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Thomas Eichelmann Wirecard will Vorstand und Aufsichtsrat vergrößern

Der neue Wirecard-Aufsichtsratschef Thomas Eichelmann will das Gremium vergrößern und neu aufteilen. Damit kommt er Kritikern entgegen.

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Der Anbieter für digitale Zahlungsdienste wächst rasant, steht aber seit einiger Zeit unter dem Verdacht unsauberer Bilanzierung bei Töchtern im Ausland. Quelle: Reuters

Der neue Wirecard-Aufsichtsratschef Thomas Eichelmann will die Spitzengremien des Zahlungsverkehrsanbieters umbauen. Sowohl der Vorstand als auch der Aufsichtsrat solle vergrößert und neu aufgeteilt werden, sagte der ehemalige Finanzchef der Deutschen Börse dem „Manager Magazin“. „Wir könnten im Aufsichtsrat gut noch mehr Kapazität und Kompetenz gebrauchen, um den Vorstand kritisch und konstruktiv in die nächste Phase zu begleiten.“

Denkbar sei eine Erweiterung auf sechs von derzeit vier Vorständen. „Wir wachsen stark und expandieren etwa auch in das Konsumentenkreditgeschäft. Ein Vorstand für Personal könnte meines Erachtens Sinn ergeben, ebenso jemand, der sich auf das Thema internationaler Vertrieb fokussiert.“

Analysten hatten Wirecard in der Vergangenheit öfter dafür kritisiert, dass die Spitzengremien im Vergleich zu anderen Dax-Konzernen vergleichsweise klein und homogen sind. Für den Aufsichtsrat sucht Eichelmann, der dem Gremium seit dem 10. Januar vorsitzt, nun Personen mit internationaler Expertise.

„Wirecard wächst stark in Asien und soll auch in den USA angreifen“, zitierte ihn das Wirtschaftsmagazin. „Und weil ich neben dem Vorsitz des Aufsichtsrats nicht auch den Vorsitz im Prüfungsausschuss haben sollte, möchten wir dort bis zur Hauptversammlung nachbesetzen und brauchen weitere Finanzkompetenz.“ Eine Erweiterung auf acht von derzeit sechs Mitgliedern sei eine vorstellbare Größenordnung.

Der Anbieter für digitale Zahlungsdienste wächst rasant, steht aber seit einiger Zeit unter dem Verdacht unsauberer Bilanzierung bei Töchtern im Ausland. Wirecard lässt deshalb derzeit die Wirtschaftsprüfer von KPMG die Bücher durchforsten, um die Vorwürfe aus dem Weg zu räumen. Bis Ende März sollen die Ergebnisse vorliegen, wie Eichelmann bekräftigte.

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