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Trotz Gewinneinbrüchen Münchener Rück hat genügend Geld für Zukäufe

Die Münchener Rück kann sich nach Aussagen des Vorstandsvorsitzenden Wenning weitere Zukäufe leisten – trotz Gewinneinbruchs im vergangen Jahr.

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Münchener Rück hat genügend Geld für Zukäufe Quelle: dpa

München Die Munich Re könnte sich Übernahmen nach eigenem Bekunden trotz des Gewinneinbruchs 2017 und hoher Ausschüttungen leisten. „Unsere starke Bilanz erlaubt uns Wachstum aus eigener Kraft und durch Zukäufe”, sagte Vorstandschef Joachim Wenning am Mittwoch auf der Hauptversammlung in München laut Redetext.

Der Gewinn des weltgrößten Rückversicherers war im vergangenen Jahr nach einer Serie von Hurrikanen und anderen kostspieligen Naturkatastrophen auf rund 400 Millionen Euro gesunken. Trotzdem schüttet die Munich Re 2,3 Milliarden Euro über eine Dividende von 8,60 Euro je Aktie und einen milliardenschweren Aktienrückkauf aus.

Wenning bekräftigte das Ziel, den Gewinn im laufenden Jahr auf 2,1 bis 2,5 Milliarden Euro zu steigern. Bis 2020 sollen daraus 2,8 Milliarden werden. Neben einer Ausweitung des Rückversicherungs-Geschäfts und höheren Gewinnen bei der Tochter Ergo sollen dazu auch mehr Kapitalanlage-Erträge beitragen.

In den USA stiegen die Zinsen langsam wieder. „Entsprechend sollte in diesem Geschäftsfeld der Rückgang unserer laufenden Rendite 2018 zu einem Ende kommen.” Im ersten Quartal verbuchte der Konzern bereits einen Nettogewinn von mehr als 800 Millionen Euro, wie er bereits am Montagabend mitgeteilt hatte. Das ist ein Zuwachs von gut 40 Prozent.

Der Erstversicherer Ergo macht mit seinem Sanierungsprogramm offenbar Fortschritte. „Vor zwei Jahren waren wir noch in Sorge, wie Ergo die massiven Einschnitte und Veränderungen sowie das hohe Tempo durchstehen würde”, sagte Wenning. „2016 und 2017 belegen: bis dato erfreulich gut.”

Bis 2021 soll die Düsseldorfer Tochter 600 Millionen Euro Gewinn abliefern, doppelt so viel wie zuletzt. „Doch möchte ich Ihnen nicht unterschlagen: Wir haben noch viel Arbeit vor uns”, sagte Wenning.

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