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Technologiekonzern Tencent profitiert in der Coronakrise von Handy-Spielen

Der chinesische Technologiekonzern steigerte im abgelaufenen Quartal den Umsatz um 37 Prozent. Grund war das starke Geschäft mit Smartphone-Spielen.

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Vor allem bei Smartphone-Spielen wie etwa „Peacekeeper Elite“ und „Honour of Kings“ lief es für den Technologiekonzern gut. Quelle: Reuters

Der chinesische Digitalkonzern Tencent hat im zweiten Quartal unerwartet stark von der gestiegenen Internetnutzung im Zuge der Corona-Pandemie profitiert. Die Erlöse seien im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent auf 114,9 Milliarden Yuan (14,4 Milliarden Euro) gestiegen, teilte der Betreiber des in China dominierenden Messengerdienstes WeChat am Mittwoch in Hongkong mit. Tencent ist in den USA von Sanktionen bedroht.

Auch unter dem Strich blieb mit 33,1 Milliarden Yuan deutlich mehr übrig, als Analysten erwartet hatten. Das Unternehmen profitierte hierbei unter anderem vom Verkauf von Anteilen sowie Bewertungssteigerungen seiner Anlagen im Umfang von insgesamt 8,6 Milliarden Yuan.

Zum kürzlich vom US-Präsidenten Donald Trump per Dekret erlassenen Verbot des Chat-Dienstes WeChat äußerte sich Tencent nicht. Die App hat laut der Analyse-Firma Apptopia rund 19 Millionen täglich aktive Nutzer in den USA. Vor allem in China ist der Whatsapp-Rivale das meistgenutzte Messaging-System.

Besonders im internationalen Gaming-Geschäft habe Tencent sowohl im Jahres- als auch im Quartalsvergleich zugelegt, hieß es in der Mitteilung. Der Lockdown wegen der Coronakrise sowie Neuveröffentlichungen von Spielen leisteten laut Konzernchef Ma Huateng ihren Beitrag. In China sank die Spielenutzung auf Smartphones hingegen im Vergleich zum Vorquartal. Hierfür sei sowohl die Jahreszeit als auch die Rückkehr in die Büros verantwortlich.

2020 werde ein großes Jahr für Tencent Games, hieß es von Leo Liu, Analyst bei China Merchants Securities. Jedoch gebe es Bedenken wegen Verzögerungen bei einem Kassenschlager der Chinesen. Der Aktienkurs der niederländischen Beteiligungsfirma Prosus, der rund 31 Prozent der Tencent-Aktien gehören, stiegen zuletzt. Prosus gehört wiederum zum südafrikanischen Medienkonzern Naspers, der dort seine Internet-Beteiligungen gebündelt hat.

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