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Türkei Erdogan attackiert Notenbank vor Zinssitzung – Lira fällt

Der türkische Staatspräsident fordert von den Notenbankern sinkende Zinsen. Dabei erwarten Experten, dass die Währungshüter die Zinsen am Nachmittag deutlich erhöhen.

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Istanbul Kurz vor der mit Spannung erwarteten Sitzung der türkischen Notenbank hat Staatschef Recep Tayyip Erdogan die Währungshüter zur Senkung der Zinsen aufgefordert und damit die Talfahrt der Landeswährung beschleunigt. Er betonte am Donnerstag, Zinsen seien generell die Ursache von Inflation.

Zugleich stellte er der Notenbank ein schlechtes Zeugnis aus, da die steigenden Preise im Land eine Folge falscher Schritte der Zentralbank seien. Die Währungshüter seien jedoch unabhängig und träfen ihre Entscheidungen zu den Zinsen in eigener Regie.

Die Sitzung der Notenbank gilt als Nagelprobe für die Unabhängigkeit der Währungshüter, die mit einer ausufernden Inflation kämpfen. Experten setzen auf eine deutliche Erhöhung der Zinsen. Doch der mit großer Machtfülle ausgestattete Staatspräsident hat bereits mehrfach seine Aversion gegen hohe Zinsen ausgedrückt.

Sorgen der Investoren, er könne der Zentralbank in ihre Entscheidungen hineinreden, hatten die seit Monaten schwelende Krise der Landeswährung Lira mitausgelöst. Sie fiel nach der Breitseite Erdogans gegen die Notenbank weiter: Der Dollar stieg im Gegenzug um 1,9 Prozent auf 6,45 Lira. Ein Euro ist jetzt 7,58 Lira wert.

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