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Trotz höherer Inflation China verzichtet in 2020 wohl auf Konjunkturpaket

Obwohl das Inflationsziel von drei Prozent offenbar nicht angehoben wird, verzichtet China laut einem Bericht auf ein neuerliches Konjunkturprogramm.

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Zuletzt ist die Jahresteuerung um 4,5 Prozent gestiegen – auch wegen höherer Schweinepreise. Quelle: dpa

Entgegen anders lautenden Spekulationen wird China dieses Jahr wohl nicht die Weichen für ein groß angelegtes Konjunkturprogramm stellen. Dagegen spricht, dass das Inflationsziel von drei Prozent voraussichtlich nicht erhöht wird, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag von mit der Sache vertrauten Personen erfuhr. Manche Analysten hatten mit einer Erhöhung auf 3,5 Prozent gerechnet, womit Regierung und Notenbank mehr Spielraum zur Stützung der abflauenden Konjunktur erhalten hätten.

Solchen Überlegungen widersprach einer der von Reuters kontaktierten Gewährsleute: „Das Ziel wird weiter bei rund drei Prozent liegen. Wir können zwar nicht ausschließen, dass die Inflation in den kommenden Monaten über fünf Prozent hinausschießen wird. Doch das dürfte nur kurzfristig so sein.“

Die Jahresteuerung war im Reich der Mitte im November auf 4,5 Prozent gestiegen - unter anderem wegen anziehender Schweinepreise. Doch die Erzeugerpreise in China fallen bereits seit Monaten. Dieses unklare Bild erschwert es dem Staat, die Wirtschaft mit dem richtigen Augenmaß anzuschieben. In den vergangenen Jahren hat die Volksrepublik unter anderem mit Steuersenkungen und der Stärkung der Infrastruktur auf die sich abschwächende Wirtschaft reagiert.

Ein massives Konjunkturpaket wie nach der Weltfinanzkrise soll es nach dem Bekunden führender Vertreter des Staates nicht mehr geben. Es hatte zu einem Anstieg der Verschuldung geführt, die bis heute auf der Konjunktur lastet. Die chinesische Zentralbank hält das Wirtschaftswachstum des Landes trotz großem Druck für widerstandsfähig.

Mehr: 110 Milliarden Euro für Wachstum: Japan schnürt riesiges Konjunkturpaket.

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