner benötigten Strom erzeugen die Sensoren selbst. Ähnlich einer Automatikuhr, die Handbewegungen in Antriebskraft wandelt, soll ein Mikrogenerator im Sensor Erschütterungen in Strom umwandeln.

Umweltschutz und neue Arbeitsplätze durch Cool Silicon

Mehr Rechenleistung bei geringerem Energieverbrauch – auf die Kombination setzt auch die Politik: „Effiziente IT dient nicht nur dem Umweltschutz, sondern schafft in erheblichem Umfang Arbeitsplätze in Deutschland“, so Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bei der Präsentation des Förderschwerpunkts „IT goes green“ im Frühjahr dieses Jahres.

Ähnlich optimistisch ist auch Cool-Silicon-Initiator Fettweis: Sein Sachsen-Cluster soll nicht nur coole Mikroelektronik, sondern auch bis zu zehn Milliarden Euro zusätzlicher Umsätze und Tausende neuer Jobs bringen. Rund 43.500 Arbeitsplätze bietet die Branche schon in der Region „Cool Silicon könnte in fünf Jahren die Basis für 10.000 neue Stellen in bestehenden Unternehmen und Neugründungen liefern.“ Einige der Startups dürfte Fettweis wohl selbst noch auf den Weg bringen. 

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