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Uniper Kohlekraftwerk Datteln 4 geht in regulären Betrieb

Der Energiekonzern Uniper nimmt sein neues Steinkohlekraftwerk Datteln 4 in den regulären Betrieb - und erntet harsche Kritik vieler Klimaaktivisten.

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Luisa Neubauer (Mitte) von Fridays for Future kritisiert Uniper für das neue Kohlekraftwerk. Quelle: dpa

Das umstrittene Steinkohlekraftwerk Datteln 4 geht am kommenden Samstag in den kommerziellen Betrieb. Das sagte ein Sprecher des Betreibers Uniper am Dienstag. Mit diesem Schritt werde die Phase der Inbetriebsetzung des Kraftwerks formal abgeschlossen. Alle Tests seien erfolgreich gewesen. Datteln 4 hat bereits in den vergangenen Monaten erhebliche Mengen Strom produziert und in das Netz eingespeist. Uniper hatte zuletzt angekündigt, das Kraftwerk im Frühsommer in Betrieb zu nehmen.

Das Steinkohlekraftwerk im nördlichen Ruhrgebiet ist zum Symbol der Auseinandersetzung um die Energie- und Umweltpolitik in Deutschland geworden. Bundesregierung und NRW-Landesregierung betonen, dass im Gegenzug ältere Steinkohlekraftwerke abgeschaltet werden. Dadurch würden die zusätzlichen Kohlendioxid-Emissionen von Datteln 4 kompensiert. Das sei sinnvoller, als eine hohe Entschädigung zu zahlen. Uniper hatte angekündigt, bis Ende 2025 seine übrigen Steinkohlekraftwerke abzuschalten.

Dem widersprechen Umweltverbände. Der billige Strom aus Datteln werde umweltfreundlichere Alternativen vom Markt drängen, befürchten sie. Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer kritisierte im Kurznachrichtendienst Twitter, mit dem Anschalten von Datteln 4 „erlischt nicht nur der letzte Funken energiepolitischer Glaubwürdigkeit der Regierung“. Deutschland sende auch „ein fatales Signal um die Welt - wie sollte man danach noch andere Staaten zum Kohleausstieg drängen?“

Die Produktion der kommenden Jahre hat Uniper bereits zu großen Teilen an RWE und die Deutsche Bahn verkauft. RWE versucht bisher vergeblich, auf dem Rechtsweg aus den Verträgen herauszukommen.

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