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Aschewolke Flugverkehr normalisiert sich wieder

Wieder legt ein isländischer Vulkan den Flugverkehr lahm. Eine gigantische Aschewolke verschlechtert die Sicht der Piloten, Fliegen ist zu gefährlich. Auf Deutschen Flughäfen soll ab heute Mittag aber schon alles wieder normal laufen.

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An dem Flughäfen Hamburg herrscht seit sechs Uhr früh Stillstand. 43.000 Passagiere hätten heute in Hamburg starten oder landen sollen. Daraus wird jetzt wohl nichts. Auch in Lübeck und Bremen bewegt sich nichts. Wegen der Aschewolke, die der isländische Vulkan Grimsvötn ausspuckt, geht gar nichts mehr. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hatte für heute morgen ein Flugverbot über weiten Teilen Norddeutschlands angeordnet: Bei mehr als zwei Milligramm Asche pro Kubikmeter Luft ist Fliegen zu gefährlich. Der Berliner Luftraum ist ab Mittwoch, 11 Uhr, gesperrt. In Bremen gilt das Flugverbot erst einmal bis 13 Uhr, betroffen sind 21 Starts und 19 Landungen.

Betroffen sind nicht nur Auslandsflüge, auch von München nach Hamburg fliegen, fällt fürs erste aus. Die Lufthansa rechnet heute mit rund 150 Flugausfällen. Bei rund 2.000 Lufthansaflügen täglich sollte sich das nicht gravierend in der Bilanz des Konzerns niederschlagen. wie lang das Flugverbot anhält und ob noch weitere Flughäfen geschlossen werden müssen, ist noch ungewiss.

Das Schlimmste ist vorbei

Flughäfen in Schottland, deren Rollfelder gestern verwaist waren, haben heute den Betrieb schon wieder aufgenommen. Problematisch wurde und wird es nur für Passagiere, die von Großbritannien nach Deutschland wollen. British Airways zum Beispiel cancelte die Flüge, die heute von London nach Hamburg gehen sollten, Ryanair fliegt bis heute Nachmittag nicht nach Bremen, Lübeck und Magdeburg.

Laut Sprechern der DFS ist der schlimmste Spuk heute Nachmittag schon vorbei. Der Vulkan schleudere deutlich weniger Asche in die Atmosphäre und steht möglicherweise bald vor dem Ende seines Ausbruchs. Außerdem ziehe die Aschewolke aus dem Grimsvötn nach Osten weiter. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat nach Gesprächen mit Experten des Deutschen Wetterdienstes und der DFS gesagt, dass wohl „nichts Nennenswertes nach“ komme und er davon ausgeht, dass ab heute Nachmittag alles wieder seinen gewohnten Gang geht. fügte er hinzu.

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