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Airline Lufthansa beruft nach Flugchaos weiteres Vorstandsmitglied

Ein neues Ressort soll schwere Störungen im Flugbetrieb künftig vorbeugen. Detlef Kayser, bisheriger Chef der Konzernstrategie, übernimmt die Leitung.

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Die Airline hatte zuletzt mit massiven Störungen im Flugbetrieb zu kämpfen. Quelle: dpa

Frankfurt Die Lufthansa erweitert als Konsequenz der massiven Störungen im Flugbetrieb in diesem Jahr den Vorstand. Der bisherige Chef der Konzernstrategie, Detlef Kayser, übernimmt ab Januar das neue Ressort „Airline Resources & Operations Standards“, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Damit solle die operative Stabilität und Qualität der Lufthansa-Airlines gesteigert werden. Der Vorstand unter Leitung von Lufthansa-Chef Carsten Spohr wächst damit auf sechs Personen.

„Im Sommer dieses Jahres sind große operative Herausforderungen im Luftverkehr deutlich geworden, die mit eigenen Schwierigkeiten unserer Airlines, aber auch mit gravierenden Engpässen der Infrastruktur zu tun hatten“, erklärte Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley. Darauf müssten sich die Lufthansa-Fluggesellschaften einstellen. Kayser werde künftig Standards zum Betriebsablauf in allen Fluglinien der Gruppe – also Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines und Eurowings – koordinieren.

Der 53-jährige promovierte Luft- und Raumfahrttechniker wird auch für Ressourcen wie zum Beispiel die Flugzeugbeschaffung zuständig sein. Kayser soll zudem mit Flughäfen und der Flugsicherung darüber sprechen, wie diese ihre Dienste verbessern können. Der frühere Unternehmensberater von McKinsey arbeitet erst seit 2016 für die Lufthansa.

Die Airlines selbst behielten die operative Verantwortung für den Flugbetrieb, erklärte der Konzern weiter. Eurowings-Chef Thorsten Dirks werde sich angesichts des starken Wachstums der Billigflugtochter auf Eurowings konzentrieren. Bisher war er auch für die Flugschule LAT verantwortlich, das übernimmt Kayser ebenfalls.

Eurowings hatte von den Lufthansa-Fluglinien am stärksten mit Ausfällen und Verspätungen von Flügen zu kämpfen, weil die Airline die von Air Berlin übernommenen Flugzeuge und Beschäftigten nicht schnell genug integrieren konnte.

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