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Gas-Rechner: Preise der Gasanbieter vergleichen

Was ändert sich durch einen Gasanbieterwechsel? Zahle ich zuviel? Finden Sie es heraus - mit dem Gasanbieter-Vergleich der WirtschaftsWoche.

Was bringt ein Gasanbieter-Vergleich?

Im Jahr 2016 wurden 22,6 Prozent der gesamten Energie in Deutschland durch Erdgas erzeugt. Für viele Haushalte ist Erdgas die Energiequelle für die Heizung, den Boiler oder den Küchenherd. Eine einzelne Person hat im Durchschnitt einen Gasverbrauch von rund 2.500 bis 5.000 Kilowattstunden. Mit einem Vergleichsrechner können Kunden Gasanbieter vergleichen und den günstigsten oder den für ihn besten Tarif auswählen.

So funktioniert der Gasanbieter Vergleich

Der Gas-Rechner zum Vergleich verschiedener Gasanbieter ist sehr simpel in der Benutzung. In einem ersten Teil können Sie eine vereinfachte Ergebnisliste der Gasanbieter bekommen. Nutzen sie in einem zweiten Teil die „weiteren Einstellungen“, werden Ihnen konkretere und individuellere Tarife der Gasanbieter angezeigt.

Eine erste, einfache Übersicht der Gasanbieter

Im ersten Schritt geben Sie in der linken Spalte ihre Postleitzahl an. Das System erkennt automatisch den dazugehörigen Ort. Danach geben Sie Ihren Gasverbrauch in Kilowattstunden in einem Jahr an. Um einen genauen Gaspreisvergleich starten zu können, ist dies eine der wichtigsten Informationen. Ihren Jahresverbrauch finden Sie in der Jahresabrechnung des aktuellen Gasanbieters, kann jedoch auch geschätzt werden.

Wie berechne ich den jährlichen Gasverbrauch?

Neben der Anzahl der im Haus lebenden Personen und vor allem der Wohnfläche haben auch die Beschaffenheit des Gebäudes, die Isolierung sowie die Anwendungsgebiete einen Einfluss auf die Höhe des Gasverbrauches. Wird das Wasser zum Beispiel auch zur Warmwasseraufbereitung genutzt, steigt der Gasverbrauch beim heißen Duschen an. Für die Berechnung des Gasverbrauchs gibt es einen allgemeinen Richtwert. Bei einem Haushalt mit einer Person liegt der durchschnittliche Gasverbrauch im Jahr bei 2.500 und 5.00 kWh.

Die Vertragslaufzeit

Im letzten Schritt in der linken Spalte geben Sie dann noch die gewünschte Vertragslaufzeit an. Eine kurze Vertragslaufzeit hat den Vorteil, dass Sie flexibel bleiben und nach kurzer Zeit Ihren Anbieter wieder wechseln können. Zudem gibt es bei diesen Verträgen oftmals verkürzte Kündigungsfristen. Lange Vertragslaufzeiten hingegen haben den Vorteil, dass Sie dort in den meisten Fällen eine Preisgarantie über die gesamte Zeit haben.

In der rechten Spalte müssen sie nun wählen, wie Sie ihr Gas nutzen. Sind sie Privatkunde oder suchen Sie einen neuen Gasanbieter für Ihr Gewerbe? Als Privatkunde nutzen sie das Gas für Ihren eigenen Haushalt, als Gewerbekunde haben Sie ein eigenes Geschäft oder einen landwirtschaftlichen Betrieb. Einige Anbieter haben spezielle Angebote für unterschiedliche Kundengruppen, da beide Gruppen verschiedene Bedürfnisse haben.

Lohnt sich ein Tarif mit kWh-Paket?

Danach wählen Sie, ob Sie einen Tarif mit oder ohne kWh-Paket haben wollen. Bei einem kWh-Paket kaufen Sie eine bestimmte Anzahl an Kilowattstunden. Solche Gas-Pakete gehören zu den günstigsten. Dennoch stehen sie immer wieder in der Kritik. Wer weniger als die fix gekaufte Gasmenge verbraucht, bekommt kein Geld zurück. Verbrauchen Sie aber mehr Gas, steigt der Arbeitspreis für jede mehr verbrauchte Kilowattstunden deutlich. Dennoch sind für folgende Haushalte Strom-Pakte eine Überlegung wert:

  • Haushalte, die einen über rund drei Jahre stabilen Gasverbrauch aufweisen
  • Schwankungen des Gasverbrauchs liegen bei höchstens fünf bis zehn Prozent
  • Für das kommende Belieferungsjahr stehen keine größeren Veränderungen an, die Auswirkungen auf den Verbrauch haben

Als letzten Schritt in der rechten Spalte geben Sie an, ob Sie einen Bonus des Gasanbieters direkt in die Gesamtkosten mit einrechnen wollen oder nicht.

Zum Schluss geben Sie noch Ihren aktuellen Anbieter und Ihren aktuellen Tarif an. Nach der Berechnung kann Ihnen das System dann direkt anzeigen, wie viel Geld Sie mit einem Wechsel zu einem der vorgestellten Gasanbieter sparen würden.

Haben Sie alle oben genannten Felder ausgefüllt, werden alle Gasanbieter verglichen und aufgelistet. Sie können Ihre Ergebnisse jetzt noch Filtern nach „Nur Verivox Empfehlungen“, „Nur Ökotarife“ und nach „alle Tarife“. Weiter können Sie die Ergebnisse individuell sortieren lassen, hier haben sie die Auswahl zwischen „Preis aufsteigend“, „Preis absteigend“, „Kundenbewertung“ und den Anbietern in alphabetischer Reihenfolge oder umgekehrt.

Konkretere Tarifvorschläge durch weitere Einstellungen

Um noch individuellere Ergebnisse zu bekommen, klicken Sie auf den Reiter „weitere Einstellungen“. Dort können Sie in der linken Spalte als Erstes angeben, wie lang eine Preisgarantie für Ihren Tarif gelten soll. Wenn Sie hier einen Zeitraum auswählen, werden Ihnen in der Ergebnisliste auch Tarife mit eingeschränkter Preisgarantie angezeigt. Als nächstes wählen Sie den gewünschten Zeitraum der Kündigungsfrist auf und wie lang der Vertrag nach Ende der ersten Laufzeit automatisch verlängert werden soll.

Darunter geben Sie die Heizleistung in Kilowatt an. Die Leistung beschreibt die Anschlusskapazität Ihres Gas-Heizkessels. Dabei entspricht ein Kilowatt einer Leistung von 1.000 Watt. Die Kilowatt-Anzahl können Sie auf Ihrer Gasrechnung nachlesen. Wenn Sie dieses Feld freilassen berechnet das System die Angabe nach der Formel Verbrauch/1600. Als letzten Schritt in der linken Spalte geben Sie an, wie viele Tarife eines Anbieters Ihnen angezeigt werden soll.

In der rechten Spalte können Sie auswählen, welche Eigenschaften Ihr Tarif haben soll. Ihre Auswahlmöglichkeiten sind:

  • Tarife gemäß den Richtlinien
  • Tarife mit hoher Kundenempfehlungsquote
  • Tarife nur mit Wechselmöglichkeiten
  • Nur Ökotarife
  • Tarife mit Vorauskasse
  • Tarife mit Kaution

Tipps zum Gas sparen

1. Freier Heizkörper

Schon beim Heizkörper selbst können Sie mit dem Sparen von Gas beginnen. Damit der Heizkörper die Wärme ungehindert an den Raum abgeben kann, sollten Sie diesen nicht zustellen. Konkret bedeutet das, dass Sie überlegen sollten, ob Sie Ihr Bett oder Ihr Sofa nicht besser an eine andere Wand stellen. Auch dicke Gardinen oder Vorhänge verhindern, dass die warme Luft ausströmen kann.

2. Heizung entlüften

In regelmäßigen Abständen sollten alle Heizkörper im Haus entlüftet werden. Anzeichen dafür, dass eine Heizung entlüftet werden muss, sind Gluckern oder ein zu langsames Aufheizen der Heizung. Am besten entlüften Sie ihre Heizungen einmal im Jahr mit einem speziellen Schlüssel. Am besten kurz bevor die Heizperiode beginnt. Dadurch können Sie Ihre Heizkosten um 15 Prozent sinken.

3. Heizung warten

In regelmäßigen Abständen sollten alle Heizkörper im Haus entlüftet werden. Anzeichen dafür, dass eine Heizung entlüftet werden muss, sind Gluckern oder ein zu langsames Aufheizen der Heizung. Am besten entlüften Sie ihre Heizungen einmal im Jahr mit einem speziellen Schlüssel. Am besten kurz bevor die Heizperiode beginnt. Dadurch können Sie Ihre Heizkosten um 15 Prozent sinken.

4. Richtig Kochen

In regelmäßigen Abständen sollten alle Heizkörper im Haus entlüftet werden. Anzeichen dafür, dass eine Heizung entlüftet werden muss, sind Gluckern oder ein zu langsames Aufheizen der Heizung. Am besten entlüften Sie ihre Heizungen einmal im Jahr mit einem speziellen Schlüssel. Am besten kurz bevor die Heizperiode beginnt. Dadurch können Sie Ihre Heizkosten um 15 Prozent sinken.

5. Warmes Wasser beim Duschen sparen

Auch im Bad können Sie viel Gas sparen. Zum Beispiel wenn Sie häufiger duschen als lange und sehr warme Bäder in der Badewanne zu nehmen. Denn ein Bad verbraucht nicht nur mehr Wasser, sondern auch dreimal so viel Energie als beim Duschen. Auch kürzeres Duschen kann Geld sparen. Wer nur drei Minuten kürzer duscht, kann in einem Haushalt mit drei Personen bis zu 150 Euro sparen.

6. Richtig Lüften

Besonders in den Monaten, in denen Ihre Heizung nahezu jeden Tag in Betrieb ist, sollten Sie richtig lüften. Am effizientesten ist dabei das Stoßlüften für ein- bis zweimal am Tag. Öffnen Sie dann das Fenster komplett für fünf bis zehn Minuten, damit ein kompletter Luftaustausch stattfinden kann. Verzichten Sie in diesen Monaten unbedingt darauf, dass Fenster längere Zeit auf Kipp zu halten.

6. Richtig Lüften

Besonders in den Monaten, in denen Ihre Heizung nahezu jeden Tag in Betrieb ist, sollten Sie richtig lüften. Am effizientesten ist dabei das Stoßlüften für ein- bis zweimal am Tag. Öffnen Sie dann das Fenster komplett für fünf bis zehn Minuten, damit ein kompletter Luftaustausch stattfinden kann. Verzichten Sie in diesen Monaten unbedingt darauf, dass Fenster längere Zeit auf Kipp zu halten.

7. Wohnung nicht auskühlen lassen

Heizen Sie in den Wintermonaten am besten konstant, gegebenenfalls auf niedriger Stufe. So können Sie viel Energie sparen. Denn die Wände nehmen die Wärme auf und geben sie gleichmäßig wieder ab. Kühlt die Wohnung aus, weil Sie beispielsweise über Nacht die Heizung ausschalten, braucht es am nächsten Morgen sehr viel Heizenergie, um die Wohnung wieder aufzuwärmen.

8. Richtige Temperatur für jeden Raum

Die ideale Temperatur in den unterschiedlichen Räumen ist nicht nur für Sie angenehmer, sondern kann auch Geld sparen. Richtwerte sind dabei für das Schlafzimmer 16 bis 18 Grad, für das Badezimmer 20 bis 23 Grad, für das Wohnzimmer 20 bis 22 Grad, für die Küche 18 bis 20 Grad und für den Flur 16 bis 18 Grad.

9. Fenster und Türen isolieren

Wenn Sie in der Nacht die Rollos der Fenster schließen, können Sie den Wärmeverlust über die Fenster um 30 Prozent reduzieren. Weiter sollten Sie Ihre gesamten Fenster und Türen auf undichte Stellen überprüfen. In den meisten Fällen helfen hier bereits Isolierklebebänder, Dichtungsbänder und Zugluftstopper.

10. Heizungsrohre und Wände dämmen

Gerade bei langen Heizungsrohren ist es sinnvoll, diese zu dämmen. Bei einer Haussanierung ist eine Fassadendämmung wichtig, diese sorgt dafür, dass im Winter die Kälte und im Sommer die Hitze draußen bleibt. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Zimmer mit einer Innendämmung zu isolieren. Dabei wird das Dämmmaterial an den Zimmerwänden angebracht.

Weitere Vergleichs-Rechner zum Kosten sparen

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