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Unicredit verkauft Kartenabwicklung Hypo-Vereinsbank-Mutter macht 440 Millionen Euro Gewinn

Veränderungen bei Unicredit: Die Hypo-Vereinsbank-Mutter trennt sich von ihrem Geschäft mit der Abwicklung von Bank- und Kreditkarten-Transaktionen. Für 400 Unicredit-Mitarbeiter bringt das Veränderungen mit sich.

Seit dem europäischen Banken-Stresstest, bei dem nur fünf von 51 Instituten schwächer abgeschnitten haben als Unicredit, hat die Aktie fast 20 Prozent an Wert verloren. Quelle: AFP

FrankfurtDie HypoVereinsbank-Mutter UniCredit trennt sich von ihrem Geschäft mit der Abwicklung von Bank- und Kreditkarten-Transaktionen in Italien, Deutschland und Österreich. Dieses wird künftig vom italienischen Abwickler SIA betrieben, wie Unicredit am Mittwoch mitteilte. Zugleich schloss Unicredit einen zehnjährigen Dienstleistungsvertrag mit SIA. 400 Unicredit-Mitarbeiter wechseln mit zu dem neuen Eigentümer.

Der neue Vorstandschef Jean-Pierre Mustier versucht mit dem Verkauf von Randaktivitäten die Kapitaldecke aufzubessern, um eine erwartete milliardenschwere Kapitalerhöhung so gering wie möglich zu halten. Der Verkauf an SIA im Volumen von einer halben Milliarde Euro bringt Unicredit einen Gewinn von rund 440 Millionen Euro und bessert die magere harte Kernkapitalquote um zwölf Basispunkte auf.

Mit der Abwicklung von Transaktionen mit 13,5 Millionen ausgegebenen Karten an der Ladenkasse oder an Geldautomaten erwirtschaftete Unicredit 2015 einen Umsatz von 108 Millionen Euro und eine operative Marge von 38 Prozent. SIA kam 2015 mit 1600 Mitarbeitern auf einen Umsatz von 449 Millionen Euro und einen operativen Gewinn von 124 Millionen Euro. Das Unternehmen gehört zu 49 Prozent einer staatlichen Beteiligungsfirma und zu 17 Prozent dem italienischen Infrastruktur-Fonds F2i. Unicredit, die Deutsche Bank und andere Institute halten kleine Minderheitsbeteiligungen.

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