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Technologiekonzern US-Forschungstochter von Huawei entlässt offenbar Mitarbeiter

Seit Montag sollen bei Futurewei Technologies in Kalifornien Mitarbeiter entlassen werden. Einem Insider zufolge sollen 70 Prozent der Futurewei-Stellen gestrichen werden.

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Die Technologietochter des chinesischen Konzerns soll Mitarbeiter entlassen. Quelle: Reuters

Santa Clara Die US-Forschungstochter des chinesischen Technologiekonzerns Huawei entlässt nach Angaben von betroffenen Angestellten seit Montag Mitarbeiter. Mindestens sechs von ihnen verließen am Vormittag die Büros von Futurewei Technologies im Silicon Valley mit Kisten und Taschen. Ein Mitarbeiter, der namentlich nicht genannt werden sollten, bestätigte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters die Entlassungen. Seinen Angaben zufolge soll eine offizielle Ankündigung am Dienstag veröffentlicht werden. Huawei lehnte einen Kommentar ab.

Ein Huawei-Mitarbeiter hatte Reuters vergangene Woche erklärt, durch Entlassungen sollten 70 Prozent der 850 Stellen von Futurewei in den USA gestrichen werden. Die Konzernführung in China habe eine Liste mit den Namen der betroffenen Mitarbeiter geschickt. Ziel sei es, alle Projekte aus dem Open-Source-Bereich, mit kurz vor dem Abschluss stehenden Huawei-Produkten sowie die gesamte Forschung und Entwicklung bei kritischen Technologien zu beenden.

Die US-Regierung hatte Huawei vor etwa zwei Monaten auf eine schwarze Liste gesetzt. Damit wurde es für die US-Tochter illegal, gewisse Technologien an den Mutterkonzern weiterzuleiten. Zudem darf Huawei mehrere Produkte nicht mehr von amerikanischen Technologiefirmen kaufen. Die USA befürchten nach eigenen Angaben, dass der Telekomausrüster Spionage ermöglicht. Der Konzern weist dies zurück.

Ein nicht von den Maßnahmen betroffener Mitarbeiter erklärte, die Arbeit bei Futurewei sei nach den US-Verboten faktisch zum Stillstand gekommen. Das Unternehmen unterhält auch Büros in den Ballungsgebieten um Seattle, Chicago und Dallas. Es sollte ursprünglich eng mit amerikanischen Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten. Dem US-Patentamt zufolge hat Futurewei mehr als 2100 Patente eingereicht.

Mehr: Huwaei half laut einem Bericht Nordkorea beim Aufbau eines Mobilfunknetzes. Der Konzern erklärt jedoch, man sei in dem Land nicht vor Ort präsent.

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