WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Adidas-Chef Hainer "Die mit Abstand größte Fußballmarke der Welt"

Seite 4/5

Adidas oder Nike: Der DFB bleibt den Deutschen scheinbar treu. Foto: dpa

Aber dem Adidas-Image schadet es nicht?

Natürlich nicht, wir machen das ja nicht aus Liebhaberei. Allerdings ist das keine PR-Aktion – hätten wir das gewollt, könnten wir dort ja schnell 10.000 Paar Schuhe verschenken. Aber das wäre bloß ein Tropfen auf den heißen Stein und würde den Menschen nicht nachhaltig helfen – und uns auch nicht.

Warum läuft die Aktion über Reebok?

Bangladesch grenzt an Indien, Reebok ist in Indien mit Abstand Marktführer und auch in Bangladesch sehr populär.

Bei der WM 2006 in Deutschland hat Adidas geklotzt, baute vor dem Reichstag eine Fußballwelt auf und ließ einen 20 Meter hohen Papp-Oliver-Kahn am Münchner Flughafen über die Autobahn springen – gerät Ihr Auftritt in Südafrika wieder so bombastisch?

Gehen Sie davon aus, dass wir auch in Südafrika spektakuläre Dinge veranstalten werden – allerdings wird es diesmal eine Mischung sein aus weltweit sichtbaren Aktionen und vielen kleinen, die sich vor Ort abspielen. Seit dem 11. November und bis zum Finaltag im Juli reist zum Beispiel ein Bus quer durch ganz Südafrika. Der hat ein riesiges Trikot der südafrikanischen Nationalmannschaft Bafana Bafana an Bord, das ist 60 mal 48 Meter groß, und auf dem kann die ganze Nation unterschreiben. Das ist fast wie der Fackellauf vor Olympia. Im Internet ist die Route zu sehen, man kann das Trikot virtuell begleiten und online unterschreiben. Bislang dürften da schon um die 160.000 Autogramme draufstehen.

Wünschen Sie sich als Großsponsor bei der Wahl der Austragungsorte nicht mehr Ruhe? Erst Olympia in Peking, jetzt die WM in Südafrika, dann 2014 die Winterspiele im russischen Sotschi und die WM in Rio – überall Probleme und berechtigte Kritikpunkte, die den Sport überlagern.

Das sehe ich anders. Von den vier Austragungsorten liegen drei in Schwellenländern, die sich in den vergangenen fünf bis zehn Jahren hervorragend entwickelt haben, gerade in unserem Geschäft: China ist mittlerweile unser zweitgrößter Markt, Russland inklusive der GUS in Europa unser größter, und in Brasilien sind wir in den vergangenen sechs Jahren jeweils zweistellig gewachsen. Insofern könnte ich es mir aus wirtschaftlicher Sicht nicht besser wünschen.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%