UniCredit Fusion mit Commerzbank ist „Unfug“

Die italienische Bank UniCredit hat Berichte zurückgewiesen, sie habe Interesse an einer Fusion mit der Commerzbank. Zuletzt war über entsprechende Gespräche spekuliert worden. Das sei „Unfug“, so das Institut.

CourmayeurDie italienische UniCredit hat einen Bericht über ein Interesse des italienischen Geldhauses an einer Fusion mit der Commerzbank zurückgewiesen. „Das ist Unfug“, sagte der UniCredit Vize-Vorsitzende Calandra Buonaura bereits am vergangenen Freitag.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte am Mittwoch von Insidern erfahren, dass UniCredit gegenüber der Bundesregierung Interesse an der Commerzbank signalisiert habe.

„Das ist alles noch in einem sehr frühen Stadium“, hatte eine mit dem Vorstoß vertraute Person gegenüber dem Handelsblatt gesagt. Politiker, Investoren und Bankenaufseher hatten große Zweifel geäußert, dass es am Ende tatsächlich zu einer deutsch-italienischen Banken-Hochzeit kommen könnte.

„Es laufen keine Verhandlungen, und wir haben keine Investmentbank beauftragt“, hatte vergangene Woche das Bundesfinanzministerium erklärt. Der Bund hält nach einer staatlichen Rettungsaktion in der Finanzkrise gut 15 Prozent an der Commerzbank – und ist deshalb bei allen denkbaren Transaktionen der entscheidende Akteur. „Wir stehen nicht unter Zeitdruck“, so das Ministerium weiter. „Wir wollen für den Steuerzahler perspektivisch ein gutes wirtschaftliches Ergebnis erzielen.“

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