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Übernahmeangebot Offerte von US-Investor KKR beflügelt Telecom Italia – Aktie steigt um mehr als 25 Prozent

Die Amerikaner wollen Tim vollständig übernehmen und bieten 0,505 Euro pro Aktie. Das italienische Finanzministerium will einen möglichen Deal begleiten.

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Telecom-Italia-Aktie steigt kräftig – Offerte von KKR beflügelt Tim Quelle: Reuters

Mit seinem Übernahmeangebot hat der US-Investor KKR dem italienischen Telekommunikationsunternehmen Tim, das früher Telecom Italia (TI) hieß, einen kräftigen Schub an der Börse versetzt. Die Stammaktien legten am späten Montagvormittag um mehr als 25 Prozent zu. Sie zogen den gesamten Telekomsektor mit, der den höchsten Stand seit Ende September erreichte. Auch die Papiere des französischen Unternehmens Vivendi, das rund 24 Prozent der TI-Stammaktien hält, stiegen.

Der Finanzinvestor KKR, die in Deutschland größter Anteilseigener des Medienkonzerns Axel Springer ist, hatte Tim ein unverbindliches Kaufinteresse mitgeteilt. Das wurde am Sonntagabend von dem ehemaligen Monopolisten in Rom offiziell bestätigt. Die Amerikaner wollen Tim vollständig übernehmen und bieten 0,505 Euro pro Aktie. Analysten halten die Offerte für glaubwürdig. KKR will Tim nun vier Wochen lang prüfen und Einschätzungen der Behörden einholen.

Das Finanzministerium in Rom kündigte an, eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Regierung und Experten einzusetzen, um die Verhandlungen und einen möglichen Deal zu begleiten. Grundsätzlich sei es ein positives Zeichen, wenn ausländische Geldgeber in Italien investieren wollten, hieß es in einer Mitteilung. „Die Antwort der Regierung war ermutigend“, sagte Jefferies-Experte Jerry Dellis.

Maurizio Landini von der Gewerkschaft CGIL warnte indes, dass die Telekommunikation und der Internet-Ausbau von öffentlichem Interesse seien und sich nicht nur den Regeln des Marktes unterwerfen dürften. Die Regierung in Rom hat per Gesetz das Recht, Deals ausländischer Investoren in national-strategischen Bereichen zu blockieren.

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    Analysten werteten auch Vivendi als ein mögliches Hindernis. Die Franzosen dürften das Angebot „wahrscheinlich als zu niedrig erachten und sagen, es spiegele nicht den fairen Wert der TI-Aktie wider“, schrieb die US-Bank JPMorgan in einer Einschätzung.

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