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Zukunftsmacher Innovationen, die unser Leben verändern

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Umwelt statt Biotechnologie

Eine Studie der Beratungstochter des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln, IW Consult, bestätigt diese Einschätzung. Das Institut hat gerade die Zukunftsfähigkeit von 35 Branchen untersucht und Dutzende Experten befragt. Das Fazit: Der Aufschwung vor der Wirtschaftskrise war industriell geprägt. Wachstum und Arbeitsplätze entstanden in den Branchen Medizin-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Pharma, Maschinenbau sowie in der Flugzeug-, Automobil-, Chemie- und Elektroindustrie. Erst auf dem neunten Rang folgt mit Unternehmensdiensten eine dienstleistungsorientierte Branche.

„Forschung, Innovation und internationale Verflechtung sind Stärken vor allem der produzierenden Unternehmen und begründen Deutschlands starke Exportposition“, sagt Karl Lichtblau, Geschäftsführer der IW Consult. Der gegenwärtige Abschwung ändert daran nichts. Zwar sind bedeutsame Industriezweige wie die Autohersteller und der Maschinenbau stark von der Krise betroffen. Dennoch werden sie nach der Flaute, so die IW-Consult-Analyse, weiter zu den Gewinnerbranchen zählen.

Misstrauen gegenüber Klonen und Gentechnik bleibt

Interessante Abweichungen ergaben sich in der Bewertung der Wachstumspotenziale wichtiger Zukunftstechnologien: Während die Experten in Deutschland die Umwelttechnik vorn sehen, geben sie weltweit der Bio- und der Gentechnologie die größten Chancen. In Deutschland landeten diese abgeschlagen auf hinteren Rängen (siehe Grafik).

Die schlechten Platzierungen hierzulande spiegeln das Misstrauen wider, das Bürger und Politiker gegen Klonen und Gentechnik hegen. In anderen Ländern dagegen können Wissenschaftler und Unternehmen weitgehend ohne Restriktionen an diesen Themen arbeiten.

Deshalb bleiben laut Urteil der von IW Consult befragten Experten die Traditionsbranchen Pharma, Automobil- und Maschinenbau auch in den nächsten Jahren Jobmotoren in Deutschland. Lichtblau: „Die Perspektiven für einen neuen Aufschwung sind gut.“

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