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UBS Wie die Strategie bei der Schweizer Bank unter Weber aufgeht

2008 musste die der Staat die UBS retten, heute ist sie die Vorzeigebank Europas. Axel Weber hat daran entscheidenden Anteil.

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Die Schweizer Großbank hat wieder Erfolg. Quelle: picture alliance/KEYSTONE

Zürich Es ist ein Jubiläum, aber kein Grund zum Feiern: Kommenden Oktober jährt sich die Rettung der UBS durch den Staat zum zehnten Mal. Wie die Deutsche Bank wollte auch die UBS vor der Finanzkrise in der Liga der globalen Investmentbanken mitspielen. Doch die Schweizer verzockten Milliarden am US-Immobilienmarkt, standen kurz vor der Pleite. Die Nationalbank nimmt ihr Schrottpapiere über knapp 39 Milliarden Dollar ab.

Für die UBS, deren Wurzeln bis ins Jahr 1862 zurückreichen, war die Krise ein Schock. Trotzdem hält die Bank zunächst an ihrer Aufstellung fest, will ein Investmentbanking mit „globalem Fußabdruck“ behalten. Erst Axel Weber und Sergio Ermotti brechen mit der Strategie – und richten die Bank auf die Vermögensverwaltung aus. Es folgt ein schmerzhafter Umbauprozess: Tausende Mitarbeiter müssen gehen, die Bilanz hat sich seit Ausbruch der Krise mehr als halbiert.

Die Strategie geht auf: Während Institute wie die Deutsche Bank, die Commerzbank oder die Credit Suisse auch zehn Jahre nach der Finanzkrise noch im Umbau stecken, verdienen die Schweizer als Vermögensverwalter wieder ordentlich. Im ersten Quartal lag das Ergebnis bei etwa 1,5 Milliarden Franken. Den Löwenanteil steuerte die Vermögensverwaltungssparte bei.

Die Konkurrenz von der Wall Street ist der UBS zwar davongezogen, aber die Rivalen in der Schweiz und in Deutschland hat sie abgehängt. „Die UBS konnte in den vergangenen Jahren konstantere und höhere Erträge als Credit Suisse und Deutsche Bank erzielen“, urteilen etwa die Analysten der DZ Bank. „Dies zeigt, dass ihre Aktivitäten nach weitgehend vollendeter Umstrukturierung bereits besser an das veränderte ökonomische Umfeld und die höheren regulatorischen Anforderungen angepasst sind.“ Dass Axel Weber als ehemaliger Bundesbank-Chef dieses regulatorische Umfeld bestens kennt, dürfte dabei nicht geschadet haben.

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