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Ägypten und Tunesien Deutsche trotzen dem Aufstand

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Ebenfalls fünf Faktoren sind es, die das derzeitige Geschehen doch noch bedrohlich machen könnten für deutsche Unternehmen in Kairo und Tunis.

Die Häfen sind ein Problem. Es wird nach Informationen der WirtschaftsWoche nicht genug oder verzögert verladen, so dass es dort zu Engpässen kommt. Alternativ prüfen zwar einige Unternehmen den Export über Luftfracht, das jedoch ist teuer und drückt auf die Wirtschaftlichkeit.Infrastrukturexperten von Siemens in Kairo sehen ein weiteres Problem für die sichere Produktion westlicher Unternehmen in Kairo und Tunis: die Unversehrtheit des Stromnetzes. Wird die Stromversorgung sabotiert, stehen die Bänder still.Auch die Wasserversorgung der Produktionsbetriebe darf nicht unterbrochen sein.Das öffentliche Nahverkehrssystem muss weiterhin funktionieren. Eine Sprecherin von RWE-Dea sieht das allerdings nicht als so wichtig an: "Unsere Leute fahren mit dem Auto zur Arbeit". Die RWE-Dea-Zentrale liegt in einem ruhigen Vorort von Kairo, dem früheren Diplomatenviertel.Die bewachten Sonderwirtschaftszonen dürfen durch Demonstranten nicht gestürmt werden. Diese Oasen westlicher Wirtschaftseffizienz haben in der Vergangenheit schon häufig den Argwohn besonders religiös motivierter Gruppen geweckt. Viele Militärs unter den Bewachern könnten sich mit solchen Demonstranten vorübergehend solidarisieren und die Schlagbäume freigeben - so geschehen vor einigen Jahren in Saudi Arabien, als eine Free Zone gestürmt wurde.

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