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100 Millionen Dollar Hyundai und Kia zahlen Strafe

Der südkoreanische Autohersteller und seine Schwesterfirma Kia Motors müssen wegen falscher Verbrauchsangaben 100 Millionen Dollar Strafe zahlen. Die Hyundai-Motor-Gruppe ist der fünftgrößte Autohersteller weltweit.

Das sind die leistungsstärksten Autobauer
Platz 16: PSA Peugeot CitroënSeit zehn Jahren erstellt das Center of Automotive Management (CAM) der Fachhochschule Bergisch-Gladbach den „Automotive Performance Index“, kurz API. Auf Basis von elf Indikatoren werden die 16 globalen Autobauer in den Bereichen „Finanzen“, „Markt“ und „Innovationskraft“ verglichen. Aus dem daraus erstellten Index lassen sich Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit der Konzerne ziehen – und das sieht bei PSA derzeit nicht gut aus. Besonders bei der finanziellen Performance und den Markterfolgen muss sich der Verbund von Peugeot und Citroën ganz hinten anstellen. Mut macht aber die Innovationskraft, hier liegen die Franzosen deutlich vor den direkten Wettbewerbern. Positiv: Aus der angelaufenen Kooperation mit Dongfeng (im Bild die chinesische Produktion) und der sich daraus ergebenden Stärkung in Fernost sowie den umfangreichen Restrukturierungen kann PSA allerdings den Anschluss an die Mitbewerber finden. Quelle: dpa
Plätze 15 bis 12Vor PSA drängelt sich ein dichtes Feld der sogenannten „Low Performern“, bestehend aus Suzuki (12), Mazda (13), Renault (14) und Mitsubishi (15). Besonders die kleinen japanischen Hersteller zeichnen sich durch eine gewisse Konstanz aus, wenn auch auf niedrigem Niveau: Bei ihnen sticht keines der drei untersuchten Hauptfeldern besonders hervor. Nur Renault kann, ähnlich wie PSA, eine höhere Innovationskraft aufweisen und so im Vergleich zum Vorjahr einen Platz gutmachen. Quelle: REUTERS
Platz 11: FCAHinter dem Kürzel FCA verbirgt sich nichts anderes als der italienische Fiat-Konzern, allerdings mit den eingegliederten Teilen von Chrysler. Und genau diese Teile des Konzerns sind es, die FCA noch auf dem elften Platz des Auto Performance Index halten. Die gute Marktentwicklung der US-Tochter verhindert ein Abrutschen in die Gruppe der „Low Performer“. Die schlechte finanzielle Leistung lässt nicht nur Übernahmegerüchte wie jüngst durch VW gedeihen, die niedrige Innovationskraft stellt auch keine nachhaltige Besserung der Lage in Aussicht. Wie lange sich Fiat-Chrysler noch unter den „Medium Performern“ halten kann, ist unklar. Quelle: REUTERS
Plätze 10 bis 8Wohin steuert Firmenchef Carlos Ghosn Nissan? Im API aus Konzernsicht in die falsche Richtung: Die CAM-Studie listet die Japaner nur noch auf Rang zehn, ausgerechnet die japanische Konkurrenz Subaru ist vorbeigezogen. Auf Rang 8, der letztes Jahr noch Ford gehörte, ist jetzt noch ein Japaner abgerutscht – Honda. Quelle: dpa
Platz 7: Hyundai-KiaVor einigen Jahren wurden die Koreaner noch als gefährlichster VW-Herausforderer gesehen, doch auch Hyundai-Kia muss den Jahren des Aufschwungs etwas Tribut zollen: Nach zahlreichen neuen Modellen ist die Innovationsstärke zuletzt gesunken, ebenso die Arbeitsproduktivität. Auch kann Hyundai das hohe Absatzwachstum der letzten Jahre nicht halten und entwickelt sich nur mit dem Markt, was aber immer noch ein Plus von sechs Prozent bedeutet. Mit Rang sieben sind die Südkoreaner allerdings auf den schlechtesten API-Rang der letzten Jahre abgerutscht (2011/12= Rang 4; 2012/13: Rang 5). Quelle: REUTERS
Platz 6: General MotorsNoch hat sich das Rückruf-Debakel nicht spürbar auf die Performance von General Motors ausgewirkt, nach wie vor belegt GM Rang sechs. Damit liegen die Amerikaner weiter in der Gruppe der „Medium Performer“ – angesichts der Millionen-Rückrufe nicht schlecht, der Anschluss an Volkswagen und Toyota gerät so aber immer mehr in Gefahr. Quelle: dpa
Platz 5: FordFord gehört zu den größten Gewinnern des API 2014. Der Konzern konnte gleich drei Plätze gutmachen und wird jetzt auf Rang fünf gelistet. Grund für den größten Zuwachs des Rankings ist das Absatz-Plus in China, womit sich Ford an GM und Hyundai vorbeischieben kann. Quelle: dpa

Die US-Umweltbehörde EPA hatte 2012 bei Tests herausgefunden, dass einzelne Modelle beider Autobauer mehr Sprit verbrauchen als versprochen wurde. Es sei um rund 1,2 Millionen Autos gegangen, teilte das US-Justizministerium am Montag (Ortszeit) mit. Beide Unternehmen akzeptierten die Strafe, die die bisher höchste unter dem Emissionsschutzgesetz sei, hieß es. Generalstaatsanwalt Eric Holder nannte die zusammen mit Hyundai und Kia erreichte Lösung einen „beispiellosen Beschluss“. „Hyundai hat transparent gehandelt, die betroffenen Verbraucher entschädigt und mit der EPA während der Untersuchung zusammengearbeitet“, teilte der Chef von Hyundai Amerika, David Zuchowski, mit. Die Hyundai-Motor-Gruppe ist der fünftgrößte Autohersteller weltweit.

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Zusätzlich verzichten die Unternehmen auf 4,75 Millionen „Treibhausgas-Punkte“ im Wert von über 200 Millionen Dollar. Autohersteller können sich diese Bonuspunkte verdienen, wenn sie Autos mit geringeren Emissionen bauen als vom Gesetz gefordert. Zudem wollen beide rund 50 Millionen Dollar dafür ausgeben, dass ähnliche Verstöße nicht mehr vorkommen.

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