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Trotz Gewinnrückgang BayernLB strotzt vor Zuversicht - „Jetzt kommt die Kür“

Zwar sank der Gewinn der BayernLB im vergangenen Jahr vor Steuern um acht Prozent - doch in Zukunft hat die Bank mehr Beinfreiheit.

„Die Ausgangsbasis, die wir uns erarbeitet haben, könnte nicht viel besser sein“, findet Bankchef Johannes-Jörg Riegler. Quelle: dpa

MünchenDie BayernLB geht trotz eines Gewinnrückgangs 2017 mit Zuversicht ins neue Jahr. Nachdem die in der Finanzkrise vom Freistaat gerettete Landesbank im vergangenen Sommer das letzte Geld zurücküberwiesen hat, freut sich Bankchef Johannes-Jörg Riegler auf die neue Beinfreiheit. „Wir haben die letzten Pflichtaufgaben erledigt. Jetzt kommt die Kür“, sagte er am Donnerstag in München. Mit dem Abschluss des EU-Beihilfeverfahrens sind Beschränkungen für das Geschäft weggefallen, die Bank kann nun beispielsweise ihr Auslandsengagement ausweiten. „Die Ausgangsbasis, die wir uns erarbeitet haben, könnte nicht viel besser sein.“ Für 2018 erwartet Riegler wie üblich einen Gewinn vor Steuern im mittleren dreistelligen Millionenbereich.

Die Bilanz des vergangenen Jahres fiel gemischt aus: Einerseits sank der Gewinn vor Steuern um acht Prozent auf 652 Millionen Euro - auch weil Beteiligungsverkäufe das Ergebnis im Vorjahr aufgebläht hatten. Andererseits konnte die BayernLB trotz der lockeren Geldpolitik der EZB den Zinsüberschuss kräftig steigern. „Da ist sogar die Aufsicht stolz“, sagte Riegler. Der Provisionsüberschuss ging dagegen zurück. Grund waren geringere Erträge aus dem Kreditkartengeschäft der Tochter DKB, da die Interbankenentgelte sanken. Unter dem Strich kletterte der Gewinn der BayernLB auch wegen niedrigerer Steuern um ein Viertel auf 677 Millionen Euro.

Trotz der Rückzahlung der Staatshilfen stieg die harte Kernkapitalquote auf 15,3 (Vorjahr: 13,2) Prozent. „Damit gehören wir zu den solidesten Banken im Markt“, sagte Riegler.

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