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Adidas-Chef Hainer "Die mit Abstand größte Fußballmarke der Welt"

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Adidas Fußbälle Quelle: AP

Fehlen nur noch Sportlernahrung, Fitnessgetränke oder ein Reebok-Club?

Auch darüber denken wir nach, es gibt aber derzeit keine konkreten Pläne.

Die Adidas-Gruppe will 2010 rund 150 neue Verkaufsflächen eröffnen – vom Online-Verkauf hört man dagegen nichts.

Natürlich machen wir längst E-Commerce für Adidas und Reebok – aber noch nicht in dem Maße, wie ich mir das vorstelle. Das ändern wir jetzt, der Online-Handel wird drittes Standbein im Vertrieb neben Warenhäusern und eigenen Läden. Wir haben vor wenigen Wochen ein E-Commerce-Projekt aufgesetzt, bauen eine Mannschaft auf und haben ehrgeizige Pläne. Wir werden hier deutlich aggressiver vorgehen als früher.

Im Juni beginnt die Fußball-WM in Südafrika. Nike hat angekündigt, die Fan-Trikots seiner WM-Teams wie Brasilien und Portugal bestünden zu 100 Prozent aus recycelten Plastikflaschen. Halten Sie jetzt mit wiederverwerteten Adiletten dagegen?

Wir haben bereits ein sehr umfassendes Programm zur sozialen Verantwortung und Nachhaltigkeit (CSR). Auf der Produktseite arbeiten wir schon seit geraumer Zeit mit wiederverwertbaren Materialien über viele Kategorien hinweg.

Macht Nike das nicht cleverer – die sind auch auf vielen CSR-Feldern aktiv, fassen aber all das mit diesem Trikot in einem leicht verständlichen Symbol zusammen?

Das machen wir nicht, und daran können Sie die Unterschiede in den Philosophien ablesen: Wir suchen uns nicht ein publikumsträchtiges Symbol heraus, sondern setzen auf eine langfristige Strategie, die für alle Beteiligten mehr bringt – für uns als Unternehmen, aber auch für Konsumenten, Mitarbeiter und Umwelt.

Aber was ist dann der angekündigte Ein-Dollar-Schuh anderes als ein solches Symbol, den Sie künftig in Zusammenarbeit mit Friedensnobelpreisträger Mohammed Yunus in Bangladesch herstellen wollen?

Ob der nun genau einen Dollar oder drei oder fünf kosten wird, kann ich noch nicht sagen. Fest steht aber, dass das Schuhprojekt in das CSR-Programm von Reebok integriert wird. Es gibt schon erste Prototypen. Noch in diesem Jahr startet ein erstes Pilotprojekt mit 5000 Paar Schuhen in Bangladesch. Wie die Fabrik im Einzelnen aussieht, daran wird gerade gearbeitet. Wichtig ist, dass das Ganze der Hilfe zur Selbsthilfe dient, das ist ein soziales Projekt und keine Wohltätigkeitsveranstaltung.

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