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TV-Interview „Schlechte Arbeit“ – Trump bekräftigt Kritik an Fed-Chef Powell

Donald Trump verleiht seiner Forderung nach niedrigen Zinsen zum wiederholten Male Ausdruck – indem er den Notenbankchef persönlich angreift.

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Der US-Präsident mischt sich immer wieder in die Geldpolitik ein. Quelle: AP

Washington US-Präsident Donald Trump setzt seine Verbalattacken gegen die heimische Notenbank Fed fort, auch nachdem diese sich gegen die ständigen Angriffe verwahrt hat. Notenbank-Chef Jerome Powell leiste „schlechte Arbeit“, während Länder wie China ihre Wirtschaft unterstützen würden, sagte Trump am Mittwoch dem Fox Business Network.

„Er muss die Zinsen für uns senken, um mit China zu konkurrieren“, sagte Trump einmal mehr. Auch andere Länder würden ihrer Wirtschaft unter die Arme greifen. Werteten diese ihre Währungen ab und die USA könne dies nicht tun, würden für die USA nicht mehr länger die gleichen Bedingungen gelten.

Er glaube, er habe das Recht, Powell zu feuern oder zu degradieren, sagte Trump. Er fügte allerdings hinzu: „Ich habe niemals nahegelegt, dass ich das tun werde.“

Powell hatte am Dienstag bei einer Veranstaltung in New York die Unabhängigkeit der Notenbank betont. Die Fed sei immun gegen kurzfristigen politischen Druck. Wegen der anhaltenden Angriffe müssen die Währungshüter aufpassen, dass eine Umstellung auf eine lockerere Geldpolitik an den Börsen nicht als Einknicken vor Trump gewertet wird.

Powell hatte wegen des eskalierenden Handelsstreits zwischen den USA und China zwar jüngst seine Bereitschaft zu einer Zinssenkung signalisiert. Auf ihrer geldpolitischen Sitzung vergangene Woche behielt die Fed aber ihren Leitzins bei 2,25 bis 2,5 Prozent.

Trump wirft der Notenbank vor, die Zinsen in der Vergangenheit zu Unrecht erhöht zu haben und außerdem den richtigen Zeitpunkt für eine Zinssenkung, also eine vollständige Abkehr von der bisherigen Geldpolitik, verpasst zu haben.

Mehr: Fed-Chef Jerome Powell antwortet auf die Attacken des US-Präsidenten Donald Trump. Dabei spielt er die Möglichkeit von Zinssenkungen herunter.

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