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25 Jahre im VW-Konzern Zwölf Meilensteine für die Skoda-Zukunft

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"Rückruf-Kosten sind im Konzern klar geregelt"

Profitabilität vor Volumen – war das auch der Grund für die Einstellung des Hochdachkombis Roomster?
Wir haben uns hier die Segmente angeschaut und entschieden, in unserem Portfolio die SUV zu priorisieren. Im Hinblick auf die Märkte sehen wir in diesem Bereich die besseren und profitableren Wachstumschancen.

Gefährdet das Wachstum im SUV-Segment nicht Ihre CO2-Bilanz? Solche Autos verbrauchen im Schnitt mehr Sprit als Autos, die leichter sind.
Wir haben das sehr genau im Blick, haben heute schon verbrauchsarme Motoren und werden die Verbrennungsmotoren mit neuen Technologien weiter optimieren. Langfristig setzen auch wir auf die Elektrifizierung des Antriebs. Im Hinblick auf unsere Kundensegmente müssen wir diese Technologie nicht unbedingt als erste anbieten. Aber wenn sie reif für den Einsatz sind und für unsere Kunden bezahlbar, werden wir Elektroantriebe auch bei Skoda anbieten.

Wann wird das der Fall sein?
Das erste Auto mit einem wiederaufladbaren Hybridantrieb wird der Superb. Wir planen den Marktstart 2019. Weitere Modelle werden Schlag auf Schlag folgen. Und auch das erste vollelektrisch angetriebene Auto wird dann nicht mehr lange auf sich warten lassen. Wir schreiben gerade das Lastenheft für ein solches Auto. In dem Zusammenhang reden wir über Plattformen und auch die Frage, ob und wann ein spezielles Elektroauto Sinn macht.

Welche Rolle wird der Dieselmotor noch spielen?
Ich glaube, dass wir noch sehr lange diese Technologie brauchen, weil wir die vom Gesetzgeber gesetzten CO2-Grenzwerte sonst schwer erreichen werden.

Die Abgasnachbehandlung wird aber immer aufwendiger, der Motor darüber immer teurer…
Richtig. Deshalb sind Kleinwagen mit Dieselmotor kaum noch vernünftig zu preisen. Die Entwicklung der Kosten wird die Entwicklung der Elektroantriebe zusätzlich beschleunigen. Deshalb investieren wir ja jetzt auch kräftig in diese Technologie.

Wie sehr beschäftigt Sie Dieselgate?
Die Herausforderungen durch die Veränderungen der Märkte sind schon groß genug – das Dieselthema ist eine zusätzliche Erschwernis. Wir können uns für das, was passiert ist, nur immer wieder entschuldigen. Jetzt gilt es, schnell und konsequent zu handeln. Und das tun wir.

Was wird der Rückruf der 1,1 Millionen Autos kosten?
Das kann ich Ihnen erst sagen, wenn wir mit der Service-Aktion fertig sind.

Wie teuer es wird, wissen Sie noch nicht?
Na klar gibt es Prognosen. Für unsere Kunden ist das jedoch nicht relevant. Aber gehen Sie davon aus, dass wir die Kosten sehr genau im Blick haben werden.

Trägt Skoda eigentlich die Kosten selbst?
Das ist im Konzern klar geregelt. Volkswagen wird einen großen Teil der Schadensregulierung übernehmen.

Im Klartext: Sie schicken eine Rechnung?
Das regeln wir partnerschaftlich.

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