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Auto, Logistik, Maschinenbau Diesen Branchen stehen 2011 goldene Zeiten bevor

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Maschinenbau: Aus der Tiefe

Die Vorsitzende der Quelle: dpa

Die letzte Bilanz war verheerend: Umsatzeinbruch von fast 20 Prozent, 70 Millionen Euro Verlust, 75 Millionen aus der Privatkasse hinzugeschossen. Doch nun hat der Werkzeugmaschinenbauer Trumpf aus dem schwäbischen Ditzingen die Krise 2009 „hinter sich gelassen“, sagt Chefin Nicola Leibinger-Kammüller. Das Familienunternehmen rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Ergebnis „im oberen zweistelligen Bereich“.

Nicht nur Trumpf, fast der gesamte Maschinenbau profitiert von einem gigantischen Auftragsschub vor allem aus Asien, der das Geschäft im kommenden Jahr bestimmen wird. Der Auftragseingang im Kerngeschäft Werkzeugmaschinenbau beim Bielefelder Gildemeister-Konzern stieg in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 58 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, beim Maschinenbauer Hermle in Gosheim am Fuße der Schwäbischen Alb sogar um 113 Prozent.

Zwar klingt der Branchenboom seit einigen Wochen wieder etwas ab, weil so manche Bestellung nur dazu diente, die Lager aufzufüllen, die während der Krise radikal geleert wurden. Trotzdem geht es 2011 weiterhin nach oben, plus acht Prozent sind beim Umsatz durchaus drin.

„Wir dürfen uns von den Zahlen nicht blenden lassen“, relativiert Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des Maschinenbauverbandes VDMA, die Aussichten. Die Branche komme von einem tiefen Ausgangsniveau, erst rund die Hälfte des Einbruchs beim Auftragseingang während der Krise sei wettgemacht. „Wir bewegen uns in Summe etwa auf dem Level von 2006“, sagt Wiechers.

In den vergangenen fünf Monaten gab es rund 10.000 Neueinstellungen. Das ist erstaunlich für eine Branche mit 910.000 Beschäftigten, deren Unternehmen die Mitarbeiter trotz Krise auf Biegen und Brechen hielten. Und der Personalaufbau dürfte in den kommenden Monaten weitergehen. Denn auch im Maschinenbau ist die Beschäftigung ein Spätindikator.

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