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Telekom-Tochter T-Systems mit mehr Aufträgen und stabilem Umsatz

Aufatmen bei T-Systems: Die Talfahrt der Telekom-Tochter scheint dank eines kleinen Umsatz-Plus beendet. Auch mehr Aufträge werden verbucht.

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Die Zentrale der Telekom-Tochter in Frankfurt. Chef Adel Al-Saleh ist mit dem Umbau des Unternehmens zufrieden. Quelle: dapd

Hannover Das langjährige Sorgenkind der Deutschen Telekom, der IT-Anbieter T-Systems, sieht sich nach einer langen Durststrecke samt Personalabbau wieder auf Wachstumskurs. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Transformationsprozesses“, sagte T-Systems-Chef Adel Al-Saleh am Montag auf der Hannover Messe und zeigte sich überzeugt, dass es künftig weiter aufwärts gehe.

Bis 2020 solle 50 Prozent des Wachstums aus neuen Geschäftsfeldern kommen. 2018 konnte der Unternehmensbereich mit weltweit rund 38 000 Mitarbeitern den Angaben zufolge ein Auftragsplus von 30 Prozent verbuchen - der Vergleichswert war wegen der vorangegangenen Talfahrt aber niedrig.

Beim Umsatz konnte der Manager immerhin ein Mini-Plus von 0,3 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro vorweisen - der erste Zuwachs seit fünf Jahren, wie Al-Saleh sagte. T-Systems mit Sitz in Frankfurt hatte im vergangenen Jahr angekündigt, weltweit rund 10 000 Stellen zu streichen, davon 5600 in Deutschland. Grund: Überkapazitäten am Markt und harter Wettbewerb, der auskömmliche Preise erschwert. Die dunklen Wolken über der Firma verziehen sich nun aber allmählich, wie der Manager am Montag in Hannover klarmachte.

In Hannover verwies die Telekom am Montag auf einige Projekte mit großen Partnern, die den Konzern als digitalen Pionier auszeichnen sollen. Gemeinsam mit Argus Cyber Security, einer Tochter des Automobilzulieferers Continental, entwickelt der Konzern zum Beispiel ein Operations-Zentrum, das die Sicherheit autonom fahrender Fahrzeuge gewährleisten soll.

Mit dem schwedischen Autobauer Volvo kooperiert die Deutsche Telekom bei einer Lösung zum Schutz vor Drohnen-Angriffen. Boehringer Ingelheim nutze ebenfalls die Telekom-Lösung als Drohnenschutz, bei der das Gelände des Pharmaunternehmens mit Radio-Frequenz-Sensoren ausgestattet wurde. Der darauf aufgebaute Schutzschild erkenne Drohnen in Echtzeit, fängt sie ab und sichert zudem Beweise für eine spätere Strafverfolgung.

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